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Der Ertrag als auch der Futterwert von Silomais wird durch mehrere Faktoren bestimmt. Neben Vegetationsstadium und Standort spielt auch der Einfluss der Sorte eine entscheidende Rolle. In diesem Projekt sollen neun aktuelle, wichtige und in Zukunft bedeutende Sorten geprüft werden.

Projektleiter: DI Marcus Urdl

 

 

In einem ersten Schritt werden die Trockenmasse- und Energieerträge sowie die Kolbenanteile in Abhängigkeit der Sorte ermittelt. Dies erfolgt durch Trennung der Silomaispflanze in Kolben und Restpflanze bei der Ernte und Wiegung des Ertrags beider Pflanzenteile an Frischmasse sowie anschließender TM-Bestimmung.

Pansenphysiologische Untersuchungen an fistulierten Ochsen sollen Aufschluss darüber geben, welches Fermentationsmilieu sich bei der Verfütterung hoher Anteile der aus den neun Sorten hergestellten Maissilagen im Pansen einstellt. Der pH-Wert, der Gesamtfettsäurengehalt und das molare Verhältnis der gebildeten flüchtigen Fettsäuren zueinander bestimmen mit über die weitere Wirkung im Stoffwechsel der Wiederkäuer. Mit Hilfe der Fisteltiere lassen sich aussagekräftige, über die Weender Analyse hinaus gehende Untersuchungen hinsichtlich der Charakterisierung von Silomais treffen. Inkubationsversuche mit den silierten Kolben und Restpflanzen liefern Parameter des Trockenmasse- und Nährstoffabbaus im Pansen. Unterschiede im löslichen und potenziell fermentierbaren Anteil bspw. der Stärke beeinflussen die duodenale Anflutung mit Nährstoffen und die Energiebereitstellung für Wiederkäuer. Die Kohlenhydrat- und Proteinfraktionen des Cornell-Systems dienen der umfassenden Analyse der geprüften Sorten.

Da die Aussagen in der Literatur diesbezüglich widersprüchlich sind, soll anhand der in Österreich wichtigsten Silomaissorten letztendlich der Frage nachgegangen werden, wie sich die (erwarteten) Unterschiede der neun Maissilagen auf die Futteraufnahme und Milchleistung von Milchkühen auswirken. Um ein klares Ergebnis zu erhalten, werden die Silagen einen hohen Anteil der Ration ausmachen.

Dadurch kann auch eine weitere, immer bedeutender werdende Forschungsfrage, bearbeitet werden: Die Fettsäuren(FS)-Zusammensetzung der Milch. Die Gehalte der in der Humanernährung als günstig angesehenen Omega-3-FS und weiters konjugierter Linolsäuren (cis9-trans11 C18:2 = Rumenicsäure, trans-11 C18:1 = Vaccensäure) bilden bei dieser Versuchsanstellung mit einer extrem Silomais-betonten Fütterung eine negative Kontrollvariante im Gegensatz zu Milch aus alpiner Vollweidehaltung. Ein neuer Aspekt ist auch die Untersuchung des Einflusses verschiedener Maissorten auf die Fettsäurenzusammensetzung der Milch.

Weitere Informationen zur Projektabwicklung gibt es in der Datenbank für Forschung und nachhaltige Entwicklung (Dafne) -> Link

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Prüfung des Futterwertes aktueller Silomaissorten

Urdl Marcus (2008 - 2011)