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43 2015 abb 1 gerstengelbmosaikvirus
Durch das Milde Gerstenmosaikvirus verursachte Vergilbung der Wintergerste

43 2015 abb 2 gerstengelbmosaikvirus
Strichelartige Aufhellungen der Wintergerstenblätter sind Symptome eines Befalls mit dem Gerstengelbmosaikvirus
43 2015 abb 3 gerstengelbmosaikvirus

Dauersporen des Virus übertragenden Bodenpilzes Polmyxa graminis in einer Gerstenwurzel

Seit ihrem europäischen Erstnachweis in Mitteldeutschland gegen Ende der 1970er Jahre haben sich diese Viren rasch ausgebreitet. Anfang der 1990er Jahre erreichten sie Bayern, wo sie mittlerweile im ganzen Land für Probleme im Wintergerstenanbau sorgen. In Österreich wurde das BaYMV 2010 (Huss et al. 2010) und das BaMMV ein Jahr später nachgewiesen (Huss 2011). 2012 erfolgten zwei weitere Nachweise dieser Viren (Huss & Rabenstein 2012). Alle bisherigen Funde stammen aus den intensiven Wintergerstenanbaugebieten Oberösterreichs, aus dem Innviertel und dem Bezirk Wels Land.

Die Gerstengelbmosaikviren kommen in der Natur nur bei Wintergerste vor. Übertragen werden sie durch den Bodenpilz Polymyxa graminis, der bei ausreichender Feuchtigkeit begeißelte Zoosporen bildet, welche die Gerstenwurzeln befallen und so die Viren übertragen. In der Wurzel nistet sich der Pilz ein und bildet Dauersporen, die auch die Viren beherbergen und über ein Jahrzehnt im Boden überdauern können. Über Dauersporen enthaltende Bodenpartikel erfolgt die Ausbreitung der Viren. Innerhalb der Felder passiert dies vor allem durch bodenbearbeitende Geräte. Die weiträumige Ausbreitung erfolgt vornehmlich durch Winderosion. Eine im zeitigen Frühjahr auftretende nesterweise Vergilbung der Wintergerste ist meist ein erstes Zeichen eines Gerstengelbmosaikvirusbefalls. Anders als die Befallsnester der durch Insekten übertragenen Verzwergungsviren, die jährlich an anderer Stelle und in unterschiedlicher Größe auftreten, erscheinen die Nester der Gelbmosaikviren immer an derselben Stelle und von Jahr zu Jahr oft beträchtlich vergrößert. Typisches Befallszeichen sind auf den Blättern blassgrüne und chlorotische Streifen und Strichel, welche vor allem während des Schossens in Erscheinung. Übertragen wird das Virus durch die begeißelten Schwärmer des Bodenpilzes Polymyxa graminis. Diese befallen die Gerstenwurzeln, von wo aus sich das Virus in der ganzen Pflanze ausbreiten kann. Charakteristische Symptome sind im Frühjahr eine nesterweise Vergilbung der Gerstenbestände und auf den Blättern blassgrüne und chlorotische Flecken, Streifen und Strichel. Die meisten Virusnachweise stammten von oberösterreichischen Feldern, auf denen in den letzten drei Jahren zwei Mal Wintergerste angebaut wurde. Auch in Bayern konnte ein Zusammenhang zwischen enger Fruchtfolge und verstärktem Virusauftreten hergestellt werden. Eine erfolgreiche Resistenzzüchtung sorgt dafür, dass in Österreich mittlerweile 65 % der zweizeiligen und 94 % der mehrzeiligen Wintergerstensorten gegen die Gerstengelbmosaikviren resistent sind. Zumindest in den intensiven Wintergerstenanbaugebieten Oberösterreichs sollte dieses Angebot genützt werden.

 

HUSS, H., BADER, R. & M. OBERFORSTER, M. (2010): Gerstengelbmosaik-Virus: Ein Problem bei intensivem Wintergerstenanbau. Der Pflanzenarzt 63 (11-12).

