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 Zwergsteinbrand (Tilletia controversa)

43 2014 zwergsteinbrand dinkel

Der Zwergsteinbrand (Tilletia controversa) ist ein bodenbürtiger Pilz, der bei Winterweizen und Dinkel nach langer Schneebedeckung zu Ertragseinbußen und einer Kontaminierung des Ernteguts mit dem Toxin Trimethylamin führen kann. In Österreich sind das Mühl- und das Waldviertel seit langem als Zwergsteinbrandrisikogebiete bekannt. Während des letzten Jahrzehnts hat sich das Zwergsteinbrandproblem jedoch zunehmend auch in niedrigere Lagen des Nördlichen Alpenvorlands und damit in die Gunstlagen des Getreideanbaus verlagert. Der Zwergsteinbrand ist damit von einem Randthema zu einem ernsten Problem für den biologischen Ackerbau in Österreich geworden.

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Kürbiskrankheiten

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Der Ölkürbis galt in Österreich lange Zeit als weitgehend gesunde Kulturart, die gegen Ende der Vegetationsperiode nur vom Mehltau stärker befallen wurde. Dieses Bild hat sich in den letzten Jahren grundlegend geändert, denn bereits während des Sommers kann es nun zum Absterben der Blätter kommen und auch eine Fruchtfäule bereitet den Bauern zunehmend Probleme.
Auslöser der Fruchtfäule war in den meisten Fällen der Pilz Didymella bryoniae. Wegen der teilweisen Schwarzverfärbung der Früchte wird diese Fäulnis auch Schwarzfäule (black rot) genannt (1,2,3). Weitere wichtige Fäulniserreger sind die Bakterien Pectobacterium (=Erwinia) carotovortum subsp. carotovorum und P. c. subsp. atrosepticum, die besonders nach regenreichen Sommern  die Früchte faulen ließen (4).

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 Ährenfusariose der Wintergerste

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Fusarium-Pilze gelten wegen ihrer Toxine vor allem beim Weizen als gefürchtete Krankheitserreger. Ein überraschender Ährenbefall in den Jahren 2010 und 2013 deutet darauf hin, dass auch der Wintergerste zunehmende Bedeutung als Fusarium-Wirt zukommt.

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Neue Getreideviren (BDV und CYDV)

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2012 wurden bei Wintergerste und Winterweizen PCR-Untersuchungen durchgeführt, die erstmals eine genaue Bestimmung des Wheat dwarf virus (WDV) und des für Österreich neuen Barley dwarf virus (BDV) erlaubten. Als neu erwies sich auch das zu den Poleroviren gehörende Getreidegelbverzwergungsvirus Cereal yellow dwarf polerovirus-RPV (CYDV-RPV).

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Gerstengelbmosaikvirus

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Gelbmosaiksymptome an Wintergerste werden von zwei morphologisch ähnlichen, serologisch aber nicht verwandten bodenbürtige Viren, nämlich dem Gerstengelbmosaikvirus (Barley yellow mosaic virus, BaYMV) und dem Milden Gerstenmosaikvirus (Barley mild mosaic virus, BaMMV) verursacht. Sie haben ein hohes Schadpotential und wurden in Österreich 2010 bzw. 2011 erstmals nachgewiesen.

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Neue Bakterienkrankheiten

43 2015 abb 2 neue bakterienkrankheiten
Durch die Starkregenereignisse der letzten Jahre waren bei der Wintergerste und den Körnerleguminosen verstärkt Bakterienkrankheiten zu beobachten. Bei der Wintergerste wurde erstmals Xanthomonas translucens var.hordei nachgewiesen und bei der Erbse und Ackerbohne Pseudomonas cichorii.

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Kartoffelkrankheiten

43 2015 kartoffelkrankheiten

Die Hitzeperioden und frühsommerlichen Feuchtphasen der letzten Jahre haben bei der Kartoffel neue oder bisher kaum wahrgenommene Krankheiten in den Vordergrund treten lassen. Es handelt sich dabei um die Colletotrichum-Welke, die Sclerotinia-Stängelfäule, neue Erreger der Schwarzbeinigkeit und ein wahrscheinlich auf Strahlungsschäden zurückzuführendes Krankheitsbild.

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Krankheiten der Körnerleguminosen

43 2015 abb koernerleguminosen

Die Körnerleguminosen sind einem starken Krankheitsdruck ausgesetzt, der immer wieder zu erheblichen Ertragseinbrüchen führt. Maßgebliche Pathogene sind die „Ascochyta-Fuß- und Brennfleckenkrankheiten" sowie verschiedene Virosen.

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Gräserkrankheiten

43 2015 gelbrost knaulgras

Gräser werden von den unterschiedlichsten Krankheitserregern befallen, die nicht nur den Ertrag, sondern auch die Qualität des Futters negativ beeinflussen können. Kranke Gräser werden generell weniger gefressen. Ungewöhnlicher Krankheitsbefall war 2014 durch den Gelbrost des Knaulgrases zu beobachten. „Schneeschimmel" führten in den vergangenen schneereicheren Jahren zu nichtunbeträchtlichen Auswinterungsschäden und beim Knaulgras konnten zwei neue Viren nachgewiesen werden.

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Krankheiten der Futterleguminosen

43  2015 krankheiten futterleguminosen
Mit dem südlichen Stängelbrenner (Colletotrichum trifolii) hat ein Krankheitserreger mit hohem Schadpotential Einzug ins Grünland gehalten. Beim Rotklee wurde ein neues Krankheitsbild beschrieben und beim Hopfenklee ein neues Leguminosenvirus (BMLRV) entdeckt.

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 Klimawandel und Pflanzenkrankheiten

43 2015 klimawandel und pflanzenkrankheiten

Die Witterungsverhältnisse des vergangenen Jahrzehnts waren gekennzeichnet durch starke Witterungsschwankungen mit teils intensiven und lang anhaltenden Niederschlagsereignissen, hohen Herbsttemperaturen und längeren Hitzeperioden.
Damit können auch Veränderungen im Auftreten von Pflanzenkrankheiten in Zusammenhang gebracht werden, die uns eine Vorstellung von dem vermitteln, was wir durch den Klimawandel in Zukunft verstärkt zu erwarten haben.

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Pilzkrankheiten: Historischer Rückblick

43 2015 pilzkrankheiten historischer rueckblick

Die Entstehungsgeschichte unserer Kulturpflanzen wird von Anbeginn von einem Anpassungsprozess unterschiedlicher Krankheitserreger an ihre Wirte begleitet. Dabei haben sich die Pilze als besonders erfolgreich erwiesen, denn von den 162 wichtigen lnfektionskrankheiten der in Mitteleuropa heute kultivierten Kulturpflanzen werden 135 durch Pilze verursacht, während nur 27 auf das Konto von Viren und Bakterien gehen.

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