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13 2012 kitz az
Natürliche Aufzucht oder mutterlose Aufzucht, diese Frage müssen sich jährlich viele Milchziegenhalter stellen. Bei der mutterlosen Aufzucht wird ein Milchaustauscher eingesetzt und es soll geprüft werden, wie sich der Milchaustauscher im Vergleich zur Ziegenvollmilch auf die Mast- und Schlachtleistung der Kitze auswirkt.

Projektleiter: Dr. Ferdinand Ringdorfer

 

Ein weiteres Ziel des Projektes ist es, Aussagen über die Fleischqualität des Kitzfleisches bei unterschiedlicher Aufzucht zu machen. Die Prüfung der Wirtschaftlichkeit der beiden Aufzuchtmethoden ist ebenfalls Ziel des Projektes.

In der Ziegenherde des LFZ Raumberg-Gumpenstein werden voraussichtlich ab Ende Jänner 2012 die Ablammungen beginnen. Die Kitze werden gleich nach der Geburt von den Müttern abgesetzt und mit der Flasche mit Biestmilch versorgt. Nach der Biestmilchphase werden die Kitze in 2 Gruppen geteilt. Eine Gruppe bekommt Ziegenvollmilch (VO), die zweite Gruppe bekommt einen handelsüblichen Milchaustauscher (MAT) für Ziegen. Sowohl die Vollmilch wie auch der Milchaustauscher werden als kalte Sauertränke verabreicht, damit die Kitze ständig Zugang zur Milch haben. Die Ansäuerung erfolgt durch Beimischen von 2 ml/l einer 80%igen Ameisensäure. Die Verabreichung der Kalttränke erfolgt über Gummisauger, die über eine Leitung mit Rückschlagventil mit dem Vorratsbehälter verbunden sind. Die Tränke wird ad libitum verabreicht. Zusätzlich zur Tränke wird den Kitzen Kraftfutter und Heu, ebenfalls zur freien Aufnahme, angeboten.
Die Kitze werden in Boxen mit Tiefstreu gehalten, pro Box werden 4 Kitze gehalten. Pro Gruppe sollen 16 - 20 Kitze gehalten werden, je nach Ablammerfolg. Die Kitze werden wöchentlich gewogen und nach einer 9-wöchigen Aufzuchtphase werden die Tiere geschlachtet. Während der Aufzucht wird die tägliche Vollmilch- bzw. Milchaustauschermenge erhoben sowie die tägliche Heu- und Kraftfutteraufnahme.
Am Schlachtkörper werden das Schlachtkörpergewicht und der pH-Wert 1 Stunde nach der Schlachtung ermittelt. Nach 24 Stunden Auskühlung werden das Gewicht und der pH-Wert abermals festgestellt. Nach einer Woche Reifung im Kühlraum wird von 20 Kitzen der Schlachtkörper in die Teilstücke Hals, Rücken, Schulter, Keule und Brust zerlegt und eine Probe aus der Keule für die Ermittlung der Fleischqualität gezogen. Parameter der Fleischqualität sind die Farbe, Scherkraft, Koch- und Grillverlust sowie das Fettsäuremuster und die chemische Analyse auf TS, Fett, Protein und Rohasche.
Die ökonomische Analyse der Ergebnisse rundet das Projekt ab.

Weitere Informationen zur Projektabwicklung gibt es in der Datenbank für Forschung und nachhaltige Entwicklung (Dafne) -> Link

 

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Kitzaufzucht mit Ziegenvollmilch oder mit Milchaustauscher

Ringdorfer Ferdinand (2012)