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Projektleiter: Doz. DI Dr. Karl Buchgraber

 

Die österreichische Grünlandwirtschaft benötigt jährlich Saatgutmischungen für rund 60.000 Hektar zur Neuansaat und Nachsaat von Dauerwiesen, Dauerweiden und für den Feldfutterbau. Das entspricht einer Saatgutmenge von rund 3.000 t, wobei davon rund 95% aus dem Ausland importiert werden. 

Die verwendeten Sorten kommen zu 99% aus dem Ausland.

Die unterschiedlichen Standort- und Nutzungsverhältnisse in den Grünlandregionen Österreichs stellen hohe Anforderungen an die Saatgutmischungen. Immer wieder kam es in der Praxis vor, dass Mischungen nach zwei, drei Jahren im Ertrag und im Pflanzenbestand keine zufrieden stellenden Ergebnisse brachten. Die Gründe dafür könnten in der nicht optimal zusammengestellten Mischung oder in der Verwendung von Sorten, welche den klimatischen Erfordernissen nicht entsprechen, liegen. Im Alpenraum werden besondere Ansprüche an die Ausdauer der in den Mischungen verwendeten Sorten gestellt.

In exakten Feldversuchen wurden 16 Qualitätssaatgutmischungen für den Feldfutterbau sowie 16 Qualitätssaatgutmischungen für Dauerwiesen und Dauerweiden auf den Standorten Gumpenstein, Admont, Bischofshofen und Piber über einen Zeitraum von vier Jahren (Anlagejahr und drei Hauptnutzungsjahre) geprüft, um beurteilen zu können, wie sich die eingesetzten Mischungen hinsichtlich Ertrag, Futterqualität und Zusammensetzung und Entwicklung des Pflanzenbestandes über mehrere Jahre bewähren. Das Ertragsniveau der geprüften Feldfuttermischungen war auf den vier Standorten bei viermaliger Nutzung unterschiedlich hoch. Am Standort Gumpenstein lagen die Erträge der Feldfuttermischungen im ersten Hauptnutzungsjahr zwischen 82,0 und 108,5 dt TM/ha. Einzelne Mischungen erreichten im dritten Hauptnutzungsjahr Erträge von 103,8 bis 111,4 dt TM/ha. Am Standort Piber lagen die Trockenmasseerträge der Feldfuttermischungen im ersten Hauptnutzungsjahr zwischen 65,6 und 113,6 dt TM/ha. Ab dem zweiten Hauptnutzungsjahr war ein starker Ertragsrückgang feststellbar.
Bei den Dauergrünlandmischungen lagen die durchschnittlichen Erträge über alle Versuchsjahre am Standort Gumpenstein zwischen 93,7 und 111,1 dt TM/ha. Über alle drei Versuchsjahre war ein Ertragsanstieg feststellbar. Vergleicht man diese Ertragsdaten mit denen der Feldfuttermischungen, so ergibt sich, dass die Dauergrünlandmischungen mit dreimaliger Nutzung über den gesamten Versuchszeitraum am Standort Gumpenstein höhere TM-Erträge brachten als die Feldfuttermischungen bei viermaliger Nutzung.
Am Standort Gumpenstein zeigen die Pflanzenbestandsaufnahmen bei den Dauerwiesenmischungen, dass sich Goldhafer und Glatthafer gut durchsetzten. Wiesenschwingel, Timothe und Rotschwingel gingen in ihren Anteilen zurück, Wiesenrispe erreichte nur geringe Anteile. Englisches Raygras war im letzten Erhebungsjahr meistens nur in Spuren vorhanden. Rotstraußgras, Fioringras und Schwedenklee als Mischungspartner in den Mischungen für rauhe und feuchte Lagen konnten sich nicht durchsetzen.

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Überprüfung der Qualitätssaatgutmischungen auf die Sortenbeständigkeit und deren Konkurrenzkraft sowie Feststellung des Ertrages und der Futterqualität

Buchgraber Karl (1995 - 2002)
 
 

 

Weitere Informationen zur Projektabwicklung gibt es in der Datenbank für Forschung und nachhaltige Entwicklung (Dafne) -> Link