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Einfluss zweier Mastverfahren (Stall vs. Weidefütterung) auf die Mastleistung (Tageszunahmen, Mastdauer), Schlachtleistung (Ausschlachtung, Fleischigkeit, Fettklasse, wertvolle Teilstücke) und Fleischqualität (Fettfarbe, Fettsäurenmuster, Wasserbindungsvermögen, Marmorierung ) von Kalbinnen.

Projektleiterin: Dr. Margit Velik

 

Die Bedeutung der Weidehaltung hat in den letzten Jahren stark zugenommen und es kann davon ausgegangen werden, dass die alternative Rindfleischerzeugung (Weiderindhaltung und Mutterkuhhaltung) in Dauergrünlandgebieten in den nächsten Jahren aufgrund der Rahmenbedingungen (hohe Kraftfutterpreise, Umstellung von Haupt- auf Nebenerwerb, Arbeitsextensivierung, Einsatz von Futtermitteln zur Erzeugung erneuerbarer Energien, Erhalt der Kulturlandschaft) noch zunehmen wird. Die Haltung von Tieren auf der Weide (Milchkuh, Mutterkuh, Mastkalbin, Mastochse, Jungrind) ist ein Beispiel für ein arbeitsextensives, kostengünstiges, energieeffizientes und nachhaltiges Low-Input System, das hohe Grundfutterqualitäten bereitstellt und bei entsprechendem Weidemanagement gute Leistungen ermöglicht.

Das vorliegende Projekt soll abklären, in welchen Merkmalen der Mastleistung (Tageszunahmen, Mastdauer), Schlachtleistung (Ausschlachtung, Fleischigkeit, Fettklasse, wertvolle Teilstücke) und Fleischqualität (Fettfarbe, Fettsäurenmuster, Inhaltsstoffe, Wasserbindungsvermögen, Marmorierung) sich die Weidemast von der Stallmast unterscheidet. Es erfolgt eine wirtschaftliche Bewertung der beiden Mastverfahren.

Das vorliegende Projekt ist ein Folgeprojekt des 2008 gestarteten Projektes Schlachtkörper- und Fleischqualität von Mastrindern im Grünland (Weide vs. Silagefütterung).

Im vorliegenden Projekt werden 20 Kalbinnen (Fleckvieh x Charolais) im Gewichtsbereich von 300 bis 550 kg Lebendgewicht gemästet. Die Kalbinnen werden in zwei Gruppen geteilt; der Stallgruppe wird als Grundfutterration 70 % Grassilage und 30 % Heu sowie 2 kg Kraftfutter pro Tier und Tag gefüttert. Die Weidegruppe erhält während der gesamten Vegetationsperiode ausschließlich Weide. Im Herbst werden die Tiere der Weidegruppe mit der gleichen Ration wie die Stallgruppe fertig gemästet. Die Kalbinnen werden wöchentlich gewogen. Von allen Futtermitteln (außer Weide) werden repräsentative Futterproben gezogen. Die Futter- und Nährstoffaufnahme der Stallgruppe wird täglich tierindividuell mittels Calan-Gates erhoben. Es werden Daten zur Mastleistung, Schlachtleistung und Fleischqualität bei unterschiedlichem Fütterungsregime erhoben.

 

Im vorliegenden Projekt sollen folgende Fragestellungen bearbeitet werden:

  • Aufzeigen der Möglichkeiten und Grenzen Kalbinnen auf Kurzrasenweide ohne Kraftfutterergänzung zu mästen
  • Aufzeigen von Unterschieden zwischen der Kalbinnennmast auf der Weide (mit Endmast im Stall) und reiner Stallfütterung mit Silage und moderaten Kraftfuttermengen hinsichtlich Mastleistung, Schlachtleistung und Fleischqualität
  • Untersuchung des Fettsäurengehaltes und der Fettsäurenzusammensetzung des Kalbinnenfleisches; Abklären von Unterschieden im Fettsäurenmuster bei unterschiedlichen Grünland-Fütterungssystemen
  • Betriebswirtschaftliche Bewertung der beiden Mastverfahren

Weitere Informationen zur Projektabwicklung gibt es in der Datenbank für Forschung und nachhaltige Entwicklung (Dafne) -> Link

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Kalbinnenmast im Grünland (Weide vs. Silagefütterung) – Mast-, Schlachtleistung und Fleischqualität

Velik Margit (2009 - 2010)