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Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben auf Initiative der Europäischen Kommission zu einer Verlängerung der Übergangszeit für nationale Bio-Aquakulturbestimmungen gestimmt. Die in der Verordnung (EG) Nr. 710/2009 gesetzte Frist zum Auslauf dieser Übergangsbestimmung (01. Juli 2013) wurde somit auf den 01. Juli 2015 verlängert. Der Beschluss wurde zuletzt in der Änderungsverordnung (EG) Nr. 1030/2013 veröffentlicht. Somit können Mitgliedsstaaten weiterhin nationale Regeln für Bio-Aquakulturbetriebe anwenden, soweit diese nationalen Regeln schon vor 2009 im Mitgliedsstaat existiert hatten und die Betriebe schon vor Sommer 2009 bio-zertifiziert waren. Österreichische Bio-Betriebe sind von dieser Änderungsverordnung nicht unmittelbar betroffen. Österreich hatte zwar bereits vor dem Jahr 2009 nationalen Regeln  zur Bio-Fischproduktion im österreichischen Lebensmittelbuch veröffentlicht, diese sind allerdings mit dem Erscheinen europäischer Regeln zur Bio-Aquakultur außer Kraft gesetzt worden. In Österreich müssen daher alle biologisch wirtschaftenden Aquakulturbetriebe nach den EU-Vorschriften produzieren. Das bedeutet zum Beispiel ab 2014, dass bei nicht oder eingeschränkt verfügbaren Bio-Jungfischen der Anteil an eingesetzten nichtbiologischen Jungfischen, egal oder Karpfen oder Forelle,  maximal 50 % betragen darf!

Autor: Mag. Paul Axmann

Institut für Biologische Landwirtschaft und Biodiversität der Nutztiere

LFZ Raumberg-Gumpenstein 

11.11.2013

 

Es werden an dieser Stelle die jeweiligen Verordnungen in der Version der erstmaligen Veröffentlichung, deren konsolidierten Fassungen und Änderungsverordnungen dargestellt und in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

 

Als effizient wird ein System erst angesehen, wenn es mit optimalen Ressourceneinsatz sein Ziel erreicht. Als Ressource können materielle (z.B. Boden, Luft, Wasser,…) als auch immaterielle Güter (z.B. Zeit, Vertrauen, Diversität,…) angesehen werden. Welche Ziele verfolgt nun die EU-Rechtsgebung für die Biologische Produktion?

Im Artikel 3 der VO (EG) Nr. 834/2007 werden folgende Ziele abgesteckt: 

  • Nachhaltiges Bewirtschaftungssystem
  • Produktion qualitativ hochwertiger Erzeugnisse
  • Herstellung einer reichen Vielfalt von Lebensmitteln, die den Konsumentenerwartungen nach Umweltschutz, pflanzlicher, tierischer und menschlicher Gesundheit gerecht werden.

Diese Ziele werden erreicht, indem Ressourcen verantwortungsvoll genutzt werden, indem…

  • die Systeme und Kreisläufe der Natur respektiert und die Gesundheit von Boden, Wasser, Pflanzen und Tieren sowie das Gleichgewicht zwischen ihnen gefördert wird,
  • zu einem hohen Niveau der biologischen Vielfalt beigetragen wird,
  • Energie und Ressourcen wie Wasser, Boden, organische Substanz und Luft verantwortungsvoll genutzt werden,
  • hohe Tierschutzstandards beachtet werden.

Bei der Betrachtung der Dinge wird klar, dass das Eine das Andere bedingt. Ein Prinzip, das sich in der Kreislaufwirtschaft Bio-Produktion wiederfindet! Nicht lineare Lösungsansätze, sondern vielmehr ein zirkulär geführtes Bewirtschaftungssystem führt zur Ressourcen-Effizienz.

Somit stellt die EU-Rechtsgebung in einem ganzheitlichen Ansatz die Rahmenbedingungen für die Ressourcen-Effizienz am biologisch wirtschaftenden Betrieb dar, indem sie Ziele, Prinzipien und Mindestanforderungen für die Bio-Produktion definiert. Wie weit und vielschichtig darüber hinaus die Bio-Prinzipien Anwendung finden obliegt jedoch weiterhin den einzelnen Produzenten.