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Luquasta bearb
Aktuell findet, unter der Leitung des Diagnostik- und Forschungsinstituts für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin der Med. Univ. Graz, in Kooperation mit dem Amt der Stmk. Landesregierung Abteilung 15 und unter Beteiligung der Abteilung Tierhaltungssysteme, Technik & Emissionen der HBLFA Raumberg-Gumpenstein das österreichweit erste Forschungsprojekt zu Bioaerosolen in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung statt (Projekt-Akronym Luquasta).

Bei Bioaerosolen handelt es sich im Allgemeinen um luftgetragene Teilchen biologischer Herkunft – im Speziellen sind dies im Luftraum befindliche Ansammlungen von Partikeln, denen Bakterien, Pilze, Viren, Pollen, Zellwandbestandteile oder Stoffwechselprodukte (bspw. Mykotoxine)..

Die Vorgehensweise

Im Rahmen der dreijährigen Projektlaufzeit werden zwei Mastschweine- und zwei Mastgeflügelbetriebe je neun Mal durch ein Messteam besucht und Bioaerosole in der Emission (direkt im Abluftkamin) und in der Immission (in definierten Abständen im Umfeld der Stallungen) erhoben; von Relevanz ist hier die Erfassung von als Leitparameter definierten Bakterien und Pilzen. Die Abteilung Tierhaltungssysteme, Technik & Emissionen zeichnet innerhalb des Projektes für die Akquirierung der Betriebe, das zeitliche Management der Betriebsbesuche, die Betreuung der Emissionsmessstelle sowie die Erhebung relevanter Randparameter (Haltungssystem, Güllemanagement, Anzahl und Gewicht der eingestallten Tiere an den Erhebungstagen etc.), verantwortlich.

Ziel des Projektes

Ziel des Projektes ist die Generierung von spezifischen, österreichischen Datensätzen, die den Status Quo potenzieller Emissionen wiederspiegeln und eine Abschätzung erlauben, ob und in wie weit das nachbarschaftliche Umfeld von Schweine- und Geflügelmastbetrieben mit aus der Tierhaltung stammenden Bioaerosolen belastet ist.

Grundlage für Prognoseberechnungen

Im Rahmen landwirtschaftlicher Bau- bzw. Beschwerdeverfahren kommt dem Thema Bioaerosole – neben der Beurteilung von Geruchs-, Staub-, Schadgas- und Lärmimmissionen – zunehmend größere Bedeutung zu. Luquasta bildet hier, u. A. durch Ableitung von Emissionsfaktoren für Leitkeime, eine Grundlage für zukünftige, realitätsnahe Prognoseberechnungen. Die ermittelten Emissionsfaktoren dienen im Ausbreitungsmodell GRAL als Basis zur Berechnung der flächenhaften Verteilung der fokussierten Bakterien und Pilze im Zielgebiet; von besonderer Bedeutung ist hier die Konvergenz der Ergebnisse des Berechnungsmodells mit den im Felde ermittelten Bioaerosoldaten. Die Modellierung mittels GRAL erfolgt durch die Abteilung 15 des Amtes der Stmk. Landesregierung.

Im Sommer 2020 finden die letzten Vor-Ort-Erhebungen auf den vier Projektbetrieben statt; die Abschlussberichtlegung ist für Frühjahr 2021 geplant.

Ansprechpersonen:       Michael Kropsch Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

                                   Eduard Zentner  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!