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Bio-Schweinehaltung -
ein Rundgang durch das Institut

 

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Wartestall

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Die trächtigen Tiere werden in stabilen Gruppen gehalten, d.h., es befinden sich in jeder Bucht 5 Sauen, die zur gleichen Zeit belegt wurden und eine Woche vor dem Abferkeln gemeinsam in den Abferkelstall übersiedeln. Durch die Trennung von Fress-, Liege- und Aktivitätsbereich wird die Liegefläche von den Sauen sauber gehalten. Kot wird v.a. im Außenbereich abgesetzt, sodass im Stall nur sporadisch ausgemistet und nachgestreut werden muss. Raufutter (Heu, Silage, Gras) wird im Auslauf angeboten, dies steigert die Attraktivität der Freiflächen.

 
45 2013 eberbucht

Eberbucht


Der Eber wird ganzjährig im Freien gehalten, eine kleine Hütte schützen vor Regen, Wind und Kälte, eine Suhle dient zum Abkühlen.
         
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Jungsauen

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Jungsauen können entweder bei einem Züchter zugekauft werden oder durch eigene Nachzucht in den Sauenbestand aufgenommen werden. Die Erstbelegung der Jungsauen erfolgt mit ca. 220-240 Lebenstagen und einer Lebendmasse von 130-140 kg. Bei der Selektion von Jungsauen ist auf Kriterien wie Gesäuge, Klauen, Fundament, Gangbild, Körperlänge zu achten.

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Waschraum

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Kurze Zeit vor dem errechneten Geburtstermin werden Sauen einer Abferkelgruppe gemeinsam für die Geburt vorbereitet. Die Tiere werden in einem „Duschraum“ mittels Warmwasser und Seife gereinigt, sodass es zu keiner Verschleppung von Schmutz und Parasiten in den gereinigten Abferkelbereich kommt. Es wird besonders auf die Reinigung schwer zugänglicher Körperstellen (Ohrmuschel, Gesäuge,  Zwischenklauen-spalt) geachtet.

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Nestbauverhalten

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Sauen, die während der Geburt nicht fixiert sind, können ihre angeborenen Verhaltensweisen rund um das Geburtsgeschehen fast zur Gänze ausleben. Dazu gehört u.a. ein intensiver Nestbau vor der Geburt. Langstroh wird mit dem Maul zu einem Nest zusammengetragen. Dieses Liegenest wird über Stunden kreisförmig bearbeitet und dient dann als Geburtsplatz. Je deutlicher der Nestbautrieb ausgebildet ist, desto ruhiger kann die Geburt verlaufen. Schnelle Geburt und wenige totgeborene Ferkel sind die Folge.

         
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Einzelabferkelung

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Zur Geburt wird den Sauen eine Abferkelbucht zur Verfügung gestellt, die aus mehreren Bereichen besteht. Zum Bedienungsgang ist das Ferkelnest ausgerichtet. Etwa 1 m2 Größe garantiert genügend Platz für 10 Ferkel während der gesamten Säugezeit. Der Liegebereich dient auch zum Säugen und ist durch eine Querwand vom Kotbereich getrennt. Selbst schließende Türen bilden eine wetterfeste Barriere zum Auslauf. Diese Türen können von den Sauen mit dem Rüssel geöffnet werden und können auch von den Ferkeln über ein kleines Schlupfloch passiert werden. Der Rückzug der Sauen von der Gruppe kurz vor der Geburt entspricht dem natürlichen Verhalten von Schweinen. Eine Fixierung der Sauen für etwaige Behandlungen oder bei aggressivem Verhalten gegen die Ferkel ist rechtlich prinzipiell möglich, wurde aber in den letzten Jahren nie notwendig.

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Gruppenabferkelung

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In diesem Abferkelsystem bleiben die Sauen einer Abferkelgruppe auch während der Geburt in der Gruppe. Zum Rückzug stehen für die Tiere „Wurfkojen“ mit Ferkelnestern zur Verfügung. Diese Kojen können von den Sauen jederzeit verlassen und betreten werden, die Ferkel werden in den ersten 10 – 14 Tagen am Verlassen der Koje gehindert. Diese Maßnahme dient zur Sicherstellung einer ungestörten Prägephase zwischen Ferkel und Muttertier. Nur so kann gewährleistet werden, dass nach Verlassen der Wurfkoje auch jedes Ferkel beim Saugakt seine Mutter wiederfindet und Streitereien zwischen wurffremden Ferkeln am Gesäuge verhindert werden.