HUSS, H., L. SEIGNER U. G. DERSCH (2010): Gerstengelbmosaik-Virus nun auch in Österreich. Der Pflanzenarzt 63 (9-10): 4-6.

HUSS, H., 2011: Mildes Gerstenmosaikvirus in Oberösterreich gefunden. Der Pflanzenarzt 64 (8): 12-13.

HUSS, H., 2011: Gelbmosaikviren - Eine Gefahr für den Wintergerstenanbau? Der Fortschrittliche Landwirt 17: 34-35.

HUSS, H., RABENSTEIN, F., 2012: Weitere Funde in Oberösterreich: Das Gerstengelbmosaikvirus breitet sich aus. Der Pflanzenarzt 65(8): 8-9.

HUSS, H., RABENSTEIN, F., 2013: Viren - eine zunehmende Gefahr für den Getreidebau? INFORM, Zeitschrift für Pflanzenzüchtung und Saatgutproduktion 2/2013: 12-15.

43 2005 abb 1 koernerleguminosen
Von Mycosphaerella pinodes befallene Erbsenblätter.

43 2015 abb 2 koernerleguminosen
Erbsenhülsen mit Grauschimmelbefall

43 2015 abb 3 koernerleguminosen

Vom Scharfen Adernmosaikvirus verursachtes gelbes Fleckenmuster auf einem Ackerbohnenblatt

Die „Ascochyta-Fuß- und Brennfleckenkrankheiten" werden in der einschlägigen Literatur als ein Krankheitskomplex dargestellt, der von drei verschiedenen parasitischen Pilzen verursacht wird, nämlich Mycosphaerella (= Ascochyta) pinodes, Ascochyta pisi und Phoma medicaginis var. pinodella. Aktuelle Untersuchungen unterstreichen jedoch deren eigenständigen Charakter dieser Pilze, sodass es angebracht erscheint, diese separat zu behandeln. Der Pilz Phoma medicaginis var. Pinodella besiedelt in erster Linie die Wurzel- und Stängelbasis, wo er zu einer Fäulnis führen kann, während die stark samenbürtige Ascochyta pisi ausschließlich Brennflecken auf den Hülsen, Blättern und Stängeln verursacht. Mycosphaerella pinodes hingegen ist der „vielseitigste" dieser Pilze: Als einziger bildet er neben der Nebenfruchtform (= Ascochyta-Stadium) auch Hauptfruchtkörper aus. Er ist wie Phoma medicaginis var. pinodella samen- und bodenbürtig, kann die Wurzel und den Stängelgrund, vor allem aber auch alle oberirdischen Pflanzenteile befallen (HUSS 2010).
Ungewöhnlich feuchtes Wetter kann zu ungewöhnlichem Krankheitsbefall führen. Dies war 2009 der Fall, als der meist als harmloser Schwächeparasit fungierende Grauschimmel Botrytis cinerea bei der Erbse zu starken Krankheitssymptomen führte (HUSS 2010).
Wird die Erbse oder Ackerbohne spät (ab April) angebaut, so kann dies das Risiko eines Virusbefalls erheblich erhöhen. 2008 hatten 6 von 22 oberösterreichischen BIO-Betrieben ein Totalausfall zu beklagen, während die wenigen Bauern, die zwischen 7.und 10. März anbauen konnten, durchschnittlich 1800 kg ernteten. Ursache für den Ertragsausfall war ein Befall mit dem Scharfen Adernmosaikvirus (Pea enation mosaic virus, PEMV). Die befallenen Ackerbohnen zeigten deutliche Vergilbungserscheinungen, wobei die Blätter zwischen den Blattadern aufgehellt bis großflächig vergilbt waren. Oftmals waren Blätter aber auch deutlich gelb gefleckt. Virus-infizierte jüngere Fiederblättchen waren in auffallender Weise nach oben gerichtet und leicht eingerollt. Die befallenen Pflanzen blieben bei geringem bis fehlendem Hülsenansatz oftmals gestaucht und kleinwüchsig (HUSS 2009). Neben dem PEMV waren in den letzten Jahren waren bei Erbse und Ackerbohne auch verstärkt Nanoviren nachweisbar (GRIGORAS ET AL. 1014).

