Sie benutzen eine uralte Version von Microsofts InternetExplorer.
Diese Version wird von unserer Website nicht mehr unterstützt.
Bitte aktualisieren Sie Ihren InternetExplorer oder wechseln Sie zu einem anderen modernen Browser.
alt

Am 27. Mai fuhren 6 SchülerInnen des Naturwissenschaftlichen-Zweiges des BG/BRG Stainach in den Nationalpark Gesäuse, um dort die Gewässergüte zu untersuchen...

zu den Bildern

Am 27. Mai führten wir, die SchülerInnen des Naturwissenschaftlichen Zweiges (NAWI) des BG/BRG Stainach, Gewässeruntersuchungen im Nationalpark Gesäuse durch.
Elisabeth Riedler, vom Nationalpark Gesäuse, und DI Johannes Ehrenfeldner, von der Wildbach- und Lawinenverbauung Ennstal und Salzatal, führten uns durch das vielfältige Programm.
Nach der Begrüßung, vermittelten uns die beiden allgemeine Informationen über Wildbäche und Geologie im Nationalpark. So erfuhren wir beispielsweise, dass der Johnsbach das Gebiet im Nationalpark geologisch trennt und zwar in die Grauwackenzone im Süden und in das Kalkgebirge im Norden. An der Ätzbachquelle erklärte uns Elisabeth Riedler die jeweiligen Fische und die Vegetation von Ober-, Mittel- und Unterlauf.

Johannes Ehrenfeldner erklärte uns, wie ein Wildbach (der Johnsbach) vom Berg hinunterfließt: Dadurch, dass das Kalkgebirge nicht wasserundurchlässig ist, fließt das Wasser in einem sogenannten Trichter. Die Größe des Trichtergebiets ist wichtig, um die mögliche Geschwindigkeit und die Fließkraft zu berechnen. Dabei muss der Wildbachverbauer auch noch andere Faktoren, wie Geschiebe und Vegetation, welche bei Hochwasser mitgerissen werden könnten, berücksichtigen.
Wir besichtigten einen Geschiebepuffer oberhalb der Gemeinde Johnsbach, dessen genaue Bauweise uns erläutert wurde.

Als nächstes wurde uns das LIFE-Projekt Johnsbach näher erklärt. Dabei geht es darum, bestimmte Stellen des Johnsbaches rückzubauen, um so eine Renaturierung des Gebirgsbaches zu erreichen. Wir fuhren zu einer erst kürzlich fertig gestellten Verbauung. An diesem Beispiel konnten wir genau erkennen, was es heißt mit der Natur zu bauen. Durch die naturgetreue Verbauung kann sich die Natur den Lebensraum zurückholen, der ihr zugesteht.

Nach der Mittagspause wurden an einer geeigneten Stelle im Unterlauf des Johnsbaches gewässerökologische Untersuchungen vorgenommen. Wir haben unter anderem die Temperatur, den pH-Wert, die Breite und die Tiefe, sowie auch die Fließgeschwindigkeit des Baches bestimmt.
Danach suchten wir unter Steinen oder an totem Holz im Wasser kleine Bachbewohner wie Köcherfliegen- oder Eintagsfliegenlarven und sammelten diese. Im Weidendom, wurden die Wasserlebewesen dann unter dem Mikroskop erforscht, bestimmt und abgezählt. Mithilfe der Anzahl der einzelnen Bachbewohner haben wir zum Schluss noch die biologische Gewässergüte bestimmt.

Der Tag hat uns allen sehr gut gefallen, und es gab viele interessante Erlebnisse zu berichten.


(Das Projekt ist Teil der „Forschungs- und Erlebniswerkstatt Liezen“, eine generation innovation Pilotregion als Initiative des BMVIT und BMUKK unter der Leitung des LFZ Raumberg-Gumpenstein.)