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Stoffflüsse, Futtererträge und Biodiversität bei differenzierter Grünlandbewirtschaftung in Österreich

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Datum der Datei: 18.12.2013 12:47:15
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In Österreich wurde im Jahr 2002 vom LFZ Raumberg-Gumpenstein in Kooperation mit 23 landwirtschaftlichen Fachschulen ein Netzwerk an Feldversuchen auf Dauergrünland mit insgesamt 27 Versuchsstandorten installiert, um die Auswirkungen von Klima, Standort und Bewirtschaftungsintensität auf Ertrag, Futterqualität, Nährstoffflüsse und pflanzliche Biodiversität über einen längeren Zeitraum auf Dauerwiesen untersuchen zu können. Die mehrfaktoriellen statistischen Auswertungen ergaben, dass sich der Jahreseffekt am stärksten auf den Trockenmasse-Ertrag und nicht so ausgeprägt auf die Qualität auswirkte. In Jahren mit extremen Wetterbedingungen, vor allem Frühjahrs- oder Sommertrockenheit, waren Einbußen im Jahresertrag um bis zu 70 % gegenüber einem Durchschnittsjahr zu verzeichnen. Insbesondere die intensivere Bewirtschaftung (4 Schnitte, Düngung von 2,0 RGVE/ha) erwies sich als empfindlicher gegenüber klimatischem Stress. Der zweitgrößte Einflussfaktor auf den TM-Ertrag war der Standort. Dauerwiesen in besten Gunstlagen konnten, unabhängig von der Bewirtschaftungsintensität, gegenüber benachteiligten Lagen mehr als Doppelte an Ertrag bilden. Die Standort-Spannweite reichte im TM-Ertrag von 44,5 bis 118,4 dt TM/ha und Jahr. Die Intensität der Bewirtschaftung war der drittstärkste Einflussfaktor auf den TM-Ertrag. Zweischnittige Dauerwiesen erreichten im Durchschnitt 69,0 dt TM/ha, bei drei Schnitten konnten 77,5 dt TM/ha und bei einem Vierschnittsystem insgesamt 82,0 dt TM/ha geerntet werden. Der Effekt der Bewirtschaftungsintensität ist auf die Koppelung von Nutzung und Düngung zurückzuführen, weil der kreislaufbezogene Düngerinput mit Anhebung der Nutzungshäufigkeit ebenfalls gesteigert wurde (2 Schnitte – 0,9 RGVE/ha; 3 Schnitte – 1,4 RGVE/ha; 4 Schnitte – 2,0 RGVE/ha). Mit zunehmender Nutzungshäufigkeit reduzierte sich die N-Effizienz. Bei zwei Schnitten konnten pro kg gedüngtem Stickstoff durchschnittlich 168 kg TM/ha gebildet werden, im Dreischnittsystem 123 kg TM/ha und im Vierschnittsystem nur mehr 53 kg TM/ha. Die N-Effizienz war stark an die Ertragsbildung gebunden, daher waren die Einflussgrößen gleich wie beim TM-Ertrag. Auf jenen Standorten, wo parallel zwei Düngungssysteme (Gülle bzw. Stallmist/Jauche) getestet wurden, konnte eine signifikant bessere N-Effizienz bei der Güllevariante beobachtet werden. Der Vorsprung der Güllevariante nahm mit Zunahme der Nutzungshäufigkeit von + 33 kg TM/kg N (Zweischnittsystem) auf + 6 kg TM/kg N (Vierschnittsystem) ab. Veränderungen im Pflanzenbestand von Dauerwiesen auf unterschiedlichen Standorten und differenzierter Bewirtschaftungsintensität ergaben für ein Zweischnittsystem im Durchschnitt eine lineare Erhöhung des Gräseranteils (61 % auf 70 %) und eine lineare Reduktion im Anteil an Leguminosen von 14 % auf 8 %. Der Kräuteranteil stieg anfänglich von 25 % auf 29 % und senkte sich bis zum 10. Versuchsjahr auf 21 %. Drei- bzw. Vierschnittsysteme reagierten im Verlauf von zehn Beobachtungsjahren in der Entwicklung des Pflanzenbestandes mit einem gleichbleibenden Gräseranteil (~55 %), der Leguminonsenanteil verzeichnete einen linearen Rückgang von 16 % auf 10 %. Bei Bewirtschaftungsintensitäten mit drei oder vier Nutzungen und darauf abgestimmtem Düngungsniveau stieg der Kräuteranteil im Durchschnitt der Standorte linear von 27 % auf 34 % an. Das österreichische Feldversuchsnetzwerk im Dauergrünland war die Datengrundlage für zwei erwähnenswerte, umfangreiche Arbeiten. Zum einen war das die Dissertation von Dr. Andreas Schaumberger zum Thema „Räumliche Modelle zur Vegetations- und Ertragsdynamik im Wirtschaftsgrünland“ und zum zweiten konnte das EU-Projekt „Ermittlung der Grundfutterproduktion in Österreich“ mit Hilfe der Projektdaten abgewickelt werden.

 

Resch, R., 2012: Stoffflüsse, Futtererträge und Biodiversität bei differenzierter Grünlandbewirtschaftung in Österreich. Abschlussbericht Forschungsprojekt NEFA 2345 (DaFNE 100080), LFZ Raumberg-Gumpenstein, 29 S.

 

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