 

GRIGORAS, I., CUETO GINZO, A., MARTIN, D., VARSANI, A., ROMERO, J., MAMMADOV, A., HUSEYNOVA, I., ALIYEV, J., KHEYR-POUR, A., HUSS, H., ZIEBELL, H., TIMCHENKO, T., VETTEN, H., GRONENBORN, B., 2014: Genome Diversity and Evidence of Recombination and Reassortment in Nanoviruses from Europe. J. Gen. Virol. 2014 : vir.0.063115-0v1-vir.0.063115-0.

HUSS, H., 2009: Virusepidemie bei Ackerbohne und Erbse: Scharfes Adernmosaikvirus bringt hohe Ertragseinbußen. Der Pflanzenarzt 62 (3): 10-12.

HUSS, H., 2009: Das Scharfe Adernmosaik - Virus (PEMV) - eine Gefahr für die Körnerleguminosen? www.bio-net.at. Biofrühjahrsanbau 2009: 37-38.

HUSS, H., 2010: Wenn Erbsen "ergrauen". Seltener Grauschimmelbefall im Sommer 2009 dokumentiert. Der Pflanzenarzt 63 (1-2): 20-21.

HUSS, H., 2010: Starke Schädigung der Erbse durch Mycosphaerella pinodes: Das Übel schlummert im Boden weiter. Der Pflanzenarzt 63 (4): 23-25.

43 2015 abb 1 klimawandel und pflanzenkrankheiten
Rechts: Durch die Colletotrichum-Welke vorzeitig abgestorbene Kartoffelpflanzen.

43 2015 abb 2 klimawandel und pflanzenkrankheiten
Durch Virusbefall (BYDV) stark gestauchte Wintergerste.
43 2015 abb 3 klimawandel und pflanzenkrankheiten

Ährenverbräunung der Wintergerste.

Zunehmender Trockenstress

Pilzkrankheiten werden vor allem durch feuchtes Wetter begünstigt. Eine Ausnahme macht Colletorichum coccodes, der Erreger der Welke-Krankheit der Kartoffel, welcher in den letzten Jahren vor allem bei trocken-heißem Wetter für zunehmende Schäden sorgte. Bei ausgeglichenen Wachstumsbedingungen vermag dieser Pilz die Pflanze kaum zu schädigen und fungiert eher als Schwächeparasit. Bei Trockenstress kann er jedoch zu einer abrupt auftretenden Blatt-Dürre und erheblichen Schäden führen. In der Vergangenheit war dieser Pilz nur von trocken-heißen Anbaulagen Ostösterreichs bekannt. Mittlerweile führt er im gesamten österreichischen Kartoffelanbaugebiet zu Schäden (HUSS ET AL. 2008, 2011).

Einwanderung südlicher Krankheitserreger

Das sich ändernde Klima schafft für südlich verbreitete Krankheitserreger günstige Einwanderungsvoraussetzungen. Ein Beispiel ist der Südliche Stängelbrenner Colletotrichum trifolii. Dieser Pilz war bisher vor allem in Frankreich und Italien für Schäden bei Rotklee und Luzerne verantwortlich. In der Schweiz tauchte er in den 1990er- Jahren auf, und in Österreich wurden stärkere Schäden erstmals im Jahr 2009 beobachtet (HUSS ET AL. 2009). Er verursacht auf den Stängeln länglich-ovale Läsionen, welche die ganze Pflanze zum Absterben bringen können.

Zunehmende Herbst-Erwärmung

Von der zunehmenden Herbst-Erwärmung ist besonders das Wintergetreide betroffen. Da mit steigenden Temperaturen die Mobilität von Virus übertragenden Insekten steigt, erhöht sich auch das Risiko eines vermehrten Eintrags von Viren in die aufgelaufene Wintersaat. Die Ausbreitung des Gerstengelbverzwergungsvirus (HUSS & PLANK 2008, HUSS 2009 ) und die zunehmende Bedeutung der Weizenverzwergungsviren (HUSS ET AL. 2003) können als Indiz dafür gewertet werden.

