Sie benutzen eine uralte Version von Microsofts InternetExplorer.
Diese Version wird von unserer Website nicht mehr unterstützt.
Bitte aktualisieren Sie Ihren InternetExplorer oder wechseln Sie zu einem anderen modernen Browser.

4_2010_weidezaunerrichtung
Der Schweizer Landwirt Fam. Ursula & Werner Attinger, 9220 Bischofszell errichtet bzw. baut seine flexiblen Weidezäune in kurzer Zeit mit einem interessanten Quad-System auf  bzw. ab.

Hier können Sie dazu eine von Ing. Helmut Riegler und Huber Gregor zusammengestellte Diaschau ansehen.

www.gertau.ch

 

 

_R___4_bioinsitut____pare1b8e5cb54387bd819fef2386d5d1ba0_dat1342760528 Weideinfos
Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir erlauben uns folgende Veranstaltungen anzukündigen, damit Sie diese Termine bei Interesse in Ihren Planungen für 2010 entsprechend berücksichtigen können. Einladungen dazu sowie weitere Hinweise erhalten Sie zu gegebener Zeit gesondert bzw. können über die Homepage abgerufen werden (www.raumberg-gumpenstein.at).

_R___41_2011_wiesenrispe1____pare1b8e5cb54387bd819fef2386d5d1ba0_dat1342759874 Weideinfos

Das jüngste Blatt ist gefaltet

_R___41_2011_wiesenrispe2____pare1b8e5cb54387bd819fef2386d5d1ba0_dat1342759875 Weideinfos
In der Mitte des Blattes sind 2 Rillen (Doppelrille) und das Blatt ist parallelrandig (= läuft nicht spitz zu)

_R___41_2011_wiesenrispe3____pare1b8e5cb54387bd819fef2386d5d1ba0_dat1342759876 Weideinfos

Von der Seite betrachtet (links) bildet die Blattspitze eine Kapuze. Wird diese ausgestrichen (rechts) dann entstehen 2 Spitzen (= Ende der 2 Rillen)

 Das Wiesenrispengras ist das bedeutendste Weidegras im alpinen Raum Österreichs. Die Verbreitung reicht vom Tal bis auf die Almen. Dieses Gras besitzt die Fähigkeit starke unterirdische Triebe zu bilden und trägt somit zur Bildung einer dichten Grasnarbe bei.
Das Wiesenrispengras wird zu den Untergräsern gezählt und ist im Bestand durch die dunkelgrüne bis blaugrüne Farbe erkennbar. Das oberste Blatt kommt immer gefaltet aus dem Halm. Betrachtet man die leicht gerillte Oberseite des Blattes genauer lässt sich in der Mitte zwei größere Rillen (Doppelrille) erkennen. Die Blattspitze bildet von der Seite betrachtet eine klein Kapuze, die mit den Findern auseinandergelöst werden kann, sodass die Blattspitze nun 2 Spitzen zeigt.
Dieses Gras ist ertragreich und intensiv nutzbar und stellt eines der wertvollsten Futterpflanzen dar. Schwieriger gestaltet sich die Einsaat, da die Samen der Wiesenrispe sehr empfindlich auf eine zu tiefe Ablage (unter 0,5 cm) reagieren und eine sehr langsame Jugendentwicklung zeigen, wodurch bei der Übersaat einige Dinge zu beachten sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

_R___41_2011_wiesenrispe_weide____pare1b8e5cb54387bd819fef2386d5d1ba0_dat1342759880 Weideinfos
Wiesenrispengras-Weißklee-Weide

_R___41_2011_raygras_weide____pare1b8e5cb54387bd819fef2386d5d1ba0_dat1342759866 Weideinfos

Englisch Raygras-Weide

_R___41_2011_abgeweidete_wiesenripse____pare1b8e5cb54387bd819fef2386d5d1ba0_dat1342759812 Weideinfos

Ein abgeweideter Wiesenrispengras-Weißklee-Bestand ist immer noch sehr dicht und trittstabil.

