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Sparkling
Modellierung der Ausbreitung und Bekämpfungsmaßnahmen des Japanischen Staudenknöterichs

Ursprünglich in Asien heimisch, konnte sich der Staudenknöterich in Nordamerika und Europa innerhalb kurzer Zeit sehr stark ausbreiten. Einmal ausgesetzt als Sichtschutzhecke oder Zierpflanze sowie über Arbeitsgeräte oder Erdmaterial ungewollt am eigenen Grundstück gelandet, ist der Japanische Staudenknöterich (Fallopia japonica) kaum mehr zu bändigen. Die Wurzeln wachsen 3-4 Meter in die Tiefe, die Wurzelausläufer können in Bauwerke aller Art eindringen und große Schäden verursachen. Die schnellwüchsigen Stauden wachsen bis über 2,50 Meter hoch, sind extrem invasiv und bilden Massenbestände aus, sodass die autochthone, standortangepasste, böschungsstabilisierende Vegetation verdrängt wird. Durch das Absterben der oberirdischen Pflanzenteile im Herbst steigt die Erosionsgefahr entlang von Gewässern. In naturschutzfachlich wertvollen Flächen, vor allem an Gewässern, in Auwäldern, Feuchtlebensräumen und -brachen aber auch entlang von Bahntrassen oder Straßen stellt die Pflanzenart ein erhebliches Problem dar. In vielen Regionen Europas, besonders in Schutzgebieten, werden Maßnahmen zur aktiven Bekämpfung des Staudenknöterichs getestet, das Thema des Forschungsprojektes hat daher europäische Relevanz.

Das Team der HBLFA Raumberg-Gumpenstein erforscht gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern das Ausbreitungsverhalten der Pflanze unter verschiedenen Bedingungen. Die dabei gewonnenen Erfahrungen und die erprobten unterschiedlichen Bekämpfungsmethoden werden in einer Maßnahmenanleitung gesammelt. Bisher konnten zwei Maturaarbeiten an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein zu diesem Thema erfolgreich abgeschlossen werden.