Sie benutzen eine uralte Version von Microsofts InternetExplorer.
Diese Version wird von unserer Website nicht mehr unterstützt.
Bitte aktualisieren Sie Ihren InternetExplorer oder wechseln Sie zu einem anderen modernen Browser.
40 2012 kuehe beim weiden
 

 
40 2012 weidetriebweg zauner

Autor: Priv. Doz. Dr. DI Andreas Steinwidder

Je nach täglicher Weidedauer und Ergänzungsfütterung können unterschiedliche Weidestrategien am Betrieb umgesetzt werden. Nur eine betriebs- und standortangepasste Weidestrategie ist langfristig erfolgsversprechend. Jede Weidestrategie hat individuelle Stärken und Schwächen und muss auf die Betriebsziele abgestimmt werden.

  • Je mehr weidefähige Flächen zur Verfügung stehen, umso höher kann der Weidegrasanteil an der Jahresration betragen.
  • Bei begrenzter Weidefläche, in Regionen mit hoher Hitze- oder Fliegenbelastung, bei erhöhtem Beobachtungsbedarf, wenn eine gezielte Ergänzungsfütterung und/oder hohe Einzeltierleistungen angestrebt werden, wird üblicherweise auf die Stunden- oder Halbtagsweidehaltung zurückgegriffen.

 Tabelle 1: Weidestrategien in der Milchviehhaltung

 

Vollweide

Ganztagsweide

Halbtagsweide

Stundenweide

Bedarf an arrondierten Weideflächen

hoch

hoch

mittel

gering

Ergänzungsfutter zur Weide

sehr gering bzw. keine

ja

ja bedeutend

ja sehr bedeutend

Möglicher Weidegrasanteil an Gesamtjahresration
(% der T)1)

45-60

30-45

15-30

bis 15

Sehr hohe Einzeltierleistungen in der Praxis

Nein2)

nein

ja/nein

ja

Saisonale Abkalbung

günstig

günstig

nicht üblich

nicht üblich

„Low Input“ Strategie

ja

ja/nein

nein

nein

1)Realistische Werte für Österreich je nach Klimabedingungen und Umsetzung der Strategie
2)Bei früher Winterabkalbung höhere Leistung möglich