Sie benutzen eine uralte Version von Microsofts InternetExplorer.
Diese Version wird von unserer Website nicht mehr unterstützt.
Bitte aktualisieren Sie Ihren InternetExplorer oder wechseln Sie zu einem anderen modernen Browser.

40 2012 traenke abbildung

40 2012 wasserversorgung6

40 2012 wasserversorgung7
 
40 2012 kotverteilung beifeld
 
40 2012 kotverteilung stallfeld
 
 

Autor : Priv. Doz. Dr. DI Andreas Steinwidder

  • Weidetiere müssen ständig Zugang zu sauberem Wasser haben.
  • Wassermangel oder verschmutztes Wasser führen zu einer schlechteren Futteraufnahme, erhöht den Stress der Tiere und belas­tet den Stoffwechsel und die Tiergesundheit. So stellte Dr. Leisen 2003 (LWK Nordrhein-West­falen) bei einer Praxiserhebung erhöhte Zellzahlen auf Weidebetrieben fest bei:
  •              - nicht ausreichender Wasserversorgung (oder Wasserqualität), teilweise zu wenige Tränken

                -  zu großem Abstand zwischen Liegeflächen und Tränken

    Tabelle: Richtwerte für den Wasserbedarf auf der Weide (aus ÖAG Info 4/2006)

    Tränkwasserbedarf in l je Tier und Tag

    Mittelwert

    Maximalwert

    Milchkühe

    Mutterkühe

    Kalbinnen über 1 Jahr

    70

    50

    25

    180

    100 – 120

    70

    Erreichbarkeit innerhalb von 50 -150 m

  • Je höher die Leistung desto kürzere Wege zur Wasserstelle sind anzustreben.
  • Sehr wichtig ist eine ausreichende Anzahl von Tränken (zumindest 2), bzw. eine entsprechende Länge des Troges mit einem hohen Wasserzufluss. Bei zu wenig Tränkemöglichkeiten nehmen rangniedrige Tiere weniger Wasser auf!
  • Wassertemperatur

    Wassertemperaturen unter 15 °C sind anzustreben. Hohe Temperaturen im Sommer liefern Schadkeimen beste Wachstumsbedingungen. Das macht eine häufige Erneuerung des Tränkewassers (Fässer) bzw. Reinigung der Tränken im Abstand von ein bis zwei Tagen notwendig.

    Verschmutztes Wasser darf nicht angeboten werden.

    Auch feuchte Tränkestellen erhöhen das Parasiten- und Krankheitsrisiko. Günstige Versor­gungseinrichtungen stellen einfache Trinkwasserringleitungen, Quellfassungen, Weidebrunnen sowie Wasserfässer mit Tränkebecken dar. Eine Nutzung von Oberflächengewässern ist nicht zu empfehlen.

    Weidepumpen müssen ausreichend dimensioniert sein, um längere Wartezeiten an der Tränke zu vermeiden. Um Boden- und Narbenschäden sowie Morastbildung im stark frequentierten Tränkebereich zu vermeiden, sollten die Versorgungseinrichtungen versetzbar sein oder wasserdurchlässig befestigt werden (ÖAG Info 4/2006).

    Durch Tränkestellen Kot- und Harnverteilung lenken.

    Eine gleichmäßige Verteilung der Tränkestellen verbessert die Verteilung der Kot- und Harnausscheidungen.