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1. Österreichische Heumeisterschaft

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Die statistische Auswertung der exakt erfassten Datengrundlage von Raufutterqualitäten aus Österreich ermöglichte eine umfassende Darstellung des Stichprobenumfangs vom Jahr 2007 und Rückschlüsse auf die tatsächlichen Verhältnisse in der landwirtschaftlichen Praxis. Das Raufutter vom 1. Aufwuchs wurde in Österreich allgemein zu spät geerntet, der Rohfasergehalt betrug im Durchschnitt 303 g/kg TM, das entspricht dem Vegetationsstadium Mitte der Blüte. Die Qualität von Heu lag signifikant tiefer als die von Grummet. Günstige Konzentrationen von Rohprotein, Rohfaser, Nettoenergie-Laktation und Mineralstoffen waren in Österreich erzielbar, wenn der Zeitpunkt der Heunutzung vor Beginn der Blüte des Futterbestandes gewählt wurde. Das Datum der Ernte wurde sehr stark von der Seehöhe, vom Pflanzenbestand und dessen Entwicklungszustand, von den Wetterbedingungen des Wirtschaftsjahres, aber auch vom Trocknungsverfahren beeinflusst. Jene Betriebe, welche über eine künstliche Heutrocknungstechnik (Kaltbelüftung, Warmbelüftung, Entfeuchtungstrocknung) verfügten, ernteten gegenüber Betrieben mit Bodentrocknung im Durchschnitt um mindestens 5 Tage früher, weil die höhere Schlagkraft mittels effizienter Trocknungstechnik auch bei kürzeren Sonnenscheinphasen eingesetzt werden konnte und damit wertvolleres Raufutter mit höheren NEL-Konzentrationen konserviert wurde. Die Verwendung von Mähaufbereitern brachte in der Feldphase, der Zeit zwischen Mahd und Einfuhr, einen mittleren Zeitgewinn von ca. 5 Stunden gegenüber dem Messerbalken bzw. Motormäher. Zweimaliges Zetten war im Hinblick auf die Dauer der Feldphase effektiver als einmaliges Zetten und bei den Erntegeräten schnitt der Ladewagen in der Länge der Feldphase günstiger ab als die Variable Presse. Betriebe mit Warmbelüftung bzw. Entfeuchtungstechnik konnten das Erntegut um ca. 8 Stunden früher einfahren als Betriebe, die bodengetrocknetes Futter konservierten. Fehler in der Futterbearbeitung auf dem Feld, wie z.B. zetten bei TM-Gehalten über 70 % führten zu erhöhten Bröckelverlusten der empfindlichen Blattspreiten, dadurch ging wertvolles Rohprotein und Mineralstoffe, insbesondere Phosphor, verloren. Der Einsatz der Warmbelüftungs- bzw. Entfeuchtungstechnik wäre empfehlenswert, weil dadurch die Blattmasse von Leguminosen und Kräutern erhalten werden könnte. Der Ernteschnitt unter 5 cm Schnitthöhe, speziell hervorgerufen durch schlecht eingestellte Messerbalkenmähwerke, hatte einen reduzierenden Einfluss auf den Protein- und Phosphorgehalt und erhöhte den Rohaschegehalt auch leicht. Erdige Futterverschmutzung führte zu massiven Energieverlusten und einer erhöhten Staubbelastung, aber auch zu einer stärkeren hygienischen Belastung durch Bakterien und Schimmelpilze. Eine optimale Arbeitsweise bei der Heukonservierung spiegelte sich in einer guten Farbintensität (β-Karotin) und des Heuaromas (Geruch) wider.

 

Resch, R., 2010: Abschlussbericht 1. Österreichische Heumeisterschaft. Wissenschaftliche Tätigkeit 3534 (Dafne 100383).

 

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