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Vor allem Jungtiere sind für Parasiten empfänglich

 
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Die Versorgung mit sauberm Wasser ist notwendig. Befästigte Tränken reduzieren das Parasitenrisiko.
 

Autor : Dr. Leopold Podstatzky-Lichtenstein

Um eine hohe Parasitenbelastung zu vermeiden, ist es zuerst einmal wichtig, einen Überbesatz zu vermeiden. (nicht über 2 GVE/ha). Weiters sollen künstliche Tränken angelegt werden. Speziell um den Befall mit Leberegel zu unterbinden, ist es notwendig, dass Feuchtstellen und Tümpel im Umkreis von 2 Metern ausgezäunt werden. Ein Wechsel zwischen Weide- und Schnittnutzung ist hinsichtlich Parasitendruck günstiger.

Eine Kontrolle des Parasitenbefalls der Weidetiere zur Erhaltung der Tiergesundheit ist unabdingbar. Es ist sinnvoll, in regelmäßigen Abständen Kotproben auf ausgeschiedene Eier zu untersuchen. Bei hohem Infektionsdruck kann es notwendig sein, strategische Behandlungen durchzuführen zu müssen.

Besonderes Augenmerk ist auf den Befall mit Lungenwurm zu achten (Beginnt mit vermehrten Husten und beschleunigter Atmung). Tiere, die sich schon einmal infiziert haben, bilden eine Immunität aus, die aber nur durch Aufnahme von einer geringen Anzahl von Lungenwürmern weiter aufrechterhalten wird. Empfängliche Milchrinder dagegen erkranken hochakut, sodass eine Behandlung notwendig ist. Die Ausheilung dauert sehr lange. Eine feuchtwarme Witterung und feuchte Weiden begünstigen den Lungenwurmbefall.

Die Babesien, die das Blutharnen verursachen, werden durch Zecken übertragen. Je nach Region und Zeckenart ist das zeitliche Auftreten von Babesiosen sehr unterschiedlich. Auf Grund der Saisonaktivität der Zecken kommt es meist im Mai und Juni sowie im September und Oktober zu Ausbrüchen. Zur Erkrankung kommt es, wenn Jungtiere erst im Alter von über 9 Monaten von infizierten Zecken befallen werden oder wenn empfängliche Tiere in endemische Regionen gelangen. Jungtiere bis zu einem Alter von 9 Monaten sind durch eine Jugendresistenz vor der Erkrankung geschützt. Die ausgebildete Immunität schützt sie in den folgenden Lebensjahren. In bekannten Babesiengebieten ist die wichtigste Maßnahme das Fernhalten empfänglicher Tiere von den Zeckenhabitaten (Rändern von Weiden) bzw. das konsequente Weiden der Jungtiere (Jugendresistenzbildung).