41 2011 wiesenrispe durch kotfladen

Durchwuchs von Wiesenrispengras in alten Kotfladen

_R___41_2011_abgetretene_bestockungstriebe____pare1b8e5cb54387bd819fef2386d5d1ba0_dat1342759811 Weideinfos
Englisches Raygras bildet bei Beweidung viele Bestockungstriebe

_R___41_2011_wiesenripse_fruehling____pare1b8e5cb54387bd819fef2386d5d1ba0_dat1342759874 Weideinfos

Beweidetes Wiesenrispengras bildet viele Nebentriebe und machen die Grasnarbe trittstabil.

Autor: DI Walter Starz

Betriebe die zukünftig verstärkt auf das Weidesystem setzen wollen benötigen dafür Kerndauerweideflächen. Solche Flächen werden nicht gemäht und müssen daher im Mehrfachantrag (MFA) als Dauerweiden angeben werden. Für einen Weidebetrieb ist es sehr wichtig Dauerweiden zu haben, da solche Flächen vom Pflanzenbestand her sehr Trittstabil sind und gute Erträge liefern.
Werden nun solche Dauerweiden angelegt so wird ein Betrieb im Frühling mit der Beweidung einer Mähwiese beginnen. In traditionellen Schnittwiesen sind hauptsächlich horstförmig wachsende Obergräser (z.B. Knaulgras, Glatthafer oder Wiesenfuchsschwanz) vorherrschend, die bei einer intensiven Beweidung mit der Zeit zurückgedrängt werden. Bei einer optimalen Weideführung wird der Aufwuchs von den Tieren bis auf 2-3 cm verbissen und dabei verlieren die Horstgräser die Speicherstoffe aus den unteren Triebteilen. Daneben werden auch die Wiederaustriebsstellen der Horstgrässer abgefressen oder beschädigt, sodass mit der Zeit diese im Bestand zurückgedrängt werden. Daher entstehen Lücken (offener Boden) die von wertvollen Futtergräsern geschlossen werden müssen.
Neben solchen Gräsern besitzen manche Horstgräser die Fähigkeit bei Beweidung Bestockungstriebe zu bilden, was zu einer dichten Grasnarbe führt. Ein Beispiel dafür ist das Englische Raygras. Als zweite bedeutende Wuchsform bilden bestimmte Gräser Ausläufertriebe. Das bedeutendste unter ihnen ist das Wiesenrispengras. Auf der Seite der Leguminosen ist der Weißklee auf Weideflächen wichtig. Im Idealfall besiedeln solche Gräser die entstehenden Lücken. Dies funktioniert nur auf Flächen, die bereits einen hohen Anteil (über 25 %) dieser gewünschten Gräser besitzen. In den meisten Fällen sind wertvolle Untergräser zu wenig in der Wiese vorhanden und so werden ohne eine Maßnahme die entstehenden Lücken von unerwünschten Gräsern und Kräutern besiedelt. Solch eine Entwicklung führt zu einer Verringerung des Mengen- und Qualitätsertrages auf der Fläche. Dabei darf nicht angenommen werden, dass die intensive Beweidung an diesem Zustand schuld ist, sondern das Fehlen der gewünschten Pflanzen.
In der Umstellungsphase von einer Mähwiese zu einer Dauerweide bzw. bei der Sanierung bestehender Dauerweiden ist es ratsam begleitende Übersaaten zu tätigen, die den Bestand in die gewünschte Richtung lenken und somit die gewünschten Erträge und Qualitäten garantieren.


Untersuchungsergebnisse:

In einem 3-jährigen Forschungsprojekt des Bio-Instituts am LFZ Raumberg-Gumpenstein, wurde die Kurzrasenweide mit der am Standort üblichen Schnittnutzung verglichen. Dabei wurde auch der Pflanzenbestand untersucht und die Ergebnisse sind in der Tabelle dargestellt.

Tabelle: Pflanzenbestände bei Kurzrasenweide- und Schnittnutzung auf einer Fläche mit einheitlichem Ausgangsbestand.

