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Projektleiter: Dr. Markus Herndl

Topografisch ist Österreich hauptsächlich von den Alpen geprägt, wo je nach Höhenlage und Jahreszeit Niederschläge in einer mehr oder weniger langen Zeitspanne in Form von Schnee anfallen. 

Schnee kann während der Schmelzperiode Wasser zeitlich und räumlich je nach Witterung und Untergrund unterschiedlich frei geben. Die Kenntnis wie viel Wassermenge in der Schneedecke gebunden ist (Schneewasseräquivalent) wird vorwiegend zur Vorhersage des Lawinen- und Hochwassergefahrenpotentials herangezogen.Diese Kenngröße kann aber auch wichtige Informationen hinsichtlich Einfluss von Schneeakkumulation und –schmelze auf die Grundwasserneubildung liefern.

Neben manuellen Messtechniken, kann das Schneewasseräquivalent durch ein Schneekissen bestimmt werden. Seit dem Winter 2008/2009 ist an der Westseite des Stoderzinkens (1830 m Seehöhe) zusätzlich zu einem wägbaren monolithischen Lysimeter und einer Wetterstation ein Schneekissen installiert. Die zentrale Fragestellung ist, wie viel Schnee (Schneewasseräquivalent) in dem Untersuchungsgebiet vorhanden ist und welcher Anteil davon wann als Schmelzwasser abfließt.

Ziele des Projektes:

  • Den Einfluss von Klimaelementen auf Schneeakkumulation und –schmelze am Versuchsstandort zu untersuchen und zu quantifizieren
  • Die Schneehöhe bzw. das Schneewasseräquivalent mit Schneekissen und ETH-Rohr zu messen
  • Eine Methode zu entwickeln, die es erlaubt am Lysimeter das Schneewasseräquivalent zu messen
  • Den Vergleich von technischen Messmethoden mit Modellierungsergebnissen
  • Den Anteil des Schneeschmelzwassers auf die Grundwasserneubildung am Standort zu bestimmen
  • Die erhobenen Daten für den hydrografischen Dienst, Lawinenwarndienst und anderen Forschungseinrichtungen bereitzustellen

Mit den Informationen aus dieser Studie kann man Rückschlüsse ziehen, welchen Anteil die Schneeakkumulation an der Grundwasserneubildung an diesem Gebirgsstandort hat. Weiters kann durch Vergleich der modellierten Schneeschmelze mit den Lysimetermessungen berechnet werden, ob und in welcher Menge ein Zufluss von Schmelzwasser aus den benachbarten Bereichen vorliegt. Nicht zuletzt sollen die erhaltenen Erkenntnisse für weitere wissenschaftliche Untersuchungen im Bereich Schneehydrologie und in der Erforschung von Lawinen und Hochwasserprognose bereit gestellt werden.

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Einfluss von Schneeakkumulation und –schmelze auf die Grundwasserneubildung am Gebirgsstandort Stoderzinken.

Herndl Markus (2009 - 2010)
 

 

Weitere Informationen zur Projektabwicklung gibt es in der Datenbank für Forschung und nachhaltige Entwicklung (Dafne) -> Link

 

 

Projektpartner:

Ansprechpersonen:

Prof. Ulrich Strasser
Institut für Geographie und Raumforschung

Dr. Thomas Marke
Institut für Geographie und Raumforschung

 

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