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_R___41_2011_raygras1____pare1b8e5cb54387bd819fef2386d5d1ba0_dat1342759862 Weideinfos

Der Triebgrund ist rot.
 
_R___41_2011_raygras2____pare1b8e5cb54387bd819fef2386d5d1ba0_dat1342759863 Weideinfos
Die Blattoberseite besitzt viele Rillen und das Blatt ist unter 5 mm breit.
 
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Das jüngste Blatt ist gefaltet und die Blätter glänzen auf der Unterseite.

 Das Englische Raygras ist in den Gunstlagen des Alpenvorlandes und in den alpinen Tälern ebenfalls ein bedeutendes Weidegras. Dieses reagiert empfindlich auf lange kalte Winter, mit einer langen geschlossenen Schneedecke.
Das Englische Raygras wird zu den Mittelgräsern gezählt und ist erkennbar durch Blätter, die an der Unterseite stark glänzen und an der Oberseite leicht gerillt sind. Auch bei diesem Gras kommt das oberste Blatt gefaltet aus dem Halm.
Durch die Beweidung werden die Horste des Englischen Raygras angeregt viele Seitentriebe zu bilden (=lockere Horste), wodurch es auch zur Bildung einer stabilen Grasnarbe beiträgt. Das Englische Raygras ist angepasst an eine intensive Düngung und Nutzung und stellt ein sehr wertvolles Futtergras dar.
Eine Ein- bzw. Nachsaat mit Englischem Raygras gestaltet sich unkompliziert, da die Samen rasch keimen und auf die Saattiefe unempfindlicher reagieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Das Englische Raygras ist in den Gunstlagen des Alpenvorlandes und in den alpinen Tälern ebenfalls ein bedeutendes Weidegras. Dieses reagiert empfindlich auf lange kalte Winter, mit einer langen geschlossenen Schneedecke.

Das Englische Raygras wird zu den Mittelgräsern gezählt und ist erkennbar durch Blätter, die an der Unterseite stark glänzen und an der Oberseite leicht gerillt sind. Auch bei diesem Gras kommt das oberste Blatt gefaltet aus dem Halm.

Durch die Beweidung werden die Horste des Englischen Raygras angeregt viele Seitentriebe zu bilden (=lockere Horste), wodurch es auch zur Bildung einer stabilen Grasnarbe beiträgt. Das Englische Raygras ist angepasst an eine intensive Düngung und Nutzung und stellt ein sehr wertvolles Futtergras dar.

Eine Ein- bzw. Nachsaat mit Englischem Raygras gestaltet sich unkompliziert, da die Samen rasch keimen und auf die Saattiefe unempfindlicher reagieren.

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Der Weißklee besitzt einen oberirdischen Kriechtrieb, der immer wieder Verzweigungen bilden und so in den Bestand hinein wächst.

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Ein gutes Gräsergerüst ist die beste Vorraussetzung gegen eine zu dominante Ausbreitung des Weißklees.

_R___41_2011_weiklee3____pare1b8e5cb54387bd819fef2386d5d1ba0_dat1342759873 Weideinfos

In den Wurzelknöllchen sitzen jene Bakterien (Rhizobien) die in der Lage sind den Luftstickstoff zu binden. Dieser Stickstoff dient der Pflanze dazu eigene Eiweiße aufzubauen.

Der Weißklee ist die vorherrschende Leguminose auf Dauerweiden. Damit sich der Weißklee im Bestand ausbreiten kann benötigt er Licht und Platz. Durch den Verbiss der Weidetiere wird der Bestand kurz gehalten, was dem Weißklee genügend Licht verschafft. Zusätzlich erfolgt ein mechanischer Reiz durch den Tritt wodurch Verzweigungen des oberirdischen Kriechtriebs entstehen. Weißklee ist im Bestand nicht nur ein bedeutender Eiweißlieferant sondern trägt auch zur Schmackhaftigkeit des Futters bei. Dabei gilt nur zu beachten, dass die Flächenanteile nicht über 30 % ansteigen, da sonst ein vermehrtes Blährisiko gegeben ist. Eine gut entwickelte Grasnarbe ist hier entscheidend, damit es zu keiner flächigen Ausbreitung des Weißklees kommt.
Der Weißklee ist nicht nur wegen der hohen Eiweißgehalte wichtig sondern besitzt auch die Fähigkeit über die Knöllchenbakterien Luftstickstoff zu fixieren. Im Schnitt werden pro Gewichtsprozent Klee im Bestand 3 kg Stickstoff pro Jahr und ha fixiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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Das Englische Raygras ist in den Gunstlagen des Alpenvorlandes und in den alpinen Tälern ebenfalls ein bedeutendes Weidegras. Dieses reagiert empfindlich auf lange kalte Winter, mit einer langen geschlossenen Schneedecke.

