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12 2017 terler hirse 1
In diesem Teil-Projekt des EIP-Projekts „Innobrotics“ sollen umfangreiche Untersuchungen zum Futterwert von Hirse und Hirse-Silagen durchgeführt werden.
Die Ergebnisse dieses Projekts können wertvolle Erkenntnisse für die Praxis liefern.
Darüber hinaus können die Ergebnisse auch den Landwirten, die bereits heute oder in Zukunft Hirse einsetzen, eine
Hilfestellung bei der Erstellung von Rationen und dadurch bei der Optimierung von tierischen Leistungen sein.

 

Projektleiter: DI Georg Terler

In Mitteleuropa gibt es bis dato kaum Erkenntnisse zum Futterwert von Hirse in der

Rinderfütterung. Besonders in Ackerbauregionen wird Hirse bereits häufig aufgrund der

Maiswurzelbohrer-Problematik als Alternative zu Mais eingesetzt. Allerdings gibt es

bislang keine oder nur wenige Informationen darüber, welche Leistungen beim Einsatz von Hirse-Silage
erwartet werden können und wie Hirse-Silage in Rationsprogrammen behandelt werden

soll. Neben der vermutlichen Resistenz gegen den Maiswurzelbohrer zeichnet die Hirse im

Vergleich zu Mais auch ihre Trockenheitstoleranz aus, weshalb sie in Zeiten steigender

Klimaerwärmung zunehmend an Bedeutung gewinnen könnte. Deshalb sollen die

Ergebnisse dieses Projekts in der Lehre und Weiterbildung verwendet werden, um

vermehrt auf die Vor- und Nachteile von Hirse als alternative Kulturpflanze hinzuweisen.
Bisherige Versuche zum Futterwert von Hirse wurden vor allem in den

niederschlagsarmen Regionen der USA durchgeführt, da dort Hirse aufgrund ihrer

Trockenheitstoleranz eine interessante Alternative zu Mais ist. Untersuchungen zum

Hirse-Anbau in Europa und unter den hier herrschenden klimatischen Bedingungen

wurden bislang jedoch kaum durchgeführt.

In der Praxis herrscht derzeit noch große Unsicherheit, welcher Hirse-Typ und welcher

Erntezeitpunkt gewählt werden soll, um optimal konservierte Futterqualitäten erzeugen

zu können. Auch ist bis heute noch unklar, wie hoch die Verdaulichkeit von Kolben und

Restpflanze im Vergleich zu Mais ist. Durch getrennte Untersuchung dieser beiden

Pflanzenteile soll Klarheit darüber geschaffen werden. Die untersten 60 cm der

Restpflanze werden ebenfalls separat analysiert, um so Informationen über die optimale

Schnitthöheneinstellung bei der Ernte erhalten zu können.

Da die Inhaltsstoffe von Futtermitteln ein entscheidender Bestandteil von

Rationsprogrammen sind, können die Ergebnisse eine wertvolle Hilfestellung für die

landwirtschaftliche Beratung und die Optimierung von Rationen sein. So wird es anhand

der Ergebnisse dieses Projekts möglich sein, die Rinder leistungsgerecht und effizient mit

Hirse-haltigen Rationen zu versorgen.


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Futterwert und Siliereignung von Ganzpflanzensilagen verschiedener Hirse-Sorten in der Rinderfütterung

Terler Georg (2016 - 2019)