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STUDY VISITS 2011:
Forschungs- und Bildungsnetzwerk NawiTech

gefördert: Programm für Lebenslanges Lernen (2007-2013)
Laufzeit: 9. bis 13. Oktober 2011
Webpage: http://studyvisits.cedefop.europa.eu/

 

Study Visit – Internationaler Studienbesuch:
Raumberg-Gumpenstein im Europäischen Zentrum von Forschung, Bildung und Technik im Ländlichen Raum

Vom 9. bis 14. Oktober 2011 vernetzen sich hochkarätige ExpertInnen aus Forschung und Bildung aus renommierten Zentren von Frankreich, Großbritannien, Kroatien, Spanien, Tschechien und Türkei mit den Partnerzentren im Bezirk Liezen.  Raumberg-Gumpenstein als Veranstalter der Study Visits 2011 ermöglichte den Interessensaustausch zum Thema: „Nachhaltiges Forschungs- und Bildungsnetzwerk in Naturwissenschaft und Technik“ mit Schwerpunkt Landwirtschaft.

Der hohe Stellenwert für die Zukunft des Ländlichen Raumes sowie die Notwendigkeit, Forschungs-Know-how direkt in die Bildung zu übertragen, waren ausschlaggebend für dieses Thema. Daher beteiligten sich auch alle Schulstufen der Region an diesem innovativen Expertenaustausch.
Unterstützt durch ihre aktive Teilnahme wurde das 5 tägige Expertentreffen durch die Höhere Bildungsanstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau Klosterneuburg durch Barbara Schildberger und Florian Faber und der Agrarpädagogische Hochschule durch Beate Kralicek. Hier wird die Vernetzung Forschung und Bildung bereits seit Jahren umgesetzt. Die SchülerInnen der HBLFA Raumberg-Gumpenstein, des Gymnasium Admont und der HAK Liezen stellten ihre Projekte und Abschlussarbeiten in ausgezeichneter englischer Sprache vor, wobei die europäischen Gäste über die Fachkompetenz der SchülerInnen im Bereich Naturwissenschaft und Technik sehr beeindruckt waren. Auch das Bildungsniveau allgemein und die Infrastruktur in den vorgestellten Schulen stellen ein sehr konträres Bild zu den jährlichen Pisa-Meldungen über das österreichische Schulsystem dar. Die Diskussionen, Workshops und spontanen Interviews der SchülerInnen als Teil des Informations- und Interessensaustausches sind in dieser Form erstmalig in der Region und in dieser Kooperation vorgestellt worden. Daher ergeben sich jetzt auch interessante Projektentwicklungen und Studienaufenthaltsmöglichkeiten in ganz Europa zwischen den Partnerinstitutionen. Wobei nicht nur die SchülerInnen für ihre berufliche Weiterentwicklung und Jobmöglichkeiten davon profitieren, sondern auch PädagogInnen und Firmen wie zum Beispiel die Fa. IPUS und die Paltentaler Minerals, die in diesem innovativen Netzwerk mitpartizipierten und eingeladen sind, ihr Know-how zu verbreiten.

Die HBLFA Raumberg-Gumpenstein wurde von der EU Programmschiene "lifelong learning" der Generaldirektion Bildung und Kultur für die Austragung der Study Visits (Studienbesuch) im Bezirk Liezen ausgewählt. Auch regionale und lokale Interessensvertretungen und Entscheidungsträger wurden eingebunden, um ihre Interessen bestmöglich einzubringen. Die teilnehmenden Einrichtungen mit Ihren Trägern und die Experten aus Forschung, Bildung und Wirtschaft werden nun im geographischen Zentrum von Österreich gemeinsam diese internationale Vernetzung der Disziplinen in die Tat umsetzen. Die DirektorInnen des Stiftsgymnasiums Admont (Josef Marte), der HAK Liezen (Josef Ahornegger), der Leiter der landwirtschaftlichen Fachschule Grabnerhof (Christian Horning), die Leiterin der Volksschule Irdning (Waldpurga Weitgasser) und nicht zuletzt der Leiter der HBLFA Raumberg-Gumpenstein, Albert Sonnleitner in ihren Funktionen sprechen für dieses innovative Netzwerk.