Das Englische Raygras wird zu den Mittelgräsern gezählt und ist erkennbar durch Blätter, die an der Unterseite stark glänzen und an der Oberseite leicht gerillt sind. Auch bei diesem Gras kommt das oberste Blatt gefaltet aus dem Halm.

Durch die Beweidung werden die Horste des Englischen Raygras angeregt viele Seitentriebe zu bilden (=lockere Horste), wodurch es auch zur Bildung einer stabilen Grasnarbe beiträgt. Das Englische Raygras ist angepasst an eine intensive Düngung und Nutzung und stellt ein sehr wertvolles Futtergras dar.

Eine Ein- bzw. Nachsaat mit Englischem Raygras gestaltet sich unkompliziert, da die Samen rasch keimen und auf die Saattiefe unempfindlicher reagieren.

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Wird beim Spitzen der Gräser beweidet, können die Tiere nicht selektieren und unerwünschte Gründlandpflanzen werden mitgefressen und somit im Bestand zurückgedrängt.

_R___41_2011_baerenklau____pare1b8e5cb54387bd819fef2386d5d1ba0_dat1342759817 Weideinfos

Grünland-Bestand mit Wiesenbärenklau - Verkrautung

_R___41_2011_hahnenfu____pare1b8e5cb54387bd819fef2386d5d1ba0_dat1342759829 Weideinfos
Grünland-Bestand mit Scharfem Hahnenfuß

Autor: DI Walter Starz

Neben dem Pflanzenbestand stellt die Weidepflege einen wichtigen Faktor dar. Ein entscheidender Grundsatz ist ein früher Weidebeginn. Mit dem Weiden wird zum Zeitpunkt des Spitzens der Gräser begonnen. Das Futter ist erst wenige cm hoch und die Beweidung erfolgt über eine große Fläche (2-3 Kühe je ha). Dabei ist nur zu berücksichtigen, dass die Tragfähigkeit des Bodens gegeben ist und somit keine Narbenschäden verursacht werden. Die Frühjahrsweide hat mehrere positive Effekte auf den Pflanzenbestand.
Die Klauen der Rinder werden auf den Grünlandflächen meistens in Verbindung mit Trittschäden gebracht. Dies muss nicht immer der Fall sein. Die Klaue des Rindes kann sogar sehr positiv auf den Pflanzenbestand wirken. Doldenblütige Gewächse wie der Wiesenkerbel oder der Wiesenbärenklau reagieren sehr empfindlich auf eine Beweidung. Wird auf einer Fläche regelmäßig geweidet verschwinden diese Pflanzen. Nicht nur Kräuter können empfindlich auf den Tritt reagieren sondern auch manche Gräser. So wird durch den Weidetritt die Gemeine Rispe zurückgedrängt. Dieses unerwünschte Gras besitzt oberirdische Ausläufertriebe die beim Weidegang durch die Klauen zerteilt werden und dadurch eine Schwächung der Pflanze eintritt. Die hier beschriebenen Effekte sind besonders in der Zeit von Vegetationsbeginn bis zum ersten Schnitt sehr stark. Sie werden bis zum Herbst hin immer schwächer. Somit kann die Herbstweide nicht mit diesen Effekten mithalten. Im Regelfall werden bei der Herbstweide Schnittwiesen beweidet, die keine trittstabile Grasnarbe, wie auf Dauerweiden, aufweisen.
Der Scharfe Hahnenfuß gilt als eine Pflanze die durch die Beweidung nicht zurück gedrängt werden kann. Da diese Pflanze Giftstoffe enthält wird sie von den Tieren gemieden. Dies trifft nur zu wenn die Tiere in hohen Beständen (ab 20 cm) zu weiden beginnen. Bestoßt man eine Fläche im zeitigen Frühling, beim Spitzen der Gräser, wird der sehr junge Scharfe Hahnenfuß mitgefressen. In diesem frühen Entwicklungsstadium der Pflanzen selektieren die Rinder nicht und fressen alles was sie auf der Fläche vorfinden. Wird den Kräutern in diesem Stadium die grüne Blattmasse ständig abgefressen gehen sie daran zu Grunde. Somit zeigt sich auch hier, dass es zu einem Zurückdrängen der Kräuter durch die Frühlingsbeweidung kommt. Dieser Effekt tritt jedoch nicht bei einer einmaligen Beweidung auf sondern muss über mehrere Jahre wiederholt werden. Grünlandbestände reagieren in der Regel verzögert auf eine Änderung in der Nutzung.
Die Kombination aus Viehtritt und ständigem abweiden der Pflanzen fördert die Bildung von Seitentrieben und ist damit hauptverantwortlich für eine dichte Grasnarbe. Gerade das Wiesenrispengras, das Englische Raygras und der Weißklee werden durch das ständige abweiden zur Triebbildung angeregt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

