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Was muss man in der Weidehaltung von Mutterkühen beachten?

In der Mutterkuhhaltung ist die Weidehaltung das herkömmliche System, allerdings werden die Weiden teilweise nicht optimal genützt und in letzter Zeit setzen größere Mutterkuhhalter zunehmend auf ganzjährige Stallhaltung und Fütterung mit dem Mischwagen. Diesem Trend gilt es entgegenzusteuern und das Bewusstsein für den Wert und auch für das positive Image der Weide zu verstärken bzw. richtig zu positionieren. Dabei sollte man auch nicht auf die damit verbundene bessere Akzeptanz der Rinderhalter in der Bevölkerung, den Konsumenten, außer acht lassen.

Weidehaltung ist nicht überall möglich. Neben gut arrondierten und weidefähigen Flächen in Gegenden mit ausreichenden Niederschlägen (min. 800 mm/ Jahr) sollte als weitere Voraussetzung auch das Produktionssystem auf die vorhandenen Weiden abgestimmt werden. So können beispielsweise Extensivrassen Extensivweiden am besten ausnützen aber auch für trockenstehende Tiere sind solche Weiden ideal. Auf Intensivweiden wiederum lassen sich hervorragend Jungrinder und Einsteller aufziehen, sie sind aber auch durchaus für eine intensivere Kalbinnen- und Ochsenmast geeignet.

Auf alle Fälle sollte die Produktionsrichtung und das Weidemanagement an die Gegebenheiten des Betriebes aber auch an die Wünsche des Betriebsführers angepasst werden!
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Ist saisonale Abkalbung sinnvoll?

Unter Berücksichtigung der betriebsspezifischen Absatzbedingungen, ist - um die Weiden am besten zu nützen - eine Umstellung auf saisonale Abkalbung ideal. Je nach Qualität der Weiden sollten die Kühe im Block entweder zwischen November bis Jänner (Extensivweiden) oder von Jänner bis April (Intensivweiden) abkalben.

Das junge energiereiche Weidegras auf Intensivweiden bringt eine gute Milchleistung der Kühe und damit verbunden bessere Zunahmen der Kälber. In der Winterfütterungsperiode reicht Grundfutter mäßiger Qualität um die dann trockenstehenden Kühe bedarfsgerecht versorgen zu können. Die saisonale Abkalbung hat auch arbeitstechnische Vorteile. So fallen der Zeitpunkt der Abkalbung, die erste Phase der Kälberaufzucht und auch der Großteil der Brunstkontrolle und Belegung in die Stallhaltungsperiode. Im Sommer kann also das Augenmerk auf das Weidemanagement und die Ernte des Winterfutters gelegt werden.

Werden die Tiere gealpt oder kommen sie auf Extensivweiden, ist ein früherer Abkalbetermin sinnvoll. Die Kühe können mit Grundfutter guter Qualität im Stall annähernd bedarfsgerecht versorgt werden und die Qualität des Weidefutters spielt keine allzu große Rolle mehr, weil die Kälber auch bereits anderes Futter aufnehmen können. In Fällen von Futterknappheit können sie ohne Probleme frühzeitig abgesetzt und auf bessere Weiden oder zur Endmast in den Stall gebracht werden. Sie können aber natürlich auch als Einsteller verkauft werden.
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Wie viel Futter wächst auf einem Hektar und wie viel Futter braucht eine Mutterkuh?

Eine Mutterkuh und ihre Nachzucht brauchen in etwa 5.000 bis 6.000 kg Trockenmasse Grundfutter pro Jahr. Im Idealfall können zwischen 2.000 und 2.500 kg, also 40 - 50 % der Gesamttrockenmasse über das Weidefutter aufgenommen werden. Das Ertragsniveau unserer Weiden liegt zwischen 2,5 t (Almen) und etwa 10 t (Intensivweiden, Mähweiden, Wechselwiesen) Trockenmasse pro Jahr.
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Welche Futterqualität hat Weidefutter und welches Produktionssystem eignet sich für meine Weiden?

Die Energiegehalte weisen auf Intensivweiden in Gunstlagen (gräserbetonte Mischung) Werte zwischen 6,3 und 8 MJ NEL auf, d. h. im Frühjahr wäre sogar eine intensive Stiermast auf solchen Weiden möglich. Auf alle Fälle eignen sich diese Weiden hervorragend für die Jungrindfleischproduktion, die intensive Ochsen- und Kalbinnenmast und die intensive Einstellerproduktion. Kulturweiden mit einem Energiegehalt zwischen 5,6 und 7,2 MJ NEL sind ideal für säugende Mutterkühe. Obwohl die Futterqualität auch hier im Herbst zurückgeht, können die Kühe bedarfsgerecht versorgt werden, weil auch die Milchleistung zurückgeht. Almen und Extensivweiden mit einem Energiegehalt zwischen 5,2 und 6,2 MJ NEL sind in erster Linie für Extensivrassen, trockenstehende Mutterkühe und bedingt auch für die extensive Kalbinnen- und Ochsenmast geeignet.

Die Futterqualität des Futters nimmt rasch ab. Während junges Grünfutter im Schossen einen Rohfasergehalt von unter 20% und einen Rohproteingehalt von ca. 22% aufweist und somit das ideale Weidefutter darstellt, sollte das Futter nach dem Ähren- und Rispenschieben (durchschnittlichen Rohfasergehalt 25%, Rohproteingehalt etwa 15%) bereits nicht mehr abgeweidet sondern siliert werden. Überständiges Futter - Rohfaser über 30% und Rohprotein unter 12% - sollte nur mehr als Heu geerntet werden.
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Mast- und Schlachtleistung von Jungrindern aus der Mutterkuhhaltung

1p_2008_haeusler_mast_und_schlachtleistungen.jpg

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Weidehaltung von Mutterkühen

pdf Mutterkuh
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