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Volkschulkinder aus Donnersbachwald erstellten mit Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung an Ort und Stelle einen Gefahrenzonenplan.

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zum Folder "Kinder erforschen Naturgefahren"

Die Hochwässer der letzten Tage haben die Bevölkerung auch in vielen Tälern des Ennstales die Gefahren für Hab und Gut unmittelbar ins Bewusstsein geholt. Damit verbunden ist die Wichtigkeit von Gefahrenzonen zum Schutz vor Naturgefahren.
Die Kinder der Volksschule Donnerbachwald sind mit Naturgefahren bestens vertraut und das Thema ist auch ein fixer Bestandteil im Unterricht.
Das Verständnis im Umgang mit Naturgefahren zu vermitteln ist das wesentliche Ziel des Projektes, erklärte DI Markus Mayerl, Experte der Wildbach und Lawinenverbauung und Projektleiter.

Bei der großen Flutung anwesend war selbstverständlich der Bürgermeister der Gemeinde Donnerbachwald, Erwin Petz, der für die Sicherheit im Ort verantwortlich ist. Er erklärte den interessierten ZuseherInnen, dass in der Gemeinde Donnersbachwald eine ganze Reihe von Schutzprojekten der WLV verwirklicht worden sind und dadurch größere Hochwässer verhindert wurden. Noch im heurigen Jahr wird der Gefahrenzonenplan der Gemeinde Donnersbachwald überarbeitet, erklärte DI Engelbert Schmied, Leiter der WLV Ennstal und Salzatal. Auch die Eltern der Kinder sowie der Direktor des LFZ Raumberg-Gumpenstein, Dr. Albert Sonnleitner, beobachteten gespannt das Teilprojekt der „Forschungs- und Erlebniswerkstatt Liezen“.

Nach einer kurzen Auffrischung ihres Wissens über Naturgefahren und Gefahrenzonen durften die kleinen ExpertInnen der Volksschule Donnersbachwald ihre eigens bemalten Häuser in das Bachbett stellen. Mit großem Eifer stabilisierten sie diese mit Dämmen, Steinmauern und Holzsperren. Die Häuser wurden dann in die vorbereitete Gefahrenkarte eingezeichnet. Die Zonen rot (Gefahr der Zerstörung oder Abschwemmung), gelb (Häuser werden nass, leichte Sachschäden) oder grün (fester Standort, keine Beschädigungen) zeichneten die Kinder in Linien auf die Karte.

Nach einer kräftigen Jause wurde dann endlich der Bach geflutet. Dass Wasser ergoss sich schwallartig in einem breiten Strom auf das von den Kindern und ihren zwei Lehrerinnen gebaute Dorf. Die große Flutung brache dann das spannende Ergebnis. Zur Freude der Kinder wurden die Häuser der Lehrerinnen als erstes weggespült. Auch die ExpertInnen der WLV beobachteten gespannt das Ergebnis der Flutung.
Nach der Flutung markierten die Kinder dann mit den roten, gelben und grünen Fahnen den (ehemaligen) Standort ihrer Häuser. Mit größtem Erstaunen konnten alle Zuschauer feststellen, dass die Einschätzung der Gefahrenzonen auf der Karte der Realität ganz nahe gekommen war. Die Kinder waren sehr stolz auf ihr Werk und werden auch zu Hause noch lange von diesem erlebnisreichen Tag erzählen. Sie können zukünftig ihre Eltern in Sachen Naturgefahren auch sehr gut beraten.

(Das Projekt ist Teil der „Forschungs- und Erlebniswerkstatt Liezen“, eine generation innovation Pilotregion als Initiative des BMVIT und BMUKK unter der Leitung des LFZ Raumberg-Gumpenstein.)