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12 2014 gruber zuckerheu

Der Einsatz von hohen Kraftfuttermengen in der Wiederkäuerfütterung
hat sich zunehmend etabliert, obwohl er sowohl tiergesundheitliche
und umweltrelevante als auch zunehmend ökonomische Konsequenzen
hat.

 

Projektleiter: Univ.-Doz. Dr. Leonhard Gruber

 

Der Einsatz von hohen Kraftfuttermengen in der Wiederkäuerfütterung
hat sich zunehmend etabliert, obwohl er sowohl tiergesundheitliche
und umweltrelevante als auch zunehmend ökonomische Konsequenzen hat.
Im Sinne einer nachhaltigen Agrarwirtschaft ist es unbedingt notwendig,
Wiederkäuer entsprechend ihrer physiologischen Ansprüche mit strukturreichen,
raufutterbasierten und stärkearmen Rationen zu füttern.
Die Hypothese, dass der Einsatz von Heu mit einem erhöhten Anteil an
Zuckern eine kosteneffiziente, energiereiche und vor allem gesunde
Fütterungsstrategie für Wiederkäuer bietet, soll in diesem Projekt
fundiert evaluiert und gestützt werden.
Unserer Hypothese zufolge führt die Verfütterung von zuckerreichem Grundfutter nicht zu einem
schnellen Abfall des Pansen-pH und stellt im Gegensatz zur
Stärkefütterung somit ein geringeres Risiko für die Entstehung einer
Pansenazidose dar.
Als Grundfutter wird ein qualitativ hochwertiges, in Österreich von der ARGE Heumilch produziertes Heu mit einem
erhöhten Zuckergehalt (ca. 200 g/kg TM) als Hauptfutterkomponente getestet.

Die detaillierten Ziele dieses Projektes sind:
1. Bestimmung der in vivo-Verdaulichkeit von Zuckerheu im Vergleich zu Kontrollheu bei Schafen
2. Bestimmung der in situ-Abbaubarkeit von Zuckerheu im Vergleich zu Kontrollheu bei pansen-fistulierten

Wichtige Fragen, die dabei geklärt werden sollen, sind:
1. Lässt sich der Energiebedarf von Wiederkäuern allein durch Energieheufütterung decken, ohne dass diese Fütterungsstrategie
    Konsequenzen für den Stoffwechselstatus hat?
2. Welchen Einfluss haben die unterschiedlichen Zucker/Stärke-Verhältnisse auf die Pansenabbaubarkeit?
    Kann durch den Ersatz von Stärke durch Zucker und durch die Bereitstellung von ausreichend strukturiertem Futter
    in Form von Energieheu der Pansen-pH stabil gehalten werden?
3. Wird die Energie- und Proteinverwertungseffizienz durch die unterschiedlichen Zucker/Stärke-Verhältnisse beeinflusst?

 

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Gruber Leonhard (2015 - 2016)