 

Der Ablauf des Studienbesuches im Detail:

Am Montag, dem 10. Oktober 2011 wurden im Schloss Gumpenstein die Strukturen und Rahmenbedingungen in den unterschiedlichen Ländern Europas besprochen. Wobei nicht nur die europäischen Bildungs- und Forschungsziele und Strukturen, sondern vor allem auch die Einbindung der Landwirtschaft in ein innovatives Bildungs- und Forschungsmodell Thema sind. Die unterschiedlichen Zugänge zu pädagogischen Strukturen und die Einbindung der Forschung direkt in die Lehre wurden genau analysiert. Im Rundgang durch den Forschungsbereich der Anstalt erklärten Johann Häusler, Alfred Pöllinger und Andreas Bohner die jeweiligen Fachbereiche der HBLFA Raumberg-Gumpenstein: Viehwirtschaft, Nachhaltiges Ressourcenmanagement und Grünland (Lysimeter, Boden-Wasserhaushalts-Monitoring)

  • Das RegioZ ist ein wichtiger Teil des Netzwerkes!
    Am Montag beteiligte sich auch das RegioZ unter der Leitung von Brigitte Schierhuber am innovativen Expertenaustausch. Bildung spielt in der Regionalentwicklung eine zentrale Rolle. Die Region ist in Bewegung, das zeigen allein die vielen interessanten Projekte wie die Gradieranlage in Altaussee, die „sanfte Mobilität“ mit dem Wanderwegebau und Wegekennzeichnung sowie dem Naturlehrpfad Grundlsee. Die Lernende Region mit den Schwerpunkten des Ausseerlandes und der Verschneidung von Tradition mit Zukunft ist ein wichtiger Ansatz, um mit Kindern und Jugendlichen auch innovative Projekte umzusetzen. „Brücken bauen“, Klima-Haus, Naturlandschaft und gebaute Landschaft und Energie für die Schule sind nur einige interessante Themen. Ein Bildungszentrum wie im Ausseerland hat Vorbildwirkung auch für die Regionen in den anderen Ländern Europas. Das einzigartige Projekt Berta der Lebenshilfe Ausseerland mit dem Video zur Entstehung der Anlage schaffte die Brücke zum lifelong learning Programm. Die Unterstützung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen wird in der Programmschiene ermöglicht. Brigitte Schierhuber erklärte genau die Wünsche und Bedürfnisse in der Region. Der freundschaftliche Zugang öffnet viele Tore! Die Regionalmarke „haftig & echt“ hat es den Gästen aus Europa angetan. Am Freitag konnte im Rahmen einer Exkursion die vielfältige Landschaft genau unter die Lupe genommen werden, das Salzbergwerk besichtigt, Lebkuchen verkostet und die wunderbaren Seen mit der Herbstlandschaft besucht werden. Der Dachsteinblick bei strahlendem Sonnenschein war das Tüpfelchen auf dem i.
            - zur Präsentation von Frau Brigitte Schierhuber
            - Weitere Informationen: www.regioz.at
  • Die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik
    hat in Österreich eine zentrale Rolle im Bereich der Aus-, Fort- und Weiterbildung für Lehrer/innen und Berater/innen. Auch die Forschung in den Bereichen Bildung, Lehre, Beratung und Erwachsenenbildung ist ein zentrales Element mit hohem Entwicklungspotenzial. Die Hochschule ist eine tertiäre Aus- und Weiterbildungseinrichtung der Bundesministerien für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und für Unterricht, Kunst und Kultur und versteht sich als wissenschaftliches Kompetenzzentrum für die „Grüne Pädagogik" und als eine innovative Partnerinstitution für Bildungs- und Beratungsprojekte im Agrar- und Umweltbereich.
    Beate Kralicek, verantwortlich für die internationalen Beziehungen, referierte einerseits über das österreichische landwirtschaftliche Bildungssystem, die Verteilung der Forschungs- und Bildungsanstalten generell und die „Grüne Pädagogik“ mit ihrem nachhaltigen Ansatz (Education for Sustainable Development).
    Wichtig sind die Kompetenzen als alternative Schlüsselqualifikationen. Auch das direkte Vorstellen von Lernmethoden und die aktiven Elemente waren ein wesentlicher Beitrag, um die TeilnehmerInnen zu einer kreativen Gruppe als Denkwerkstätte zusammenzuführen (Cognitive apprenticeship and situated learning).
            - zur Präsentation von Frau Beate Kralicek
            - Weitere Informationen: www.agrarumweltpaedagogik.ac.at


