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Die Nachfrage nach Energiepflanzen ist weltweit gestiegen und das Interesse an diesen Pflanzen ist enorm groß. Allerdings liegen kaum Ergebnisse über einen Anbau derartiger Pflanzen aus dem alpinen Gebiet vor.

Projektleiterin: DI Waltraud Hein

 

Um hier Auskünfte geben zu können, wird im Institut für biologische Landwirtschaft an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein ein erster Versuch gestartet. Dabei sollen sowohl die Entwicklung während des Wachstums als auch die möglichen Erträge festgestellt werden. Im Vergleich dazu soll im konventionellen Bereich an der Zentrale in Gumpenstein ein kleiner Versuch stehen, bei dem auch chemischer Pflanzenschutz im Anlagejahr eingesetzt werden kann.

Bei dieser wissenschaftlichen Tätigkeit geht es in erster Linie um die Feststellung einer Anbaueignung von Miscanthus unter ungünstigen klimatischen Bedingungen. Beschrieben als eine Pflanze des Maisklimas mit einer maximalem Seehöhe von 700 m soll jetzt genau in diesem Grenzbereich ein Versuch angelegt werden. Das mittlere Ennstal zählt zum Hauptproduktionsgebiet der Hochalpen, liegt mit seinen ackerfähigen Flächen zwischen 650 und 700 m Seehöhe, weist eine durchschnittliche Jahrestemperatur von 6,9°C und einen mittleren Jahresniederschlag von 1000 mm auf. Unter solchen Voraussetzungen gibt es keine Versuchsergebnisse, was mit dieser wissenschaftlichen Tätigkeit nachgeholt wird. 

Gerade unter dem Aspekt einer Alternativkultur ist es wichtig zu wissen, ob und wie Miscanthus für das alpine Gebiet zum Anbau geeignet ist. In dieser wissenschaftlichen Tätigkeit geht es darum, die Entwicklung eines optimalen Bestandes zu dokumentieren, wie sich die Setzlinge im Anlagejahr etablieren, wie sich der Bestand bis zum Wintereinbruch entwickelt hat, wie sich der Bestand nach dem ersten Winter zeigt und ob wirklich nach dem zweiten Winter mit der ersten Ernte zu rechnen ist. Das Interesse an Energiepflanzen ist weltweit stark gestiegen, auch durch die Verknappung und die hohen Preise von Erdöl. Ein Umkehrtrend zu nachwachsenden Brennstoffen ist deutlich erkennbar und da bietet sich eine derartige Pflanze geradezu an. Die unzähligen Verwertungsmöglichkeiten sowohl stofflicher als auch energetischer Art lassen Miscanthus als eine wahre Wunderpflanze erscheinen. In den Ansprüchen relativ bescheiden, mit Ausnahme vom Klima, wenigDüngung, eine ausdauernde Kultur mit einer Nutzungsdauer von 20 Jahren sprechen absolut für diese Pflanze. Wenn man dann noch von einer Hektarleistung von rund 15 bis 25 t Trockenmasse ausgehen kann, sollte einem Anbau von Miscanthus eigentlich nichts im Wege stehen. Wichtig als Beratungsgrundlage sind Daten über das Wachstum von Miscanthus, die Überwinterung und den Ertrag. Aber auch die betriebswirtschaftlichen Daten dürfen dabei nicht außer Acht gelassen werden. Gerade unter ungünstigen klimatischen Bedingungen ist es umso wichtiger, einen entsprechenden Ertrag ohne allzu großen finanziellen Aufwand erzielen zu können. Deshalb müssen Arbeitsaufzeichungen gemacht werden, ebenso alle Fremdleistungen erfasst werden und vor allem die produktive Ausbeute allen Aufwändungen gegenüber gestellt werden. Wenn sich eine derartige Alternaivkultur selbst in ungünstigen Lagen rechnet, kann das für einzelne Landwirte eine Möglichkeit bedeuten, ihr Einkommen zu verbessern.

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Ertragspotenzial von Energiepflanzen in alpinen Lagen am Beispiel von Miscanthus

Hein Waltraud (2006 - 2008)
 

 

Weitere Informationen zur Projektabwicklung gibt es in der Datenbank für Forschung und nachhaltige Entwicklung (Dafne) -> Link