_R___41_2011_offener_boden1____pare1b8e5cb54387bd819fef2386d5d1ba0_dat1342759864 Weideinfos


_R___41_2011_offener_boden2____pare1b8e5cb54387bd819fef2386d5d1ba0_dat1342759861 Weideinfos

Für Übersaaten sind lückige Bestände eine Vorraussetzung

_R___41_2011_feinsmereienstreuer____pare1b8e5cb54387bd819fef2386d5d1ba0_dat1342759817 Weideinfos

Feinsämereienstreuer können gut für Übersaaten auf Weiden eingesetzt werden.

_R___41_2011_keimlinge____pare1b8e5cb54387bd819fef2386d5d1ba0_dat1342759837 Weideinfos

Aufgegangene Wiesenrispengras-Sämlinge

_R___41_2011_wiesenrispenpflanze____pare1b8e5cb54387bd819fef2386d5d1ba0_dat1342759878 Weideinfos

Wiesenrispengras dominiert den übergesäten Bestand

_R___41_2011_flaeche_mit_uebersaat____pare1b8e5cb54387bd819fef2386d5d1ba0_dat1342759821 Weideinfos

Die mit Wiesenrispengras übergesäte Flächezeigt ein starkes Grasgerüst.

_R___41_2011_flaeche_ohne_uebersaat____pare1b8e5cb54387bd819fef2386d5d1ba0_dat1342759821 Weideinfos

