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Projektleiterin: Ing. Irene Mösenbacher-Molterer, Daniel Eingang

Es gibt relativ viele Literaturangaben zum Begriff der sogenannten „Optimaltemperatur". Dabei wird unterstellt, dass maximale Leistungen der Tiere in einem gewissen Temperaturbereich erbracht werden können. Experten haben deutliche Zusammenhänge zwischen der Stalltemperatur und der Leistung gefunden. Bei niedrigen und höheren Temperaturen nahmen die Leistungen beträchtlich ab, bei einigen Versuchen wurden jedoch auch ständige Leistungsverbesserungen der Tiere mit steigender Temperatur erzielt.

Angegebene Optimaltemperaturen liegen bei leeren und tragenden Sauen zwischen 8 - 18 °C, hinsichtlich des Abferkelstalles findet man Temperaturangaben von 8 °C / 20 - 22 °C und 32 °C (mit / ohne Einstreu bzw. Anforderungen neugeborener Ferkel). Der Ferkelaufzuchtsstall soll mit Alter und Gewicht abnehmende Temperaturen zwischen 26 und 22 °C aufweisen. Weiterführend soll diese Temperatur beim Einstallen von Mastschweinen vorerst konstant gehalten werden, wobei sich diese bis zum Ende der Mast auf ca. 16 °C verringern soll. Es ist also sehr schwierig, in einem kombinierten Stall (Zucht, Aufzucht sowie Mast in einem Gebäude) alle Temperaturerfordernisse gleichermaßen berücksichtigen zu können.Im Schweinezucht- und Maststall der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein (Lehrhof Trautenfels) sollen daher die aktuell herrschenden Stallklimazustände überprüft werden. Entgegen der Literaturangaben sind die dort herrschenden Temperaturen im Vergleich zu anderen Ställen als sehr niedrig einzustufen (um die + 4-5 °C), weiters wird die Lüftungsanlage während der Wintermonate nur mit Schwerkraft betrieben. Um die Wärmeversorgung der Ferkel zu sichern, werden Wärmelampen eingesetzt. Die Sauen sowie der Eber haben ständigen Zugang zu einem überdachten Auslauf.

Methode: Ein Mini- sowie ein MikromecMultisens-DataLogger der Abteilung werden zur Dokumentation der Stalltemperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit im Stall sowie im Außenbereich (Auslauf) installiert. Die gewonnenen Daten werden 14-tägig ausgelesen. Bei dieser Gelegenheit werden zur Einschätzung des Luftwechsels mit elektronischen Geräten die Fremdgase CO2, NH3 und H2S in den Bereichen Zuchtsauen/Eber, Auslauf, Abferkelung, Aufzucht sowie Mast gemessen.

Ziel: Die Messergebnisse sollen aufzeigen, dass bei entsprechender Luftgüte keine gesundheitlichen Einschränkungen der Tiere auftreten. Die Auswertung und Interpretation der Daten soll diesbezügliche Empfehlungen für die Praxis ermöglichen. Die Ergebnisse werden in praxisrelevanten Fachzeitschriften publiziert.

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Stallklimaerhebungen Schweinestall „Moarhof“

Mösenbacher-Molterer Irene (2006)