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13 2012 tanazi weide
Ziel des Projektes ist es zu untersuchen, was die besonderen Herausforderungen an das Weidesystem der Kurzrasenweide mit Milchziegen sind. Von speziellem Interesse sind die Nährstoffversorgung, besonders die Ergänzungsfütterung der Ziegen im Stall, sowie die Belastung der Ziegen mit Parasiten bei unterschiedlicher Weidezeit.

Projektleiter: Dr. Ferdinand Ringdorfer

 

Die Weidezeit ist entweder tagsüber (zwischen der Morgen- und Abendmelkung) oder während der Nacht (zwischen der Abend- und Morgenmelkung). Untersucht werden die Milchleistung, Milchinhaltsstoffe, Parasitenbelastung sowie die Futteraufnahme während der Stallhaltung.

Die Weidehaltung der Milchziegen wird vielfach als problematisch angesehen. Ziegen reagieren sehr rasch auf wechselnde Witterungsbedingungen sowie unterschiedliches Futterangebot mit einer abweichenden Futteraufnahme und dies wirkt sich unmittelbar auf die Milchleistung aus. Auch die Parasiten, die in den meisten Fällen mit der Weidehaltung verbunden sind, können zu einem Problem werden.
In diesem Projekt soll das System der Kurzrasenweide, welches in der Rinderhaltung sehr gut funktioniert, bei einer Milchziegenherde untersucht werden. Außerdem soll der Einfluss der Tag- oder Nachtweide untersucht werden. Eine Tag- oder Nachtweide könnte eine unterschiedliche Weidefutteraufnahme sowie eine verschiedene Belastung mit Parasiten zur Folge haben. Ob dies tatsächlich so ist und wie sich dies auf die Leistung auswirkt, soll in diesem Projekt untersucht werden.

Die vorhandene Ziegenherde des LFZ wird in 2 Gruppen zu je max. 14 Ziegen (je nach Ablammergebnis) geteilt. Die Teilung erfolgt aufgrund der Milchleistung und des Körpergewichtes. Mit Beginn der Vegetationsperiode (voraussichtlich Mitte April) werden die Ziegen abwechselnd tagsüber oder während der Nacht auf einer Kurzrasenweide gehalten. Die tägliche Weidedauer pro Gruppe beträgt 10 Stunden. Die Ziegen der beiden Versuchsgruppen weiden jeweils auf einer eigenen Weidefläche, die im Pflanzenbestand gleich sind. Die Weidefläche wird so berechnet, dass eine durchschnittliche Wuchshöhe von 6 - 8 cm gegeben ist. Die Wuchshöhe wird 2 x wöchentlich gemessen. Steigt die Wuchshöhe darüber hinaus, wird die Fläche verkleinert, sinkt sie, wird die Fläche vergrößert.
Während der Stallhaltungszeit wird die genaue individuelle Futteraufnahme der Ziegen ermittelt. Die Ziegen bekommen Heu und Kraftfutter rationiert angeboten. Das Kraftfutter wird am Melkstand je zur Hälfte bei jeder Melkung verabreicht. Die individuelle Milchmenge wird bei jeder Melkung gemessen. Zweimal in der Woche wird eine Milchprobe gezogen und die Milch auf die Inhaltsstoffe untersucht. Vor Beginn der Weideperiode, 4 Wochen nach Weidebeginn und gegen Ende der Weideperiode wird eine Milchprobe gezogen und das Fettsäuremuster bestimmt.
Vor Weidebeginn werden alle Ziegen entwurmt und der Erfolg anhand einer Kotprobenuntersuchung kontrolliert. Während der Weideperiode wird einmal im Monat eine Kotprobenuntersuchung auf Anzahl Eier pro Gramm Kot gemacht. Die Ziegen werden einmal pro Woche nach der Morgen- und nach der Abendmelkung gewogen.
Die Futteraufnahme, die Futterkosten und die Leistung sind neben der Tiergesundheit und die Kosten dafür die wichtigsten wirtschaftlich relevanten Parameter. Die ökonimische Auswirkung des Weidesystems kann aufgrund der gewonnenen Daten beurteilt werden und bildet einen wesentlichen Teil der Auswertung.

Die gewonnenen Erkenntnisse bezüglich Weidehaltung von Milchziegen können für die Milchziegenhalter eine wesentliche Entscheidungsgrundlage für ein eventuelles Weidemanagement sein. Weiters ist die Kenntnis des Einflusses der Fütterung bzw. Haltung auf die Milchqualität von Interesse und dies kann in der Vermarktung von Ziegenmilch eine Unterstützung sein.

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Kurzrasenweide als Tag- oder Nachtweide in der Milchziegenhaltun

Ringdorfer Ferdinand (2012 - 2014)