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Die Ziegenfleischerzeugung gewinnt zunehmend an Bedeutung. Bislang werden die Kitze hauptsächlich mit einem Lebendgewicht von rund 15 kg geschlachtet und vermarktet. Es besteht jedoch auch eine Nachfrage nach schwereren Tieren.

Projektleiter: Dr. Ferdinand Ringdorfer

 

In diesem Versuch soll die Frage geklärt werden, wie die Mast- und Schlachtleistung von 30 bzw. 42 kg schweren Tieren ist bzw. wie der Fleischgeschmack beeinflusst wird. Verglichen werden männliche Burenziegen und kastrierte Burenziegen.Als zweite Fragestellung wird die Kreuzung von Weißen Edelziegen mit Burenziegen behandelt. Die Ziegenmilcherzeugung ist ebenfalls ein ansteigender Betriebszweig. Wenn der Zuchttiermarkt gesättigt ist, kann es sinnvoller sein, die Milchziegen mit einem Fleischbock zu kreuzen, um bessere Mast- und Schlachtergebnisse der Kitz zu bekommen. Auch bei den F1-Kreuzungen werden männliche und kastrierte Tiere mit 30 bzw. 42 kg Schlachtgewicht verglichen. 

Versuchsdurchführung

Versuchstiere

Die Burenziegen werden von Zuchtbetrieben aus der Landeszucht zugekauft, die F1-Tiere stammen aus der Herde am LFZ Raumberg-Gumpenstein. Da die Kreuzungstiere saisonal anfallen (ein mal pro Jahr im Frühjahr), werden 2 Durchgänge durchgeführt. Die Tiere werden mit ca. 15 kg Lebendgewicht aufgestallt. Bei der Aufstallung werden alle Tiere entwurmt und die Klauen behandelt.

Versuchsgruppen

Aufgrund der Fragestellung ergeben sich 8 Versuchsgruppen. Pro Durchgang sind in jeder Gruppe 5 Tiere. In nachfolgender Tabelle sind die Versuchsgruppen und die Tieranzahl je Gruppe zusammengestellt.

Versuchsgruppen und Anzahl der Tiere

Burenziegen F1-Kreuzungen

männlich kastriert männlich kastriert

30 kg 10 10 10 10

42 kg 10 10 10 10

Haltung und Fütterung der Tiere

Die Tiere werden in Einzelboxen auf Stroheinstreu gehalten. Die Fütterung erfolgt zwei mal täglich. Gefüttert wird Heu, Grassilage und Kraftfutter. Heu und Grassilage werden zur freien Aufnahme angeboten, das Kraftfutter wird rationiert gegeben. Bei der Morgenfütterung wird die Grassilage gegeben, am Nachmittag wird der Rest der Grassilage zurückgewogen und Heu gefüttert. Das Kraftfutter wird am Nachmittag vor der Heufütterung gegeben.

Die Kraftfuttermenge richtet sich nach dem Lebendgewicht und beträgt 2,5% des LG. Die Tiere werden wöchentlich gewogen und die Kraftfuttermenge entsprechend wöchentlich angepasst.

Zusammensetzung des Kraftfutters

Futtermittel

% in der Mischung

Gerste

40

Trockenschnitzel

35

Sojaextraktionsschrot

23

Mineralstoffmischung für Schafe

2

201 g XP, 12,6 MJ ME, 7,4g Ca, 5,6g P

Datenerfassung
Mastleistung

Zur Ermittlung der Mastleistung wird die tägliche TM-Aufnahme festgestellt. Von der Einwaage und der Rückwaage wird eine wöchentliche Sammelprobe zu chemischen Futtermittelanalyse gesammelt. Das Lebendgewicht wird durch eine wöchentliche Wiegung festgestellt.

2.4.2 Schlachtleistung

Nach Erreichen des Mastendgewichtes werden die Tiere nach 24-stündiger Nüchterung geschlachtet. Das Nüchterngewicht, das Schlachtkörpergewicht warm, das Fellgewicht, das Blutgewicht, das Gewicht der Vormägen und des Labmagen leer werden festgestellt. Eine Stunde und 24 Stunden nach der Schlachtung wird der pH-Wert gemessen.

Nach einer 5-tägigen Auskühlung des Schlachtkörpers wird dieser in die Teilstücke zerlegt. Für die organoleptische Prüfung der Fleischqualität wird von der Lende eine Probe genommen. Die Teilstücke linke Keule und linke Schulter werden grobgeweblich in Fleisch-, Fett- und Knochenanteil zerlegt.

Für die chemische Untersuchung des Fleisches auf TM, Rohfett, Rohprotein, Rohasche und Fettsäuren wird Fleisch und Fett vom Lendenstück entnommen.

Für die organoleptische Untersuchung wird das Fleisch von der Lende ohne jegliche Zusätze gegrillt und auf Zartheit, Saftigkeit, und Geschmack mit Punkten von 1-6 bewertet.

Weitere Informationen zur Projektabwicklung gibt es in der Datenbank für Forschung und nachhaltige Entwicklung (Dafne) -> Link

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Kitzaufzucht

Ringdorfer Ferdinand (2000 - 2001)