41 2011 tabelle bestand

 

 

 

 

 

 

Der Einfluss der Weide auf den Pflanzenbestand war deutlich erkennbar. Auf den Kurzrasenweideparzellen kam es zu einer Zunahme an Leguminosen (in erster Linie Weißklee), Englischem Raygras und Wiesenrispengras. Jeder der drei Arten konnte um die 20 Flächenprozent erreichen. Diese Anteile waren doppelt bis dreifach so hoch als in der Schnittnutzung. Dafür konnten auf den Kurzrasenweideparzellen typische Gräser der Wiesen, wie Knaulgras oder Goldhafer kaum beobachtet werden. Dieses Untersuchungsergebnis ist eine logische Konsequenz wenn das Wuchsbild der 3 dominanten Arten der Kurzrasenweide berücksichtigt wird. Weißklee und Wiesenrispengras besitzen Ausläufer mit denen sie in die Fläche hineinwachsen ohne dafür Samen bilden zu müssen. Das Englische Raygras wird durch die Beweidung zur Bestockung angeregt und wächst so ebenfalls polsterförmig in die Fläche hinein. Demgegenüber stehen wieder die Wiesengräser, die einen ausschließlichen horstförmigen Wuchs aufweisen und sich nicht über Ausläufer ausbreiten können und daher bei Weidenutzung zurückgedrängt werden. Neben diesen Versuchsergebnissen und weiteren Beobachtungen in der Praxis tritt diese Änderung des Pflanzenbestandes bereits im ersten und zweiten Weidejahr ein. Zu diesem Zeitpunkt wird der Bestand, durch das Ausfallen der bisherigen typischen Wiesengräser, lückig. Zu diesem Zeitpunkt ist es ratsam begleitende Übersaaten durchzuführen.

 

 

<-- zurück

 

 

 

 

 

 

_R___41_2011_weidekuehe____pare1b8e5cb54387bd819fef2386d5d1ba0_dat1342759867 Weideinfos
 

 
_R___41_2011_weidekuehe2____pare1b8e5cb54387bd819fef2386d5d1ba0_dat1342759869 Weideinfos

Autor: DI Walter Starz

Das Futter auf der Weide ist das preiswerteste und gehaltvollste Grundfutter, das dem Wiederkäuer angeboten werden kann. Gerade Betriebe die einen Großteil der Ration aus dem Weidefutter beziehen sind auf ertragreiche Bestände angewiesen. Haupteinflussquellen für einen ertragreichen Bestand sind der optimale Pflanzenbestand,  eine ordnungsgemäße Weidepflege sowie das Messen der Futteraufwuchshöhe.
Steigen Betriebe verstärkt in die Weidehaltung ein müssen bisherige Schnittwiesen in Dauerweiden umgewandelt werden. Dafür ist es in den meisten Fällen notwendig begleitende Übersaaten zu machen damit sich der gewünschte Pflanzenbestand schneller einstellt.
Ein optimaler Weidebestand benötigt auch eine gute Pflege und dazu zählen das rechtzeitige Austreiben im Frühling die Düngung sowie das Mulchen bzw. Nachmähen auf der Fläche.
Einer erfolgreichen Weidenutzung geht eine intensive Planungsarbeit voraus, damit die gewünschten Futterqualitäten sowie stabile Erträge erzielt werden können.

- Was sind wertvolle Weidepflanzen?

- Wie werden Übersaaten auf Dauerweiden gemacht?

- Wie wird die Aufwuchshöhe des Weidefutters gemessen?

- Mit welchen Erträgen kann auf Dauerweiden gerechnet werden?

- Wie schaut die Qualität des Weidefutters aus?

- Worin liegt die Bedeutung der Frühjahrsweide?

- Was muss bei der Herbstweide beachtet werden?

- Müssen Dauerweiden gemulcht bzw. nachgemäht werden?

- Wie erfolgt die Düngung auf Dauerweideflächen?