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11 2013 gruber milcheffizienz
Das Versuchsdesign sieht den Vergleich von 4 unterschiedlichen Genotypen (Fleckvieh, HF konventioneller Zuchtrichtung, HF aus Neuseeland, HF spezieller Lebensleistungslinien) bei zwei Kraftfutterniveaus (ohne KF, 40 % KF) vor.

 

Projektleiter: Univ.-Doz. Dr. Leonhard Gruber

 

 

 

 

Einfluss der Nutzungsrichtung und Lebendmasse von Milchkühen auf die Nährstoffeffizienz, Umweltwirkung und Wirtschaftlichkeit der Milchproduktion

Es ist Ziel dieses Projektes, umfassende und ganzheitliche Daten zur Milcherzeugung unter österreichischen Produktionsbedingungen für folgende Gesichtspunkte erheben:

1. Produktionstechnische Daten zum Gesamt-Nährstoffaufwand der Milcherzeugung:

Durch die Feststellung der individuellen Futteraufnahme im gesamten Produktionsprozess (vom Kalb weg bis zum Abgang der Kuh) sowie der Milchleistung kann der Nährstoffaufwand der Milcherzeugung in Abhängigkeit von Genotyp (kombinierter bzw. milchbetonter Zweinutzungstyp, Bedeutung von Nutzungsdauer und Grundfutteraufnahmevermögen; Berücksichtigung der LM) und Futterniveau (Kraftfutteranteil) kalkuliert werden. Aus den Ergebnissen lassen sich die Kosten und die Effizienz der Milcherzeugung auf vielen Bezugsebenen berechnen, nämlich pro kg Milch, pro kg LM, pro Nährstoffeinheit Futter, pro Lebenstag und pro Flächeneinheit.

2. Einfluss von Fütterung und Genotyp auf die Milchqualität:

Grundfutterbasis und Kraftfuttermenge sowie auch der Genotyp beeinflussen das Fettsäuremuster in tierischen Produkten. Durch grundfutterbetonte Futterrationen werden die ernährungsphysiologisch wertvollen ungesättigten Fettsäuren in Milch und Fleisch erhöht (CLA und Omega-3). Diese beiden Fettsäure-Gruppen wirken sich in folgenden Bereichen positiv auf den Gesundheitsstatus des Menschen aus :
(1) Herz-Kreislauf-Erkrankungen (senken Blutfette), (2) Hauterkrankungen (z.B. Neurodermitis), (3) Rheumatismus, (4) entzündungshemmende, (5) antikarzinogene, (6) antidiabetogene, (7) anabole, (8) antithrombotische, (9) antiarteriosklerotische Wirkung.

3. Grundlagen für ökonomische Berechnungen der Milchproduktion:

Durch den Versuchsplan (unterschiedliche Genotypen und Futterniveaus) ergibt sich ein breites Spektrum an Aufwand/Ertrag-Relationen, die auch grundlegende Bewertungen in ökonomischer Hinsicht erlauben. Dies ermöglicht – über Anwendung von Modellrechnungen bei unterschiedlichen Preis/Kosten-Relationen – grundlegende ökonomische Aussagen zur Milcherzeugung unter sehr verschiedenen Produktionsbedingungen.

4. Grundlagen für ökologische Auswirkungen der Milchproduktion:

Diese sehr unterschiedlichen Aufwand/Ertrag-Relationen führen auch zu deutlich variierenden Bedingungen in ökolog. Hinsicht. Besonders der Kraftfutteraufwand stellt unter typischen österreichischen Produktionsbedingungen einen Import von Nährstoffen in den Betrieb dar und beeinflusst Umweltwirkungen der Produktionsprozesse. Außerdem bedeuten die genetischen Unterschiede der Versuchstiere auch eine unterschiedliche Effizienz der Nährstoffverwertung, die sich auf die Umwelt auswirkt. Auch hier werden Modellrechnungen auf der Basis von vollständig erfassten Produktionsdaten aus dem Versuch angewendet.

 

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Einfluss der Nutzungsrichtung und Lebendmasse von Milchkühen auf die Nährstoffeffizienz, Umweltwirkung und Wirtschaftlichkeit der Milchproduktion

Gruber Leonhard (2012 - 2019)