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Um die Austräge an Nährstoffen, insbesondere des leicht wasserlöslichen Nitrates, aus landwirtschaftlichen Kulturen über die Sickerwasserbewegungen ins Grundwasser qualitativ und quantitativ erfassen zu können, werden Messungen mit Lysimetern vorgenommen.

 

Diese sind aber in ihrer Errichtung teuer und im Betrieb nicht immer praxiskonform, sodass nach anderen Methoden gesucht wird. Eine davon ist der Einsatz von sogenannten Sickerwassersammlern, auch Krumenlysimeter genannt. Diese sind leicht im jeweiligen Boden zu versetzen und zeigen auch die für Lysimeter spezifischen Oaseneffekte nicht.
Da in Gumpenstein bereits Schwerkraftlysimeter im Einsatz standen und zu diesen auch dazugehörende Feldversuche existierten, wurden in deren Parzellen die sogenannten Sickerwassersammler eingesetzt, um so zu einem Vergleich der beiden Methoden zu kommen.

Der Einbau der Sickerwassersammler in die Feldversuchsparzellen verlief problemlos, jedoch traten bei zwei von den fünf eingesetzten Sickerwassersammlern kurz nach dem Einbau Dichtungsprobleme auf, sodass nochmals der Boden aufgegraben werden musste, um die Bodenplatten gegenüber den Saugplatten abzudichten und neu einzusetzen. Während des Versuchszeitraumes wurde mehr Sickerwasser aus den Lysimetern erhalten als aus den Sickerwassersammlern, von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen. Die Nitratkonzentrationen waren in den Sickerwässern der Krumenlysimeter unmittelbar nach der Zeit des Einbaues natürlich höher als in denen der Schwerkraftlysimeter. Das verwundert nicht, da durch die starke Sauerstoffzufuhr in den Boden zum Zeitpunkt des Einbaues natürlich auch eine höhere N-Mineralisierung einsetzte.
Der Anstieg der Nitratkonzentrationen unmittelbar nach der Feldbearbeitung, wie z.B. der Saatbeetbereitung hat dieselbe Ursache. Dass die Nitratanstiege unter den Versuchsparzellen höher waren als in den Lysimetern ist aus dem Umstand erklärlich, dass die Feldbestellung mittels Fräse eine wesentlich stärkere Durchlüftung und N-Mineralisierung im Oberboden mit sich bringt, als das bloße Umstechen mit dem Spaten auf den Lysimeterkammern.
So ist sicher ein Vorteil der Sickerwassersammler, dass sie die natürlichen Bedingungen im Feld, sei es nun lateraler oder oberflächlicher Abfluss des Wassers, wie auch Bodenverdichtungen und Bodenbelüftungen durch Maschineneinsatz, gut widerspiegeln.
Die Verwendung von Lysimetern wiederum lässt eine genauere Rekonstruktion der Auswaschungsvorgänge zu, da Effekte wie oberflächlicher oder lateraler Abfluss verhindert werden können.

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Vergleich Lysimeter

Eder Gerfried (2000 - 2003)