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Als bakterielle Verursacher des "Absetzdurchfalls" spielen hauptsächlich unterschiedliche Stämme von E.coli eine maßgebliche Rolle. Die antibakterielle Wirksamkeit von Thymol, einem Hauptinhaltsstoff von Thymian, ist aus vielen in vitro Untersuchungen bekannt. Ziel des Projektes ist die in vivo Überprüfung der Wirksamkeit von Thymiankraut gegen bakterielle Durchfallerreger.   

Projektleiter: Dr. Werner Hagmüller

 

Das Absetzen der Ferkel von der Muttersau stellt für die Entwicklung der Ferkel einen entscheidenden Zeitpunkt dar. Futterumstellung, Stallwechsel und Neugruppierung bedeuten für die Tiere Stress und führen oft zum Ausbruch von Durchfallerkrankungen. Als bakterielle Verursacher spielen E.coli Bakterien dabei eine wesentliche Rolle. Durchfallerkrankungen beeinflussen den finanziellen Erfolg der Ferkelaufzucht maßgeblich. Nicht nur verendete Ferkel, sondern auch schlechtere Tageszunahmen, erhöhter Futterverbrauch und das Entstehen von Kümmerern mindern den Betriebserfolg. Im konventionellen Bereich wurden und werden antibiotische Leistungsförderer eingesetzt, um den Ferkeln bessere Startbedingungen zu ermöglichen. Durch das allgemeine Verbot aller antibiotischen Leistungsförderer sind Alternativen auf natürlicher Basis nun nicht mehr nur für Biobetriebe sondern auch für konventionelle Betriebe interessant.

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Die positive Wirkung von Kräutern und Gewürzen auf den Magen- Darmtrakt sind beim Menschen schon lange Zeit bekannt. Immer häufiger werden verschiedene Kräutermischungen auch bei landwirtschaftlichen Nutztieren eingesetzt. Gerade im Biobereich bieten sich pflanzliche Wirkstoffe aufgrund der gesundheitlichen Unbedenklichkeit für den Konsumenten an. Eine antimikrobielle Wirkung von Thymian (Herba Thymi) in-vitro, gerade auch gegen E.coli-Bakterien, wurde bereits von mehreren Autoren beschrieben. Die Zielstellung dieses Projektes befasst sich mit der in-vitro und in-vivo Bestimmung der antimikrobiellen Wirksamkeit von gerebeltem Thymian. Dazu werden Fütterungsversuche und Erhebungen in Praxisbetrieben durchgeführt.

Untersucht werden sollen unter anderem folgende Fragestellungen:

1. Ist Thymian in der Lage, Ferkeldurchfall, verursacht durch E.coli-Bakterien zu verhindern, bzw. nimmt durch die Zugabe von Thymian die Ausscheidung von hämolysierenden pathogenen E.coli Bakterien ab?

2. Wie wirkt sich die Zugabe von Thymian zum Aufzuchtfutter auf die Aufzuchtleistung aus (Tageszunahmen, Futterverwertung)?

3. Reichert sich Thymol (=eine der wirksamen chemischen Komponenten) im Plasma der Ferkel an und kann eine Wirkung auf den Atmungstrakt davon abgeleitet werden?

4. Wie verhält sich das acute-phase-protein Haptoglobin bei den unterschiedlichen Gruppen?

Aufgrund der Inzidenz von Ferkeldurchfall und der Bestimmung der E.coli Ausscheidung mittels bakteriologischer Kotuntersuchung können Rückschlüsse auf die Wirksamkeit der Krautdroge gezogen werden.

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Thymian als möglicher Wirkstoff zur Durchfallprophylaxe beim Absetzferkel

Hagmüller Werner (2002 - 2003)
 

Weitere Informationen zur Projektabwicklung gibt es in der Datenbank für Forschung und nachhaltige Entwicklung (Dafne) -> Link