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Perakute bis akute parenchymatöse Euterentzündungen erfordern eine rasche und optimale Therapie. Ohne optimaler Therapie erfolgt durch die Intoxikation entweder ein letaler Ausgang oder das Tier überlebt, aber das oder die betroffenen Viertel sind zerstört. Anschließend kann es zu zusätzlichen Komplikationen, wie Labmagenverlagerungen, Ketosen oder auch Leberverfettungen kommen.

Projektleiter: Dr. Leopold Podstatzky-Lichtenstein

 

Ziel dieses Projektes ist die Erstellung eines klinischen Scores, in Anlehnung an die Erstellung eines klinischen Scores bei Durchfallkälbern (Lorenz, 2004), zur Feststellung des Intoxikationsgrades bei perakuten bis akuten Mastitiden in der Praxis.

Die klinisch veränderten Parameter können so mit dem Intoxikationsgrad und der Schwere der Mastitis verglichen werden. Darauf aufbauend erfolgt die Einleitung einer optimalen Therapie und die Überprüfung der Genesung.

Durch die Gruppeneinteilung wird erhoben, mit welchen Methoden die erkrankte Kuh am schnellsten wieder zu fressen beginnt und eine adäquate Milchleistung erbringen kann, um die Verluste des Landwirtes möglichst zu minimieren.

Die sogenannte Colimastitis ist ein Notfall, weil diese Form der Euterentzündung eine hochakute Erkrankung darstellt und eine Therapie nur innerhalb der ersten Stunden erfolgversprechend ist. Das Entzündungsgeschehen und die Toxinwirkung führen entweder zum Tod des Tieres oder das Tier übersteht diese Phase, aber eine Rückkehr des erkrankten Euters zur Normalität erfolgt dann nur sehr langsam, oft nicht einmal in der gleichen Laktation. Ohne Behandlung zeigt diese Erkrankung eine hohe Todesrate.

Die bei der Bekämpfung der Keime in größerer Menge freigesetzten Endotoxine sind für den Wirt extrem toxisch oder sogar letal, weil sie einen septischen Schock auslösen können. Das klinische Bild und die Pathophysiologie sind sehr komplex. Die zusätzlich zur eventuell durchgeführten antibiotischen Behandlung empfohlene Verabreichung eines nichtsteroidalen Antiphlogistikums, zeigte in mehreren Studein unterschiedliche Auswirkungen. Einige klinische Symptome konnten durch die zusätzliche Therapie verbessert werden. Entzündungsindikatoren in der Milch oder bei der Milchproduktion zeigten sowohl signifikante wie auch nicht signifikante Änderungen. Grandemange et al (2002) schlugen noch eine zusätzliche Infusionstherapie vor.

Hypertone Lösungen bewirken eine Vergrößerung des Plasmavolumens, erhöhen die Auswurfleistung des Herzens und verbessern die Sauerstoffabgabe in das Gewebe.

Der Schweregrad einer Intoxikation lässt sich nicht an Hand eines einzelnen Parameters feststellen. Die Ursache einer Euterentzündung kann durch eine bakteriologische Milchuntersuchung festgestellt werden, dabei wird aber noch keine Aussage über den Grad und das Ausmaß der Euterentzündung gemacht. Mit Hilfe der in diesem Projekt erhobenen Daten und dem Erstellen eines klinischen Score sollen Zusammenhänge und Besonderheiten zwischen Intoxikationsgrad, Schwere der Euterentzündung und klinischem Status erstellt werden.

Durch eine Einteilung in drei Gruppen (ohne Infusion, isotone und hypertone Infusion) wird untersucht, ob Infusionen notwendig und wenn ja, in welcher Konzentration sie geeignet sind, die Genesung der Kuh im Rahmen der Therapie zu unterstüzten.

Eine frühe optimale Therapie ist bei akuten parenchymatösen Euterentzündungen absolut notwendig, um Totalausfälle zu verhindern und um eine möglichst schnelle Wiederherstellung (Fressen und Milcheistung) zu erlangen.

Weitere Informationen zur Projektabwicklung gibt es in der Datenbank für Forschung und nachhaltige Entwicklung (Dafne) -> Link

Link zum Abschlussbericht: Untersuchungen zur akuten parenchymatösen Euterentzündung mit Intoxikationserscheinungen im Hinblick auf erweiterte therapeutische Maßnahmen

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Untersuchungen zur akuten parenchymatösen Euterentzündung mit Intoxikationserscheinungen

Podstatzky Leopold (2006 - 2008)