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Veränderungen in der Agrarpolitik und der Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen, ein ständiger Rückgang der ländlichen Bevölkerung und ein geringes bäuerliches Einkommen führen zu einem Verschwinden traditioneller Kulturlandschaften in Berggebieten weltweit und entlang der Alpen. Doch gerade historische Landschaften, wie beispielsweise Bergweiden (Almen), beherbergen eine hohe Biodiversität, wirken anziehend auf Touristen und könnten die menschliche Gesundheit positiv beeinflussen. Stress, Bewegungsarmut und ein Leben im Überfluss tragen zu einer Verschlechterung des Gesundheitzustandes unserer westlichen Gesellschaft bei. Naturnahe Landschaften werden aber zunehmend als Erholungsräume betrachtet, die dem Menschen einen Ausgleich für psychophysiologische Ermüdungserscheinungen bieten können. Das Ausmaß der positiven Wirkung hängt vermutlich mit der Qualität des Landschaftsraumes zusammen. Seitens der Erholungs- /Restorationsforschung wurde aber die Rolle von Berglandschaften bisher vernachlässigt. Somit wurden auch mögliche Verbindungen zwischen kulturellen Ökosystemleistungen, wie Gesundheit und Wohlbefinden, und der Biodiversität und regulierenden Ökosystemleistungen bisher noch nicht untersucht. Deshalb ist in der politischen Entscheidungsfindung und in der Entwicklung von Strategien und Maßnahmen im öffentlichen Gesundheitswesen und im Naturschutz eine vollständige Berücksichtigung aller von landwirtschaftlichen Flächen erbrachten Ökosystemleistungen überhaupt nicht möglich. Falls in Bergregionen gelegene Kulturlandschaften eines Biosphärenparks aber besondere Erholungswirkung zeigen, könnte dies einer Stärkung des ländlichen Raumes dienen, indem das vorhandene natürliche und kulturelle Kapital für gesundheitsbezogene Angebote verwendet wird. Auf diesem Weg wäre auch ein nachhaltiger Beitrag zur Regionalökonomie und zum Erhalt jener wertvollen und historisch gewachsenen Landschaften geleistet.

„Healthy Alps“ untersucht, ob es Beziehungen zwischen Ökosystemleistungen, der Biodiversität und kulturellen Ökosystemleistungen gibt, insbesondere Wohlbefinden und Gesundheit des Menschen, und inwiefern diese von der Art der Bewirtschaftung abhängen.

Im Projekt “Healthy Alps” wird erforscht, ob und in welchem Ausmaß
(1) Biodiversität und Ökosystemleistungen mit der Gesundheit und dem Wohlbefinden des Menschen verbunden sind,
(2) die Intensität der Landnutzung und die Bewirtschaftungsaufgabe einen Einfluss auf die Gesundheit des Menschen aufweisen und ob diese unterschiedlich bewirtschafteten Landschaften von Menschen als erholsam empfunden werden,
(3) “Soundscapes” eine nützliche Methode zur Messung von Verknüpfungen zwischen Biodiversität und menschlicher Gesundheit darstellen.

Projektteam:

  • Projektleitung: Universität für Bodenkultur Wien (AT)
  • HBLFA Raumberg-Gumpenstein (AT)
  • Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft (AT)
  • Büro für Naturschutzpraxis und Forschung (AT)
  • Medizinische Universität Wien (AT)
  • Eidgenössiche Forschungsanstalt WSL (CH)

 

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