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Die traditionelle, ländliche Produktion sowie die Entwicklung neuer innovativer Ideen für Zusatzeinkommen (z.B. Schule auf der Alm, Soziale Einrichtungen am Bauernhof) sichern den Fortbestand einer funktionierenden ökologisch- und wirtschaftlich-verträglichen Landwirtschaft. Speziell die biologische Landwirtschaft ist aus den Bergregionen nicht mehr wegzudenken. Der Vergleich der Rahmenbedingungen, sowie die Ansprüche der Konsumenten bilden einen wesentlichen Schwerpunkt im Projekt.
Die Einbindung von Praktikern, Wissenschaftlern, der Bevölkerung vor Ort, Schülern und Politik bietet Möglichkeiten zur Umsetzung der Ideen und tragen zur Bildung neuer Partnerschaften bei. Diese Kooperationen kommen v.a. bei den gemeinsamen Veranstaltungen sehr zur Geltung und bereichern den Wissenstransfer über Entwicklungspotentiale im ländlichen Raum. Die internationale Zusammenarbeit zeichnet sich v.a. durch die erfolgreiche Umsetzung der gemeinsamen Ziele aus.
Hauptziel von Neprovalter ist eine Verbesserung der Lebensbedingungen der in der Alpenregion ansässigen Bevölkerung. Aufgrund seiner besonderen Bedingungen stellt der Alpenbereich einen wichtigen "Speicher" für Traditionen, Bräuche und Räume dar: ein wahrer Schatz im Besitz der Gemeinschaft aller europäischen Völker. Den landwirtschaftlichen Betrieben in Bergregionen muss ihre Funktion anerkannt werden, für den Fortbestand und die Erhaltung dieses Vermögens zu garantieren.

Das Neprovalter-Projekt sieht die Schaffung eines übernationalen Kooperationsnetzes vor, das zwischen Territorien, Institutionen und Dienstleistungen operativ ist; hier soll ein der Landwirtschaft zumutbares Entwicklungsmodell geschaffen werden, das sowohl in der Lage ist, der heutigen Generation Wohlstand zu versprechen, als auch den künftigen Generationen die Ressourcen zu erhalten.


PROJEKTZIELE:

  • Förderung und Unterstützung der benachteiligten Gebiete in den Alpenraumregionen durch Bewerbung der örtlichen traditionellen und typischen Produkte aus der Landwirtschaft, welche nicht aus industriellen Produktionen stammen;
  • Verbesserung der Nachvollziehbarkeit der Herstellung der traditionellen Produkte zur Qualitätsverbesserung;
  • Anpassung des Angebots an die Anforderungen der Konsumenten;
  • Sensibilisierung der Konsumenten auf die besonderen Eigenschaften der Produkte;
  • Erhaltung und Verbreitung eines kulturellen und historischen Bewusstseins für die traditionellen Produktionsmethoden;
  • Steigerung der Einkünfte der Bauern


Arbeitspakete:

  • WP 1: Förderung der biologischen Fleischproduktion für eine nachhaltige Entwicklung der Berggebiete.
  • WP 2: Förderung der biologischen Milchproduktion, um den steigenden Bedarf der Konsumenten nach gesunden Lebensmitteln zu befriedigen.
  • WP 3: Erhöhung der Wertigkeit der lokalen landwirtschaftlichen Produktion durch die Festlegung von allgemeinen Kriterien für die Qualität, Echtheit und Ursprünglichkeit zur Sicher- stellung der Qualität, Sicherheit und Rückverfolgbarkeit der Produkte, Informationsveranstaltungen, um das Wissen über die Tradition und Kultur innerhalb der Region über die räumlichen Grenzen hinauszutragen.
  • WP 4: Gründung eines transnationalen Netzwerkes von „Lehrbauernhöfen“ für Schüler und andere interessierte Gruppierungen, um deren Verständnis und Vertrauen für die landwirtschaftliche Produktion zu verbessern.
  • WP 5: Bildung eines transnationalen Netzwerkes von „sozialen Bauernhöfen“ auf denen benachteiligte Menschen (alte Menschen, geistig Behinderte) aktiv in landwirtschaftlichen Tätigkeiten integriert werden. Die Zusammenarbeit innerhalb der Projektpartnerschaft beinhaltet die Weitergabe von Wissen, sowie die Aufbereitung und Verbreitung der Ergebnisse durch vielfältige Informationssysteme.

