Sie benutzen eine uralte Version von Microsofts InternetExplorer.
Diese Version wird von unserer Website nicht mehr unterstützt.
Bitte aktualisieren Sie Ihren InternetExplorer oder wechseln Sie zu einem anderen modernen Browser.

Image

Projektleiter: Dr. Bernhard Krautzer

Die Beherrschung der Erosion mit allen ihren Folgewirkungen wie vermehrtem Oberflächenabfluss und Bodenabtrag bis hin zur Verkarstung stellt eines der wesentlichen Probleme bei Rekultivierungsarbeiten in Hochlagen dar.

Durchschnittliche Hangneigungen von 30 bis 45 % im Bereich von Schipisten und weit darüber im Bereich von natürlichen Erosionszonen sowie Lawinenverbauungen machen Begrünungsverfahren mit ausreichendem Erosionsschutz zur Voraussetzung für eine erfolgreiche Wiederbegrünung.  

Erst eine ausreichende Vegetationsdecke stabilisiert den Oberboden und reduziert Bodenerosion auf ein akzeptables Maß. Solch ein natürlicher ausreichender Schutz vor Erosion wird frühestens in der zweiten Vegetationsperiode erreicht.

In einer Reihe von Versuchen mit Erosionsanlagen wurde die Beziehung zwischen Begrünungstechnik und Erosionsverhalten beobachtet. Es konnte deutlich beobachtet werden, dass nur bei Verwendung von Mulchdecken sowohl erhöhte Oberflächenabflüsse als auch nennenswerte Bodenabträge vermieden werden. Der deutlich bessere Erosionsschutz bei Abdeckung des Oberbodens durch so unterschiedliche Materialien wie Heu, Stroh, Netze oder Matten kann durch die schützende Wirkung des organischen Materiales erklärt werden. Dabei wird die (kinetische) Energie der Regentropfen abgebaut und das Wasser sickert langsam in den Boden. Dadurch werden die Bodenaggregate vor Zerstörung bewahrt. Die Kapillaröffnungen des Bodens verschlämmen nicht und deutlich höhere Wassermengen können in den Boden einsickern. Ohne Abdeckung des Oberbodens mit Mulchmaterial haben standortgerechte und schnellwüchsige Saatgutmischungen in den ersten 4 bis 8 Wochen nach der Ansaat ein vergleichbar schlechtes Erosionsverhalten. Wie schon erwähnt kann das Erosionsverhalten durch die Verwendung von Deckfrüchten anstatt Mulchdecken in Hochlagen nicht nennenswert verbessert werden.

Weitere Informationen zur Projektabwicklung gibt es in der Datenbank für Forschung und nachhaltige Entwicklung (Dafne) -> Link

Please Wait

 

Schutzwirkung verschiedener Begrünungsverfahren nach Rekultivierungen in Höhenlagen

Krautzer Bernhard (2003)