Die nicht übergesäte Fläche ist arm an Gras

Autor : DI Walter Starz

Wird damit begonnen Wiese in Dauerweiden umzuwandeln entstehen im Pflanzenbestand Lücken, da typische Wiesengräser der Beweidung nicht standhalten. Sind nicht ausreichend weidetolerante Pflanzen vorhanden können diese Lücken von unerwünschten Gräsern und Kräutern besiedelt werden. Diese Entwicklung führt in weiterer Folge zu einer Verringerung des Mengen- und Qualitätsertrages auf der Fläche. Dabei ist nicht die intensive Beweidung an diesem Zustand schuld, sondern das Fehlen geeigneter Weide-Pflanzen. In der Umstellungsphase von einer Mähwiese zu einer Dauerweide bzw. bei der Sanierung bestehender Dauerweiden ist es ratsam begleitende Übersaaten zu tätigen, die den Bestand in eine gewünschte Richtung lenken und somit optimale Erträge und Qualitäten garantieren. Übersaaten auf Weiden sind einfach durchzuführen und benötigen einen geringen Maschineneinsatz. Eine Voraussetzung dafür ist, dass der Bestand sehr gut abgefressen und ausreichend offener Boden sichtbar ist. Die Grassamen müssen auf den Boden fallen damit sie keimen können. Entscheidend für eine funktionierende Übersaat ist die Wahl des richtigen Saatgutes. Das bedeutendste Weidegras des mitteleuropäischen Klimaraumes ist das Wiesenrispengras. Es bildet starke unterirdische Ausläufertriebe und trägt maßgeblich am Aufbau einer stabilen und dichten Grasnarbe bei. Da in erster Linie dieses Gras gefördert werden soll ist es ratsam für die Übersaat nur Wiesenrispengrassaatgut zu verwenden.
Geeignete Wiesenrispengras-Sorten sind LATO, RHENUS, NIXE, LIKOLLO, ADAM 1 oder BALIN (Achtung! Bio-Betriebe müssen bei Verwendung von konv. Gräser-Einzelkomponenten vor der Saat ein Ansuchen bei der Kontrollstelle stellen. Die Ausbringung des Saatgutes darf erst nach der Genehmigung erfolgen.). Soll ein rascher Erfolg eintreten empfiehlt es sich 2-3 Übersaaten in einem und gegebenenfalls in einem weiteren Jahr durchzuführen. Pro Übersaat werden je nach Lückigkeit 5-10 kg Saatgut pro ha benötigt. Auf sehr günstigen Standorten (z.B. Alpenvorland) kann 2-4 kg/ha Englisches Raygras (Sorten GURU oder IVANA) dazu gegeben werden. Eine zusätzliche Saat von Weißklee ist meist nicht notwendig, da dieser mittels des oberirdischen Kriechtriebes auf der Dauerweide stark zunimmt. Möchten Betriebe fertige Übersaatmischungen verwenden so werden im Handel intensiv Weidemischungen angeboten, die nur aus den Komponenten Wiesenrispengras, Englisches Raygras und wahlweise Weißklee bestehen.
Die Übersaat funktioniert am einfachsten mit einem Feinsämereienstreuer. Das Wiesenrispengras ist ein Lichtkeimer und darf nicht in die Erde abgelegt werden. Beim Englischen Raygras ist die Ablagetiefe weniger bedeutend. Entscheidend für den Anwuchserfolg ist die oberflächliche Ablage des Saatgutes und ein guter Bodenschluss zur Keimung. Dafür bestoßen die Tiere unmittelbar nach der Saat die übersäte Weidefläche und pressen so mit den Klauen die Samen an den Boden. Die Eingesäte Fläche kann ruhig weiter beweidet werden. Dabei wird der vorhandene Pflanzenbestand kurz gehalten und die Konkurrenz für die heranwachsenden Keimlinge minimiert. Die Schäden durch die Weidetiere an den Keimlingen halten sich in Grenzen, da die Jungpflanzen längere Zeit außerhalb der Bisshöhe liegen und tolerant auf den Tritt reagieren.
Günstige Übersaatzeitpunkte sind regional unterschiedlich. Entscheidend sind regelmäßige Niederschläge nach der Saat. Die letzten Übersaaten sollten Ende August bzw. Anfang September (in Gunstlagen) gemacht werden. Bei späteren Saaten ist der Entwicklungszeitraum bis zum eintretenden Winter zu kurz.

 

Untersuchungsergebnisse:

Im Rahmen einer Weideuntersuchung wurde der Erfolg einer Übersaat mit Wiesenrispengras auf einer Kurzrasenweide getestet. Dafür wurde eine Fläche mit Jungvieh in den Jahren 2008 und 2009 beweidet. 2008 wurden zu 3 Terminen Übersaaten mit Wiesenrispengras der Sorte BALIN durchgeführt und pro Termin 10 kg/ha Saatgut verwendet. Jeweils im Frühling (2008, 2009 und 2010) wurden die Parzellen bonitiert und der Pflanzenbestand prozentmäßig erhoben. Dabei konnte ein deutlicher Effekt der Übersaat festgestellt werden. In der Variante mit Übersaat erreichte das Wiesenrispengras 27 % und war damit um 10 % höher als in der Variante ohne Übersaat. Wie in den beiden Abbildungen erkennbar, kam es nicht nur beim Wiesenrispengras zu einer Veränderung sondern auch bei anderen Arten. Diese Änderung im Pflanzenbestand rührt daher, dass für diesen Versuch eine vorher als Schnittwiese genutzte Fläche beweidet wurde.

 

_R___41_2011_kurzrasenweide_mit_uebersaat____pare1b8e5cb54387bd819fef2386d5d1ba0_dat1342759841 Weideinfos
                                                              
_R___41_kurzrasenweide_ohne_uebersaat____pare1b8e5cb54387bd819fef2386d5d1ba0_dat1342759939 Weideinfos

Abbildung links: Weidevariante mit Wiesenrispengras-Übersaat
Abbildung rechts: Weidevariante ohne Wiesenrispengras-Übersaat

 

 

 

 

                                   

                                                 

 

 

 

 

 

 

 

 