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Geburt

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Die Geburt ist ein physiologisches Geschehen im Leben einer Zuchtsau und bedarf im Normalfall keiner menschlichen Beteiligung. Im Abstand von wenigen Minuten bis zu einer Stunde werden Ferkel geboren, die bereits nach wenigen Minuten aufstehen, ans Gesäuge der Mutter laufen und Biestmilch aufnehmen. Das Ende der Geburt ist durch den vollständigen Abgang der Nachgeburten gekennzeichnet. Freie Sauen haben statistisch gesehen kürzere Geburten mit weniger totgeborenen Ferkeln als fixierte Sauen. Damit Saugferkelverluste bei nicht fixierten Tieren gering ausfallen sind neben der Buchtengestaltung auch die Muttereigenschaften der Sau von großer Bedeutung.

         
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Ferkelnester

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Ferkel haben einen höheren Wärmeanspruch als die Muttersauen. Daher wird allen Ferkeln eines Wurfes während der Säugezeit ein temperaturoptimierter Kleinklimabereich (Ferkelnest) zur Verfügung gestellt. Die Ferkelnestheizung muss ein optimales Liegeverhalten der Ferkel ermöglichen, dies wird durch eine gute Wärmeverteilung und eine kontinuierliche Wärmezufuhr geschaffen.

 

 

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Gruppensäugen

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Die Gruppenhaltung ferkelführender Sauen - auch als Gruppensäugen bezeichnet – ist dem natürlichen Verhalten von Schweinen in freilebenden Populationen nachempfunden. Dort sondert sich die Sau einige Tage vor der Geburt von der Rotte ab, um ca. 10 – 14 Tage nach der Geburt mit den Ferkeln in die Sauengruppe zurückzukehren.Dieser zeitliche Ablauf wird beim Gruppensäugen übernommen und an die Stallverhältnisse angeglichen. Üblicherweise werden Sauen dazu einige Tage vor der Geburt in Einzelabferkelbuchten eingestallt, wo sie bis zum Wiedereingliedern in die Gruppe nach ca. 14 Tagen verbleiben. Bis zum Ende der Säugezeit werden dann 2-5 Sauen gemeinsam in einer Gruppenbucht gehalten. Damit das Gruppensäugen auch gut funktioniert darf der Geburtszeitpunkt der Sauen nicht mehr als etwa 5 Tage voneinander abweichen. Ansonsten erhöht sich die Gefahr des „cross sucklings“, das bedeutet, dass wurffremde Ferkel den Saugakt stören und Milch von diesen Sauen rauben.

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Ferkelaufzucht

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Nach mindestens 40 Tagen Säugezeit werden die Ferkel von der Mutter getrennt. Die Sauen werden in den Wartestall umgestallt und dort beim Auftreten einer Brunst (4-7 Tage nach dem Absetzen) neuerlich belegt. Für die Ferkel steht ein Aufzuchtstall zur Verfügung, der zur Gänze eingestreut wird und über ein beheiztes Ferkelnest verfügt. Wärme ist für die ersten Tage ohne Mutter lebensnotwendig, da sich nicht nur die Stallbedingungen, sondern auch der Tagesrhythmus und die Nahrungsgrundlage ändern. Während der Säugezeit gibt die Mutter die Mahlzeiten vor, danach entscheiden die Ferkel selbst, wann wie viel vom Festfutter gefressen wird. Nach etwa 4 weiteren Wochen wiegen die Ferkel 25 kg und können an biologische Mastbetriebe weiterverkauft werden.

         

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 Bioschwein in der Zukunft

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Biologische Landwirtschaft hat nicht immer zwangsweise etwas mit romantischen Bauernhöfen zu tun. Bio bedeutet heute High-Tech, sogar im Schweinestall. Andreas Jäger (Servus TV) besuchte das Institut für biologische Landwirtschaft des LFZ Raumberg-Gumpenstein in Wels, denn hier soll unter wissenschaftlich kontrollierten Haltungsbedingungen das Bio-Schwein der Zukunft gefunden werden.

Das Video führt Sie durch die wissenschaftliche Arbeit mit Bioschweinen.