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Sie haben Interesse an den Beiträgen und Bildern der 36. Viehwirtschaftlichen Fachtagung mit den Schwerpunktthemen: Milchmarkt, Bestandesbetreuung, Mineralstoffversorgung, Forschungsergebnisse LFZ, Mutterkuhhaltung, Weidehaltung von Milchkühen.
Wenn Sie Bilder in Druckqualität benötigen, bitten wir Sie um Kontaktaufnahme - gerne übermitteln wir Ihnen das gewünschte Bild in entsprechender Qualität ( Birgit Huber-Kitzer)

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Die 3. Generation von Emissionsberechnungen, die sogenannten Life Cycle Assessments (LCA), besagen, dass die konventionelle Milchviehhaltung höhere Treibhausgasemissionen verursacht als die biologische Milchproduktion. Mit dieser Aussage endete die 36. Viehwirtschaftliche Fachtagung am Lehr- und Forschungszentrum für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein, die am 16. und 17. April stattfand.

Die Referenten Prof. Werner Zollitsch und DI Stefan Hörtenhuber wiesen in ihrem Schlussreferat jedoch auf die Wichtigkeit hin, welche Systemgrenzen bei der Berechnung von Emissionen aus der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung gesetzt werden. Mitunter entstehen dadurch große Differenzen im Treibhausgasausstoß, weshalb bei der Interpretation von Klimainventuren immer mit Vorsicht vorgegangen werden muss. Als wirksamste Minderungsstrategie wurde von den Experten der Universität für Bodenkultur die Wirtschaftsdünger-Behandlung (Biogasanlagen) genannt. Zuvor berichteten Johann Häusler und Dr. Agnes Leithold darüber, wie sich unterschiedliche Ergänzungsfütterungen (Heu, Maissilage, Kraftfutter) auf die Leistungen und die Wirtschaftlichkeit bei der Weidehaltung von Milchkühen auswirken.

Der Charolais-Züchter Stefan Tröstl aus Türnitz (NÖ) betonte in seinem Vortrag zur Umsetzung einer Zwischenkalbezeit von 365 Tagen bei Mutterkuhhaltung die Wichtigkeit der umfangreichen Datenerfassung. Dass dies die Grundlage für eine betriebliche Weiterentwicklung ist, wurde auch anhand der Folien von Reinhard Gastecker, Arbeitskreisleiter für Mutterkuhhaltung in Niederösterreich, klar.

Die ersten Vorträge des zweiten Veranstaltungstages handelten von Forschungsergebnissen des LFZ Raumberg-Gumpenstein. Univ.-Doz. Leonhard Gruber unterstrich die große Bedeutung der Energiekonzentration von Maissilage in der Stiermast. Von dieser lässt sich die optimale Kraftfuttermenge für die Mast ableiten. Dr. Margit Velik schlussfolgerte aus ihrer Auswertung einer Stichprobenerhebung von Rindfleisch-Markenprogrammen, dass alle untersuchten Proben eine sehr gute Fleischqualität aufweisen.

Der erste Tag der 36. Viehwirtschaftlichen Fachtagung „gehörte" der Milchproduktion. Reinhard Resch und der Organisator der Tagung, Dr. Leonhard Gruber, bereiteten umfangreiche Datenmengen zum Mineralstoffgehalt von Grund- und Kraftfuttermitteln aus Österreich graphisch auf und stellten die Versorgung von Milchkühen mittels Mineralstoffbilanzen bei unterschiedlichen Rationsbedingungen dar. Im Themenblock zur Bestandesbetreuung von Milchviehherden kamen Dr. Geweßler und die Familie Moitzi aus Obdach (Steiermark) zu Wort. Sie beschrieben sehr anschaulich die Vorteile eines Betreuungsverhältnisses von Tierarzt zu Landwirt.
Aufgrund der derzeit ungewissen Weiterentwicklungen, wurde der Situation des Milchmarktes zu Beginn der Veranstaltung reichlich Platz eingeräumt. DI Christian Stockinger vom Institut für Agrarökonomie der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft stellte die Frage „Gewinnen wir den Wettbewerb?". Seine Antwort darauf war ein klares „Ja". Aus österreichischer Sicht wurde die Thematik durch Beiträge von DI Christian Rosenwirth vom Lebensministerium, Mag. DI Johann Költringer von der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter und Ing. Leopold Gruber-Doberer von der Milchgenossenschaft Niederösterreich beleuchtet. Grundtenor der Ausführungen war die Notwendigkeit der Unterstützung unserer Milchbauern, um in einem völlig „freien Markt" zu bestehen.

Das abwechslungsreiche Programm erfüllte die hohen Erwartungen der ca. 150 Teilnehmer aus den Bereichen Praxis, Lehre, Beratung und Forschung. Die 36. Viehwirtschaftliche Fachtagung war wieder ein voller Erfolg!