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12 2019 terler healthycalf
In diesem Forschungsprojekt soll getestet werden, welchen Einfluss die Grundfutterqualität auf die
Pansenentwicklung und Gesundheit von Aufzuchtkälbern,
im Vergleich zu herkömmlichem, auf Getreide basierenden, Kälberstarterfutter, hat.

 

 

 

Projektleiter: DI Georg Terler

In den letzten Jahren konzentrierte sich die Forschung in der Kälberfütterung auf den Einfluss verschiedener Tränkekonzepte auf die Entwicklung von Kälbern. In diesem neuen Forschungsprojekt soll dagegen untersucht werden, welchen Einfluss die Zusammensetzung des Festfutters und die Grundfutterqualität auf die Entwicklung der Tiere in den ersten drei Lebensmonaten hat.

Die weltweit steigende Milchproduktion begründet sich neben einer intensiven Milchkuhfütterung auch auf einer in den letzten Jahrzehnten intensivierten Kälberaufzucht. In diesem Zusammenhang wird ein frühes Absetzen von der Milch und einer geförderten frühen Aufnahme von Kraftfutter angestrebt. Da Wiederkäuer per se Zelluloseverwerter sind und nicht auf die Fütterung von stärkereichem Getreide als Energie- und Nährstoffquelle angewiesen sind, ist es zielführend, Fütterungsstrategien zu untersuchen, die den Einsatz von Kraftfutter in der Wiederkäuerernährung minimieren. Ein kürzlich durchgeführtes Projekt zeigte, dass durch die Verfütterung von qualitativ hochwertigem Heu, welches über einen erhöhten Zucker- und Proteinanteil verfügt (jeweils ~20 % in der Trockensubstanz), der Einsatz von Kraftfutter in der Milchkuhfütterung ohne Leistungseinbußen reduziert werden kann.

Deswegen soll in dieser Studie getestet werden, welchen Einfluss die Verfütterung von qualitativ hochwertigem Heu mit erhöhtem Zucker- und Eiweißgehalt im Vergleich zu einem stärkereichen Kälberstarterfutter auf die Entwicklung und Gesundheit des Pansens von Aufzuchtkälbern hat. Kälberstarter bestehen aus leicht verdaulichen, stärkereichen Getreiden, die zwar den Bedarf an Energie decken, aber aus physiologischer Sicht problematisch für die Entwicklung eines gesunden Pansens sein können. Dagegen zeichnet sich qualitativ hochwertiges Heu, im Vergleich zum Kälberstarter, durch einen höheren Faseranteil aus und bietet gleichzeitig hohe Energie- und Nährstoffgehalte. Zudem soll auch untersucht werden, welchen Einfluss die Heuqualität (Zuckerheu vs. typisches Kälberheu) auf die Futteraufnahme und die Entwicklung der Kälber hat.