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forschung 2014
Science Day: NATURERLEBNIS AM FUßE DES GRIMMINGS

Der IRIS-Radwandertag der HBLFA Raumberg-Gumpenstein am 29. Mai 2015 mit den naturwissenschaftlich-technischen Forschungs- und Erlebnisstationen war ein großartiger Erfolg in der Region rund um den Grimming!

Ende Mai entfaltete die Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica) ihre volle Pracht in den Ennswiesen und ließ die Naturschutzflächen in einem tiefblauen Blütenmeer erstrahlen. Zu diesem besonderen Anlass veranstaltete die HBLFA Raumberg-Gumpenstein mit den Kooperationspartnern Nationalpark Gesäuse, Wildbach- und Lawinenverbauung Liezen und Naturschutzbund Steiermark am 29. Mai 2015 den zweiten IRIS-Radwandertag. Über 200 BesucherInnen erforschten bei strahlendem Wetter die Artenvielfalt, die Naturgefahren und den Ökologischen Fußabdruck am Fuße des Grimmings.

Die Sibirische Schwertlilie besiedelt mäßig feuchte bis mäßig nasse, nährstoffarme Böden, vorwiegend am Talboden der Enns. Durch die intensive Landwirtschaft ist sie eine stark gefährdete und im Rückgang begriffene Art. Die kräuterreichen Iriswiesen, die Ende Mai zu blühen beginnen, sind ein Markenzeichen des Steirischen Ennstals.
Für insgesamt sechs Schulkassen der Volksschule Irdning und zwei Klassen der Neuen Mittelschule Irdning wurde beim IRIS-Radwandertag am 29. Mai 2015 ein eigenes Programm mit zahlreichen Forschungs- und Erlebnisstationen angeboten. Auch einige SchülerInnen der HBLFA Raumberg-Gumpenstein und die Bevölkerung erkundeten das Gelände mit dem Fahrrad oder zu Fuß und nahmen regen Anteil an der Blütenpracht und den informativen Stationen.

Die Trautenfelser Naturschutzflächen mit den Themen Natur- und Artenschutz, Nachhaltige Bewirtschaftung im ländlichen Raum sowie Lebensraum- und Artenvielfalt auf extensiv genutzten Flächen wurden von der HBLFA Raumberg-Gumpenstein und dem Naturschutzbund Steiermark betreut. Das Natura 2000 Gebiet ist ein wichtiger Lebensraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten, deshalb ist der Schutz der Flächen zur Erhaltung der Artenvielfalt von besonderer Bedeutung. Die Wiesen werden nicht gedüngt und maximal ein bis zwei Mal im Jahr, frühestens Ende Juni, gemäht. Beim Naturerlebnisprogramm konnten die Pflanzenarten, Tiere in und am Wasser sowie Bodenlebewesen von den jungen ForscherInnen genau unter die Lupe genommen werden. Aus dem nahegelegenen Tümpel wurden Wasserlebewesen wie zum Beispiel Libellenlarven, Eintagsfliegenlarven, Wasserskorpione und Gelbrandkäferlarven gesammelt und mit Hilfe von Becherlupen, Mikroskopen, Büchern und der didaktischen Broschüre „Am Wasser“ bestimmt. Auf dem Aussichtsturm der Naturschutzbundfläche konnten die Schwertlilien-Wiesen sehr gut überblickt werden. Auch verschiedene Vogelarten wurden mit Ferngläsern beobachtet und anhand von Informationskärtchen bestimmt.

In Niederstuttern erklärte die Wildbach- und Lawinenverbauung die Schwerpunkte Hochwasser- und Lawinengefahren durch Enns und Grimming. Naturgewalten wie Hochwässer und Lawinen beeinflussen das Gebiet rund um den Grimming. Nachhaltige Maßnahmen wie Lawinen-Ablenkdämme, Retentionsbecken oder naturnahe Wildbachverbauungen mit Uferbegleitstreifen und Fischaufstiegsmöglichkeiten schützen Natur- und Siedlungsraum sowie Infrastruktur.

Der Ökologische Fußabdruck mit den Themen Mobilität, Ernährung, Wohnen und Konsum wurde vom Nationalpark Gesäuse in einem eigenen Bus präsentiert. Der ökologische Fußabdruck beschreibt jene Fläche auf der Erde, die ein Mensch verbraucht, um dauerhaft seine Bedürfnisse (Wohnen, Ernährung, Mobilität und Konsum) decken zu können. Er kann auch für Länder und Regionen berechnet und verglichen werden. Im Rahmen der Station konnten die SchülerInnen ihren persönlichen Lebensstil erkunden und mit anderen Ländern vergleichen. Sie wurden dazu angeregt, Maßnahmen zu überlegen um den Fußabdruck in Zukunft verringern zu können. Ziel ist es, ein stärkeres Bewusstsein für einen verantwortungsvollen, nachhaltigen Umgang mit unserer Erde und den natürlichen Ressourcen zu schaffen.

Rechtzeitig zur Veranstaltung hat die HBLFA Raumberg-Gumpenstein auch die Broschüre „Am Land“ veröffentlicht. Es handelt sich um eine detaillierte Beschreibung der Naturschutzflächen mit wertvolle Informationen und eindrucksvollen Bildern zu Pflanzen- und Tierarten. Auch das Thema „Neophyten“ wird behandelt und für Schulkinder gibt es interessante Anleitungen für das spielerische Erforschen der Natur.

Die SchülerInnen waren begeistert bei der Sache und können ihr neu gewonnenes Wissen auch in der Schule anwenden und weitervermitteln. Auch die regionale Bevölkerung zeigte großes Interesse an der Veranstaltung und den Besonderheiten der Natur am Fuße des Grimmings.

 

 

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(Organisation: Stabstelle Akquisition)