Am Dienstag, dem 11. Oktober 2011 wurde in der Schule Raumberg das Thema „Schule für das Leben, Forschung für die Zukunft“ durch innovative Unterrichtsmethoden, Transfer von Forschungsinhalten in die Lehre und Beteiligung von Pädagogen in der Forschung und die Vorstellung interessanter Kooperationsprojekte reflektiert. Die SchülerInnen wurden in die Workshops eingebunden, um den Stellenwert der Vernetzung Forschung und Bildung bestmöglich hervorzuheben. Herwig Pieslinger moderierte den Tag und führte gemeinsam mit den SchülerInnen auch durch das gesamte „Schulhaus. Im Schloss Trautenfels wurde am Abend das Wahrzeichen des Ennstales, der Grimming durch die aktuelle Ausstellung „der Grimmige Berg“ und die zünftige Ausseer Musi der Raumberger SchülerInnen unter der Leitung von Helmut Kalss vorgestellt.

Am Mittwoch, dem 12. Oktober 2011 wurde im Stiftsgymnasium Admont vor allem die Kreativität im Unterricht durch experimentelle Beispiele vorgestellt. Talentierte SchülerInnen präsentieren in perfektem Englisch ihre Projekte zum Thema Bionik, Nanophysik und Meeresbiologie unter der Leitung von Anna Körbisch und den zwei Schüler-Moderatorinnen Sarah Körbisch und Emma Morris. Die Experten waren beeindruckt vom Wissen der SchülerInnen und ihren Ausdrucksmöglichkeiten. Die Pater des Stiftes Admont ladeten die Delegation zu Mittagessen und Kaffeejause ein. Die Naturwissenschaftliche Sammlung und Bibliothek im Stift Admont sowie die 3D-Multivisions-Natur von Andreas Hollinger und die Vermittlung von Biodiversität und Naturschutz durch das Forschungs- und Bildungsprogramm vom Nationalpark Gesäuse durch Martin Hartmann im Schloss Röthelstein rundeten das Tagesprogramm ab. (INTERREG South-East Europe Projekt BE-NATUR)

Am Donnerstag dem 13. Oktober 2011 wurde in der Produktion der Paltentaler Minerals und der Fa. IPUS in Lassing das Netzwerk zur Technik geschlossen. Hier konnten die Potentiale für Forschung und Produktentwicklung im Ländlichen Raum angesprochen werden. Sowohl in Kroatien als auch in Frankreich und in GB (Universität Wolverhampton) konnten Kooperationsmöglichkeiten angesprochen werden. Auch wird in den Teilnehmerländern das NIRS Naobag ausprobiert. Meinhard Lesjak mit seinen Experten Bernd Dettenweitz, Bernd Überbacher und Birgit Falter präsentierten den innovativen Standort in Lassing.
Am Nachmittag wurde in der Schule Raumberg-Gumpenstein als Auftakt zur finalen Diskussion und Reflexion der Study visits das Netzwerk zwischen Europa und dem Ländlichen Raum anhand des Projektes der HAK Liezen „A Day for Europe“ unter der Leitung von Angelika Fuchs vorgestellt. Nach dem Motto: wie kann der Ländliche Raum durch diese innovativen Netzwerke aus Forschung und Bildung profitieren und welche Rahmenbedingungen und Strukturen sind dafür notwendig.

Die Gäste aus Europa fanden den Weg zum geographischen Mittelpunkt von Österreich nach Raumberg-Gumpenstein. Jetzt liegt es an uns, dieses Netzwerk mit Inhalt zu füllen und einen intensiven Austausch zwischen den Ländern, ihren Kulturen und ihrem Know-how zu nützen. Für alle Bildungseinrichtungen, für die Forschung, Entwicklung und Technik gleichermaßen. Es geht um die Weiterentwicklung der Standorte im Ländlichen Raum und ihre Innen und Außenwirkung für eine nachhaltige Entwicklung und die Zukunft unserer Jugend.

 

 
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Weitere Information und Kontakt: DI Renate Mayer, Claudia Plank, Bettina Plank BSc., Elke Rüscher