Extreme Feuchtigkeit

Die letzten Jahre waren nicht nur durch Hitzeperioden, sondern auch durch intensive, oft lang anhaltende Niederschlagsereignisse gekennzeichnet, welche Auslöser für neue Krankheitsbilder waren. Zu erwähnen ist dabei die Ährenverbräunung der Winter-Gerste, die wegen des Mykotoxinrisikos besondere Aufmerksamkeit verdient (HUSS & KÖPPL 2011). Begünstigt wurden außerdem ungewöhnliche Bakterienkrankheiten (HUSS & MAVRIDIS 2012) und der Becherpilz Sclerotinia sclerotiorum (HUSS ET AL. 2011).

HUSS, H., PLANK, M., 2008: Getreideviren im Aufwind. Der fortschrittliche Landwirt 18, 62-63

HUSS, H., HEIN, W., SÖLLINGER, J., 2008: Die Colletotrichum-Welkekrankheit der Kartoffel: Im Aufwind dank der Klimaerwärumung. Der Pflanzenarzt 61 (3), 6-7.

HUSS, H., 2009: Über bemerkenswerte Veränderungen im Auftreten von Viruskrankheiten bei Getreide, Körner - Leguminosen und Kürbis. Tagungsbericht 2009 der 64. ALVA Tagung-Tagung, St. Virgil.

HUSS, H., NEUMMAYER, I., FRÜHWIRTH, P., 2009: Eine neue Wärme liebende Krankheit: Die Anthraknose von Rotklee und Luzerne. Der Pflanzenarzt 62 (5), 13-14

HUSS, H., EITZINGER, J., SÖLLINGER, J., HEIN, W., 2011: Colletotrichum-Welke der Kartoffel als Stresstest: Schäden bei empfindlichen Sorten nehmen zu. Der Pflanzenarzt 64 (6-7): 15-19.

HUSS, H., KÖPPL, H., 2011: Eine Krankheit von zunehmender Bedeutung: Die Fusarium - Ährenverbräunung der Gerste. Der Pflanzenarzt 64(3): 15-18.

HUSS, H., KRENN, J., ADAM, E., 2011: Sclerotinia-Schäden bei Kartoffel und Ölkürbis. Der Pflanzenarzt 64 (11-12): 13-14.

HUSS, H., MAVRIDIS, A., 2012: Pseudomonas cichorii: Ungewöhnlicher Bakterienbefall bei Erbse und Ackerbohne. Der Pflanzenarzt 65(5): 4.

HUSS, H., GUND, N. A., SEIGNER, L., MANSCHADI A., 2013: Barley dwarf virus und Wheat dwarf virus: Weizenverzwergungsviren verursachten Virusschäden. – Der Pflanzenarzt 66 (1-2) 22-26.

HUSS, H. , RABENSTEIN F., 2013: Viren – eine zunehmende Gefahr für den Getreidebau? - Inform 2: 12-15.

HUSS, H., 2013: Nicht nur durch Fusarien verursacht: Die Ährenverbräunung der Gerste. Der Pflanzenarzt 66(9-10): 4-6.

HUSS, H., 2013: Wetter entscheidend für Krankheitsverlauf. Neue Erreger im Anmarsch. BIO AUSTRIA 4/13: 20-21

LEMMENS, M., GEORGIEVA, P., HUSS, H. , 2014: Kommen Ährenfusarien nun auch in der Wintergerste? – Der fortschrittliche Landwirt 10: 44-45.


 

 

 

 

 

 

 

 

43 2015 abb 1 pilzkrankheiten historischer rueckblick
Durch Mutterkornvergiftung verstümmelter Mensch (aus Sieger 2008: Das "Heilige Feuer" oder "Antonius Feuer".