 

PUBLIKATIONEN/VERÖFFENTLICHUNGEN:

  • Bericht über den 6. Transnationalen Workshop vom 30. Juni 2005; "Sustainable Agriculture in the Alpine Area - Transnational Networks"; ISBN 3-901980-95-4; ISSN 1818-7722 (Erhältlich an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein)
  • Endbericht / Final Report (Erhältlich an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein)
  • Kartoffelbroschüre:

Unter dem Motto "Die tolle Knolle - Schule einmal anders: Säen, pflegen, ernten, verarbeiten und lernen!" stand das Kartoffelprojekt der Volksschule Irdning, welches mit der 3b Klasse im Schuljahr 2004/2005 umgesetzt wurde. Ziel des Projektes war es, den SchülerInnen Einblicke in die Landwirtschaft bzw. in die landwirtschaftliche Forschung zu ermöglichen, lebendiges, lebensnahes Lernen "vor Ort" zu fördern, ein gesundes heimisches Nahrungsmittel selbst anzubauen und ihren Wert zu erfahren.
Die Grundschulklasse legte unter fachlicher Anleitung ihren eigenen Kartoffelacker auf einer Fläche der HBLFA Raumberg-Gumpenstein an und führte während der gesamten Wachstumsperiode einen Großteil der Pflege- und Erntemaßnahmen durch. Dr. Anton Hausleitner, Leiter für Forschung und Innovation, sowie DI Waltraud Hein und Ewald Schmalengruber vom Institut Biologische Landwirtschaft und Biodiversität der Nutztiere betreuten das Klassenprojekt über den gesamten Zeitraum. Den krönenden Abschluss bildete das große Kartoffelessen, an dem die Schulkinder, die Lehrerin und die MitarbeiterInnen der HBLFA Raumberg-Gumpenstein die Ernte ihrer Arbeit selber kosten konnten.
Das Ergebnis des Projektes wurde zu einer 'Kartoffelbroschüre' zusammengefasst und ist ein sehr wichtiger Beitrag zur Förderung weiterer Aktivitäten auf Lehrbauernhöfen, um das Interesse und die Wertigkeit an der Landwirtschaft und ihren Produkten schon bei Kindern zu wecken. Die Initiative zeigt, dass die Kinder mit Begeisterung bei der Sache sind und auch die Ernte war ein großer Erfolg.

Dauer: 10. Jänner bis 30. Oktober 2005

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PILOTPROJEKTE (Kooperation Forschung und Bildung):

Ins Ennstal g'schaut

Im Rahmen des Unterrichtsgegenstandes Projektstudien Agrarmarketing beschäftigten sich die Schüler des 4b Jahrgangs im Schuljahr 2004/2005 mit den Themen Brauchtum, Geschichte und traditionelle Spezialitäten im Ennstal. Eingeteilt in drei verschiedene Gruppen arbeiteten an folgenden Schwerpunkten:

  • die Befassung mit Bioproduktion inklusive Vermarktung,
  • das Untersuchen des Brauchtums,
  • die Erstellung einer Krapfenbroschüre mit regionalen Spezialitäten,
  • ein Schüleraustausch mit der Partnerschule (Fachschule für Land- und Hauswirtschaft) in Salern/Südtirol und
  • die Gestaltung der Abschlussveranstaltung, welche am 6. Mai 2005 an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein stattfand.

Für das Projekt "Ins Ennstal g'schaut" wurden Betriebe lokaler Gastronomie, landwirtschaftliche Betriebe und öffentliche Einrichtungen (u.a. Krankenhäuser und Pensionistenheime) über regionale Spezialitäten, Verwendung von Bio-Produkten, Urlaub am Bauernhof und Direktvermarktung befragt. Recherchen über Brauchtum im Raum Ennstal und Ausseerland sowie die Durchführung einer Brauchtumskonferenz und die Erstellung eines Brauchtumskalenders ergänzten das Arbeitsprogramm.

Die Ergebnisse des Projektes "Ins Ennstal g'schaut" sollen sowohl für die Landwirte als Produzenten und Vermarkter, als auch für die Konsumenten, die Gastronomie und Beherbergungsbetriebe und nicht zuletzt für die regionale Bevölkerung von Nutzen sein.

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  • Krapfenbroschüre:
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  • BIOLogisch

Ziel von BIOLogisch war es, die biologische Landwirtschaft interessierten Gruppen ( Kindergartenkindern, Schülern, Eltern, der privaten Öffentlichkeit, Praktikern, politischen Vertretern, Vereinen der Region und des Landes und Verbänden) näher zu bringen, das Wissen über die biologische Landwirtschaft inhaltlich, medial und spielerisch entsprechend der jeweiligen Zielgruppe zu vermitteln.

