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3 2017 odours olfaktometrie
Projektleiter: Kropsch, Michael

Nicht nur auf dem Sektor der Berechnung von Lärmimmissionen sind computergestützte Modelle aus dem täglichen Arbeitsalltag kaum mehr wegzudenken – gleichermaßen gilt dies auch für die Kalkulation von Geruchsbelastungen in einem bestimmten Zielgebiet. Ausbreitungsmodelle erfahren u. a. in jenen Situationen Anwendung, in denen messtechnisch keine Erfassung der Luftgütesituation möglich ist – dies trifft im Besonderen auf die Analyse von Gerüchen zu.

Bis dato ist die einzig praktikable „in vivo“-Methode zur Beurteilung von Gerüchen die Durchführung einer Olfaktometrie; eine Probenahme ist hier jedoch nur direkt im Quell- und nicht im Immissionsbereich zielführend. In derartigen Anlassfällen ist die Verwendung von Ausbreitungsmodellen eine Hilfe – nur so lassen sich Geruchsbelastungen in einem definierten Zielgebiet eruieren. Mit computergestützten Ausbreitungsmodellen lässt sich darüber hinaus der Beitrag verschiedener Quellen zum Gesamtbelastungsausmaß ermitteln.

Beim gegenständlich zu untersuchenden GRAL handelt es sich um ein komplexes numerisches Modell (Lagrange Modell) mit bewegtem Koordinatensystem. In „Zusammenspiel“ mit dem vorgeschalteten Strömungsmodell GRAMM (Graz Mesoscale Model), durch spezielle Algorithmen für Ausbreitungsbedingungen bei niedrigen Windgeschwindigkeiten und die Eingabe verschiedener Quelltypen und Quellgruppen sowie komplexer Gelände und Gebäude, erfährt dieses Programm zunehmend Anwendung in der Berechnung von Immissionsbelastungen durch Schadstoffe. Für Stickoxide (NOx) bzw. für Tracer-Gas-Simulationen liegen nationale und internationale Validierungsdatensätze vor; ein normenkonformer Abgleich der prognostizierten Geruchsbelastung und der tatsächlichen Probandenempfindung im Feld fehlt bis dato.

Eine anerkannte Methode zur Evaluierung von Geruchs-Ausbreitungsmodellen sind Geruchsbegehungen; diese sind gemäß EN 16841-1:2016 (Außenluft – Bestimmung von Geruchsstoffimmissionen durch Begehungen – Teil 1: Rastermessung) durchzuführen. Als Resultat einer Geruchsbegehung werden Jahresgeruchsstunden für bestimmte, zuvor definierte, Flächen (Raster) oder für ausgewiesene Punkte erhalten. Diese Ergebnisse können direkt mit den Werten aus der computerunterstützten Geruchsimmissions­berechnung zum Vergleich gebracht werden. 

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Geruchsbegehung zur Evaluierung der Berechnungsergebnisse eines computergestützen Ausbreitungsmodells

Kropsch Michael (2017 - 2018)