Sie benutzen eine uralte Version von Microsofts InternetExplorer.
Diese Version wird von unserer Website nicht mehr unterstützt.
Bitte aktualisieren Sie Ihren InternetExplorer oder wechseln Sie zu einem anderen modernen Browser.

12 2016 gruber geno
Die Diskussion über den Klimawandel hat dazu geführt, dass Wissenschaftler in verschiedenen Ländern begonnen
haben, Strategien zur Reduktion von Methanemissionen aus der Rinderhaltung zu entwickeln.
In Österreich verfügt die HBLFA Raumberg-Gumpenstein über die technische Einrichtung zur Messung der klimarelevanten Gase und Emissionen.

 

 

Projektleiter: DI Georg Terler

 

 

 

• Durchführung von Respirationsmessungen in Respirationskammern mit Hilfe der Methode der indirekten Kalorimetrie
• Bestimmung der Methan-, Kohlendioxid-, Lachgas- und Ammoniakproduktion von Milchkühen verschiedener Genotypen
• Bestimmung des Sauerstoff-Verbrauchs von Milchkühen verschiedener Genotypen
• Untersuchung des Einflusses des Kraftfutterniveaus auf Gasemissionen von Milchkühen
• Vergleich von TMR- und Grünfutter-Fütterung (Simulation der Weide) hinsichtlich Gasemissionen von Milchkühen
• Berechnung von Energie- und Proteinbilanzen der Milchkühe anhand der Daten der Respirationsmessungen sowie von Futtermittel-, Milch-, Kot- und Harnanalysen
• Statistische Auswertung der Ergebnisse
• Publikation der Ergebnisse in internationalen Journals sowie nationalen und internationalen Fachzeitschriften
• Vorträge bei mehreren nationalen und internationalen Tagungen

 

Eines der weltweit wichtigsten Themen in der heutigen Zeit ist der Klimawandel.
Im Dezember 2015 haben sich (beinahe) alle Staaten der Erde im Pariser Abkommen dazu verpflichtet, Maßnahmen zu setzen, um den Klimawandel einzudämmen. Ein wirtschaftlicher Sektor, der in einem gewissen Ausmaß zum Klimawandel beiträgt, ist die Landwirtschaft. Besonders der Methanausstoß von Wiederkäuern wird immer wieder als ein bedeutender Faktor für die globale Erwärmung diskutiert. Deshalb wird auch gefordert, Strategien zu finden, mit denen die Methanemissionen aus der Tierhaltung reduziert werden können. Fütterung und Genotyp sind zwei wesentliche Faktoren, die die Ausscheidung von Methan und anderen Gasen beeinflussen. Durch unterschiedliche Rationen und Genotypen der Kühe kann dieses Projekt wichtige Informationen für die Beurteilung von Milchproduktionssystemen liefern. Es ist davon auszugehen, dass die daraus gewonnen Daten in Zukunft für die Bewertung von landwirtschaftlichen Betrieben hinsichtlich ihres Treibhausgaspotentials herangezogen werden können. Weiters können die Ergebnisse in Zusammenarbeit mit Instituten aus anderen Ländern (im Rahmen des EU-Projektes METHAGENE) zur Weiterentwicklung von emissionsmindernden Strategien in der Tierhaltung beitragen. Neben der Feststellung von Treibhausgasemissionen aus der Tierhaltung eignet sich das angewendete Messverfahren auch zur Stoffwechselbilanzierung von Milchkühen. Durch Analysen von Futtermittel, Milch, Kot und Harn sowie die Feststellung der CO2-Produktion und des O2-Verbrauchs der Kühe kann die Energie- und Nährstoffverwertung der Tiere beurteilt werden. Anhand dieser Messungen können die aktuellen Fütterungsempfehlungen (Energie- und Proteinbedarf) überprüft und bei Bedarf angepasst werden.

Please Wait

 

Einfluss von Fütterung und Genotyp auf Methanproduktion sowie Energie- und Proteinstoffwechsel von Milchkühen

Terler Georg (2016 - 2020)