 
Parasitische Pilze sind die wichtigsten Krankheitserreger unserer Kulturpflanzen. Schlüssel für den Erfolg dieser Pilze sind ihre große genetische Anpassungsfähigkeit an die durch Züchtung ständig weiterentwickelten Kulturpflanzen und ihre ökologische Anpassungsfähigkeit an die ebenso im Wandel begriffene pflanzenbauliche Praxis. Trotz eines hoch entwickelten Pflanzenschutzes können parasitische Pilze jedoch nach wie vor massive Ertragseinbußen verursachen.
Die Geschichte der Krankheitsrreger unserer Kulturpflanzen reicht 10 000 Jahre zurück. Da die Wiege des Ackerbaus, der durch Winterregen begünstigte Norden der Arabischen Halbinsel, nicht nur Heimat der Wildformen von Weizen und Gerste, sondern auch das Ursprungsgebiet der Weizen- und Gerstenroste ist, kann davon ausgegangen warden, dass die ersten Kulturpflanzen bereits von Rosten parasitiert wurden.....(siehe Huss 2012).

 

HUSS, H., 2012: Pilzkrankheiten im Ackerbau - Historischer Rückblick und aktuelle Entwicklungen. Stapfia 96: 195-209.


 

 

 

 

 

 

 

 

43 2015 abb 1 neue bakterienkrankheiten
Braunschwarz verfärbter Wintergerstenhalm als Folge einer Mischinfektion von Bakterien (Xanthomonas translucens var. hordei und Pseudomonas syringae pv. atrofaciens) und Fusarien.

43 2015 abb 2 neue bakterienkrankheiten
Von Pseudomonas cichorii und Pseudomonas syringae pv. syringae verursachte wassergetränkte Flecken auf einer Erbse.
Die ausgedehnten Mai-Niederschläge der Jahre 2010 und 2013 haben vor allem bei der Wintergerste zu einem verstärkten Bakterienbefall geführt. Eine Mischinfektion von Pseudomonas syringae pv. atrofaciens mit verschiedenen Fusarium-Arten führte zu dem Krankheitsbild der Ährenverbräunung der Wintergerste (HUSS 2013). Daran beteiligt war 2013 erstmals auch Xanthomonas translucens var.hordei (HUSS 2014). Befallene Pflanzen traten besonders deutlich während der Gelbreife in Erscheinung, da sie sich von den nun goldgelben und größtenteils geknickten gesunden Gersten durch einen aufrechten Habitus und unterhalb der Ähre durch schwarzbraune Halmpartien abhoben. Die Körner hatten ein deutlich reduziertes Tausendkorngewicht, was die aufrechte Haltung der Ähren erklärt. Sie waren meist an der Kornbasis braunschwarz bis braun verfärbt.
Bakterienerkrankungen der Erbse treten weltweit in Erscheinung und sind oftmals die Folge einer mechanischen Schädigung der Pflanzen. In den kühleren Lagen spielen Frostschäden
eine wichtige Rolle als Eintrittspforte für die Bakterien, weshalb stärkere Ertragseinbußen vor allem von Wintererbsen bekannt sind. Nach lang anhaltendem Regen waren an der Versuchsstation Lambach/Stadl-Paura auch bei Sommererbsen und Ackerbohne Bakteriensymptome zu beobachten. Hauptsächlicher Verursacher war das bisher vor allem als Salapathogen bekannte Bakterium Pseudomonas cichorii (HUSS & MAVRIDIS 2012).

HUSS, H., KÖPPL, H., 2011: Eine Krankheit von zunehmender Bedeutung: Die Fusarium - Ährenverbräunung der Gerste. Der Pflanzenarzt 64(3): 15-18.

HUSS, H., MAVRIDIS, A., 2012: Pseudomonas cichorii: Ungewöhnlicher Bakterienbefall bei Erbse und Ackerbohne. Der Pflanzenarzt 65(5): 4.

HUSS, H., 2013: Nicht nur durch Fusarien verursacht: Die Ährenverbräunung der Gerste. Der Pflanzenarzt 66 (9-10): 4-6.

HUSS, H., 2014: Xanthomonas translucens var. hordei: Ein neues Bakterium der Wintergerste. Der Pflanzenarzt 67 (9-10): 8-9.