_R___41_2011_herbstweide1____pare1b8e5cb54387bd819fef2386d5d1ba0_dat1342759825 Weideinfos


_R___41_2011_herbstweide2____pare1b8e5cb54387bd819fef2386d5d1ba0_dat1342759834 Weideinfos

_R___41_2011_herbstweide3____pare1b8e5cb54387bd819fef2386d5d1ba0_dat1342759836 Weideinfos

Schäden an der Grasnarbe durch Portionsweide im Herbst

Autor: DI Walter Starz

Die Herbstweide ist in vielen Regionen eine verbreitete Nutzung des letzten Grünlandaufwuchses. Damit die beweideten Grünlandflächen im darauffolgenden Jahr gute Erträge und Qualitäten liefern sind einige Regeln zu beachten.
Gerade im Herbst, wenn nach dem letzten Schnitt die Kühe bzw. das Jungvieh von der Alm auf die Wiesenflächen kommen, sind der Pflanzenbestand und der Boden durch die nächtliche Taubildung feucht. Dadurch ist der Boden bei Belastung verformbar und anfällig gegenüber Verdichtungen. Zudem haben Schnittwiesen eine weit weniger dichte Grasnarbe wie Dauerweiden. Das Wiesenrispengras spielt auf Dauerweiden eine große Bedeutung, da es mit den Ausläufertrieben einen sehr dichten Bestand aufbaut. Diese stabile Narbe fehlt auf den beweideten Schnittflächen und bietet so einen zusätzlichen Problembereich.
Ein besonderes Augenmerk ist auf den Pflanzenbestand zu legen, da die Herbstweide nicht auf einer Dauerweidefläche stattfindet sondern auf einer Schnittwiese. Auf diesen sind hauptsächlich Gräser mit horstförmigem Wuchs (wie z.B. Knaulgras, Wiesenschwingel, Glatthafer usw.) vertreten. Diese Gräser speichern die Reservestoffe vorwiegend in der Halmbasis ein. Aus diesem Grund liegt die optimale Schnitthöhe bei 5-7 cm, da so die Reservestofflager der Horstgräser an der Pflanze verbleiben und der Wideraustrieb der Pflanze leichter möglich ist. Diese Tatsache muss auch bei der Herbstweide beachtet werden. Die Wiese soll ebenfalls mit 5-7 cm (fausthoch) in den Winter gehen. Verbeißen die Tiere die Horstgräser zu tief erfolgt eine starke Schwächung der gesamten Pflanze. Dies führt dazu, dass die Pflanzen geschwächt in den Winter gehen, und kaum Reservestoffe zur Verfügung haben. Dadurch kann es zu einem verzögertem Austreiben im Frühling kommen und im schlimmsten Fall zum Absterben wertvoller Futtergräser. Lücken im Wiesenbestand, die durch abgestorbene oder geschwächte Futtergräser sowie Narbenschäden entstanden sind, bieten im Folgejahr Platz für die Entwicklung unliebsamer Pflanzen (z.B. Ampfer, Kerbel, Gemeine Rispe usw.).
Damit keine Schäden an der Wiesennarbe und am Boden angerichtet werden, müssen die Weidetiere möglichst gleichmäßig auf einer größeren Fläche verteilt werden. Für die Herbstweide ist daher eine Standweide ein optimales Weidesystem. Die oft weit verbreitete Portionsweide ist gerade im Herbst schwierig zum Handhaben und daher nicht zu empfehlen. Nach dem täglichen Auftrieb auf die Fläche bewegt sich die Herde geradewegs auf den frischen Streifen zu und grast diesen ab. Dabei kommt es zu einer hohen Belastung der Fläche. In diesem Bereich können sehr leicht Schäden an der Narbe und dem Boden entstehen. Ein weiterer Faktor ist, dass die Tiere meist einen Pfad zu den portionierten Streifen anlegen und es in diesem Bereich zu einer schadhaften Bodenverdichtung kommt. Da diese Trampelwege meist keinen Bewuchs aufweisen nehmen die Tiere Erde mit den Klauen auf und verteilen diese auf dem Futter. Diese verschmutzten Bereiche werden meist gemieden oder können beim Verzehr zu Durchfällen führen.
Werden die besonderen Vorrausetzungen bei der Herbstweide beachtet ist diese Form der Grünlandnutzung eine gute und sinnvolle Maßnahme für die Wiese und die Tiere.