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Autor: Priv. Doz. Dr. DI Andreas Steinwidder

Wenn man sich entschließt eine enge Blockabkalbung umzusetzen, hat das Fruchtbarkeitsmanagement eine große Bedeutung. In der Umstellungsphase ist mit einer im Durchschnitt verlängerten Zwischenkalbezeit und Laktationsdauer zu rechnen. Auch die Milchleistung der Kühe bzw. des Betriebes kann dadurch im Umstellungsjahr sinken (0-15 %). Wenn der Tierbestand deutlich ausgeweitet wird oder der Kraftfuttereinsatz am Betrieb stark reduziert wird, kann möglicherweise das derzeitige Grundfutterangebot trotz effizienter Nutzung nicht ausreichen. Zur Berechnung des Futterbedarfs bei Umstellung auf Vollweidehaltung steht Ihnen ein Excel-Formular zur Verfügung.   

Kühe die aus dem Belegefenster hinaus fallen, werden ab Beginn der Umstellung konsequent nicht mehr belegt. Dabei ist zu beachten, dass üblicherweise ein „Nachvorholen“ des Abkalbetermins bei Kühen welche sich am Ende des angesetzten Belegefensters befinden, nicht erwartet werden darf. Jene Kühe die nach dem Ende der angesetzten Belegezeit zur Brunst kommen, werden konsequent bis zum Beginn der nächsten Belegezeit nicht mehr belegt bzw. gedeckt. Wie die Praxisbetriebsleiter berichteten, bereitete es keine Probleme diese Tiere in das System einzugliedern. Die Kühe kamen regelmäßig zur Brunst und wurden auf den Betrieben auch rasch trächtig.

  • In der Umstellungsphase sollte eher einen früher Abkalbetermin angestrebt werden. Kühe die relativ spät zur Belegung anstehen – auch wenn sie sich theoretisch noch im Belegefenster befinden – sollten bewusst nicht mehr belegt werden. Damit hat man in den ersten Folgejahren weniger Druck und hat die nötige Zeit zum Erfahrungssammeln.

Terminbeispiel:

Der Betriebsleiter strebt langfristig eine Abkalbezeit von 1. Jänner bis spätestens 15. März an. Damit ergibt sich ein Belegefenster von 22. März – 1. Juni. Im ersten Umstellungsjahr sollte der Belegebeginn und das Belegeende jedoch bewusst um 3-4 Wochen nach vor gezogen werden (Belegefenster 1. Umstellungsjahr: 20. Februar-1. Mai). In den Folgejahren sind die gesetzten Termine jedoch sehr konsequent einzuhalten – ansonsten verliert man die Melkpause bzw. hat lange Trockenstehzeiten bei einigen Kühen.