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Lammfleisch zählt zu den Nahrungsmitteln, die nicht täglich auf den Tisch kommen. Um den Vorstellungen der Konsumenten in Bezug auf die Produktion gerecht zu werden, sollen Ergebnisse über eine naturnahe Aufzucht mit Einsatz von bestem Grundfutter erarbeitet werden.

Projektleiter: Dr. Ferdinand Ringdorfer

Weiters stellt sich die Frage, ob durch diese Art der Produktion in der Qualität ein Unterschied besteht, um in der Werbung für Lammfleisch darauf hinzuweisen bzw. um ein spezielles Markenprodukt anbieten zu können. Der Österreichische Bundesverband für Schafe und Ziegen hat sich den Namen "Prämiumlamm" schützen lassen und es ist zu erwarten, dass die Ergebnisse aus diesem Projekt Grundlage für die Definition dieses Markenproduktes sind. Naturnahe Produktion bedeutet, dass die Lämmer bis zur Schlachtung bei der Mutter bleiben und im Sommer auf der Weide sind sowie im Winter mit bestem Grundfutter (Heu) gefüttert werden.

Ziele des Projektes

In diesem Projekt soll untersucht werden, wie sich bestes Futter vom Grünland auf die Leistungen der Schafe, speziell der Lämmer, auswirkt. Bei der gebräuchlichen Form der Lammfleischerzeugung werden die Lämmer nach einer 6-8 wöchigen Säugeperiode von den Müttern abgesetzt und mit Kraftfutter und Heu oder Stroh bis zum Endgewicht gefüttert. Durch den Einsatz von bestem Grundfutter soll der Kraftfuttereinsatz reduziert bzw. ersetzt werden. Dies ist unter den gegenwärtigen Preisen für Kraftfutter von besonderer Bedeutung. Der Qualität des Grundfutters vom Grünland kommt daher besondere Bedeutung zu. Weiters soll untersucht werden, ob in der Qualität des Produktes Lammfleisch ein Unterschied zu herkömmlich gemästeten Lämmern besteht, vor allem in Hinblick auf das Fettsäuremuster und speziell auf den CLA-Gehalt. Speziell für die Gastronomie wäre es von großem Vorteil, wenn sie den Gästen ein Produkt mit besonderer Qualität anbieten könnte. Aber auch die Konsumenten werden im Hinblick auf Produktqualität und das Produktionsverfahren immer kritischer und wünschen sich immer mehr eine sehr naturnahe Produktion. Unter naturnah wird verstanden, dass die Lämmer bei der Mutter bleiben und saugen können und dass sie Gras oder Heu fressen. Intensive Mastverfahren werden zunehmend kritischer betrachtet. Das Ernährungsbewusstsein der Konsumenten ändert sich. Auf die Erwartungshaltung muss verstärkt eingegangen werden. Die Art und Weise der Produktion (Haltung, Fütterung) findet zunehmend Berücksichtigung und kann zur Kaufentscheidung beitragen.
Ein weiteres Ziel ist die ökonomische Bewertung des im Projekt durchgeführten Produktionsverfahren. Die steigenden Getreidepreise wirken sich auch in der intensiven Lämmermast Kosten belastend in der Produktion aus. Im Grünlandgebiet sollte nach Möglichkeit mit dem vorhandenen Futter das Auslangen gefunden werden. Sollte sich herausstellen, dass durch den Einsatz von bestem Grundfutter ein positiver Einfluss auf die Qualität des Lammfleisches besteht, so sind die Ergebnisse eine wertvolle Grundlage für die Vermarktung von Lammfleisch. Wenn auf besondere Eigenschaften des Lammfleisches aus einer naturnahen Produktion hingewiesen werden kann, so fördert dies auch den Absatz. Ein weiteres Ziel ist die Abdeckung der Nachfrage mit Lammfleisch aus der heimischen Produktion. Mit der Lammfleischerzeugung könnte dadurch auch ein wesentlicher Beitrag zu Erhaltung der Kulturlandschaft geleistet werden. Primäres Ziel ist es letztendlich, die landwirtschaftlichen Betriebe in den Grünlandregionen zu erhalten bzw. zu fördern.

Weitere Informationen zur Projektabwicklung gibt es in der Datenbank für Forschung und nachhaltige Entwicklung (Dafne) -> Link

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Erzeugung von Schlachtlämmern mit "Prämiumqualität" durch den Einsatz von bestem Grundfutter

Ringdorfer Ferdinand (2008 - 2009)