Die Hauptaufgaben umfassten in vier Arbeitsgruppen:

  • Gestaltung eines Einführungskurses in die biologische Landwirtschaft für Praktiker, Schüler & sonstige Interessenten
  • Dokumentationsfilm über biologische Bauernhöfe
  • Einsatz von effektiven Mikroorganismen in der biologischen Landwirtschaft
  • Gestaltung von Erlebnistagen am Biobauernhof „Moarhof" der HBLFA Raumberg-Gumpenstein für Kindergarten- und Volksschulkinder der Region Ennstal mit Erlebnislehrpfad & Verkostung von Bioprodukten
  • Öffentlichkeitsarbeit (Gestaltung von Foldern für Bauernhöfe, Medienartikel, Veranstaltungen)

Die Ergebnisse des Projektes wurden bei mehren Veranstaltungen von den Schülern und Lehrern präsentiert. (Tag der offenen Tür an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein mit Verkostung von Bioprodukten), Vorführung des Dokumentarfilmes über Biobetriebe, sowie die Ergebnisse der Bio-Erlebnistage und Studienversuche mit effektiven Mikroorganismen anlässlich der öffentlichen Schlusspräsentation am 27. Juni 2006.

 

BIO-Erlebnistage für Kindergarten- und Volksschulkinder am Moarhof der HBLFA Raumberg-Gumpenstein (18. u. 23. Mai 2006)

„Große SchülerInnen" öffnen den „kleinen SchülerInnen" die Augen für unser wertvolles Gut, für eine intakte Natur.“
Unter dem Motto „SinneWandel" erkundeten Kindergarten- und Volksschulkinder spielerisch anhand von Stationen den Bauernhof, die verschiedenen Tiere (Kühe, Schafe, Schweine etc.) und Wald und Wiese mit ihren Geheimnissen.

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  • LEITBILD – LebensRaumQualität
    „Nachhaltigkeit für Natur und Mensch"

Das Projekt „BIOLogisch" der HBLFA Raumberg-Gumpenstein wurde für die Initiative des Lebensministeriums „Schulen setzen das Leitbild BMLFUW um", ausgewählt, weil es als Meilenstein in der Kooperation zwischen Forschung und Lehre zu sehen ist und internationale Bedeutung als Teil des INTERREG IIIB Alpenraum Projektes NEPROVALTER gewonnen hat, an dem die HBLFA Raumberg-Gumpenstein von 2003-2006 als Projektpartner mitwirkte.

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BIOLogisch = „LebensraumQualität"ist das Motto der HBLFA Raumberg-Gumpenstein für die Umsetzung des Leitbildes.
Unter diesem Motto hat sich die HBLFA Raumberg-Gumpenstein unter Leitung der Stabstelle Akquisition (R. Mayer, C. Plank), den Lehrern (A. Schwarzkogler, J. Bauer, F. Hannus und H. Schwarz) und den SchülerInnen des 4b Jahrganges 2005/2006 am 4. Oktober 2006 vor hochrangigem Publikum in Wien präsentiert.

Die HBLFA Raumberg-Gumpenstein forscht für gesunde Lebensmittel, eine intakte Natur und die Erhaltung der Kulturlandschaft und gibt das entstandene Wissen direkt an die Lehre und an wichtige Multiplikatoren weiter. Damit wird der Kreis zwischen Erarbeitung und Umsetzung der Forschungsergebnisse in effektiver Weise geschlossen.

Bundesminister Josef Pröll war begeistert von der kreativen Umsetzung der Projekte und machte sich am so genannten Marktplatz auch ein persönliches Bild vom lebendigen Informationsstand der HBLFA Raumberg-Gumpenstein. Die SchülerInnen bauten sogar den Barfusswanderweg für das SinneErlebnis im Bundesamtsgebäude auf und auch das Video über die Biologische Landwirtschaft wurde dem Publikum vorgestellt. Mehrfachen Applaus bekamen die SchülerInnen der HBLFA Raumberg-Gumpenstein vor dem gesamten Publikum aber v.a. durch ihre einzigartige Vorstellung des Projektes BIOLogisch in Form eines Sketches in der „Raumberger Biohütte".

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Die SchülerInnen des Jahrganges 4b 2005/06 haben durch ihre Initiative gezeigt, dass die Schule fürs Leben auch kreativ gestaltet und gelebt werden kann und dass die Mitwirkung am Forschungsgeschehen eine Bereicherung für das eigene Wissen sein kann sowie ein wichtiger Impuls für die zukünftige persönliche Weiterentwicklung und das weitere Berufsleben.

Informationsbroschüren zur Projektpräsentation, sowie CDs und Projekthandbücher:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel.: 03682-22541-241.

 

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Netzwerk zur Aufwertung und Verbesserung des Wissens über lokale landwirtschaftliche Produktion im Alpenraum / Network of the local agricultural production for the valorisation and the knowledge of the Alpine Area

Mayer Renate (2002 - 2006)