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WolfAlps EU: CO-finanziertes LIFE+-Projekt WolfAlps EU arbeitet an Maßnahmen für ein erleichtertes Zusammenleben von Wolf und Mensch

Die Wolfszahlen im Alpenraum zeigen eine steigende Tendenz. Da der Wolf eine grenzüberschreitende Art ist, nimmt die Zahl der Wölfe auch in Österreich zu. Derzeit gibt es in Österreich zwar erst drei Wolfsrudel aber die Tendenz ist vor allem durch Durchzieher steigend, weshalb sich zurzeit in etwa 20-30 Wölfe in Österreich aufhalten. Im Jahr 2019 wurden in Österreich 40-45 Wölfe nachgewiesen. Mit der Zahl der Wölfe korreliert auch die Zahl der Angriffe, wodurch es vermehrt zu Spannungsfeldern zwischen Wolf und Mensch kommt. Der Wolf ist gemäß der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (92/43/EWG) eine geschützte Art; daraus ergeben sich bestimmte Konsequenzen, die beinhalten, dass ein günstiger Erhaltungszustand des Wolfes und seines Lebensraumes gesichert werden muss.

Neues Projekt zur Verbesserung der Koexistenz von Wolf und Mensch im Alpenraum

Im September 2019 startete deshalb das Projekt WolfAlps EU mit 18 Projektpartnern aus vier Nationen, darunter Italien, Slowenien, Frankreich und Österreich. Koordiniert wird das Projekt vom italienischen Projektpartner Parco Naturale delle Alpi Marittime, weshalb das Kick-Off-Meeting des Projekts Anfang November 2019 auch in Valdieri, Region Piemont, stattfand. Zu den österreichischen Projektpartnern zählen die HBLFA Raumberg-Gumpenstein und die Veterinärmedizinische Universität Wien. Durch eine enge Zusammenarbeit ist auch das Österreichzentrum Bär, Wolf, Luchs stark in das Projekt involviert.

Aufgabengebiet HBLFA Raumberg-Gumpenstein

An der HBLFA Raumberg-Gumpenstein wird derzeit an der Entwicklung sogenannter Wolf - Notfallteams (Wolf Prevention Intervention Units) gearbeitet. Dabei handelt es sich um geschulte Teams, die im Falle eines Angriffs durch den Wolf innerhalb weniger Stunden zum Einsatz kommen, um vor Ort den betroffenen und benachbarten Bauern erste Hilfe zu leisten. Diese erste Hilfe beinhaltet unter anderem die Errichtung von Nachtpferchen und Zäunen oder auch den Einsatz von Vergrämungsmaßnahmen (Blinklichter, etc.). Die Mitglieder dieser Teams sollen über einen landwirtschaftlichen Background verfügen und erhalten eine Schulung zur Biologie des Wolfes, zur Errichtung von Herdeschutzzäunen und zur Verbesserung ihrer Kommunikationskompetenzen. Es ist geplant, dass an drei Standorten in Österreich je ein Team installiert wird. Jedes Team sollte bis zu acht Mitglieder haben, wobei aber bei einem Einsatz, je nach Bedarf, zwischen einer und vier Personen ausrücken werden. Bis Herbst 2020 finden erste Schulungen und Probeeinsätze an der HBLFA Raumberg–Gumpenstein statt. In Zukunft sollen auch Sensor- und GPS-Systeme eine Rolle spielen.Eine weitere Aufgabe der HBLFA Raumberg-Gumpenstein ist die Etablierung thematischer Plattformen zum faktenbasierenden Informationsaustausch für Jäger und Landwirte, wo auch neueste Erkenntnisse in Managementpläne miteinfließen können. Geplant ist auch die Abhaltung thematischer Seminare, Konferenzen und Vorträge für wichtige Key-Stakeholder.

Aufgabengebiet Vetmeduni Wien

Forschende an der Vetmeduni Wien beschäftigen sich im Rahmen des Projektes mit der Entwicklung von Monitoringstandards für eine einheitlichere Erhebung der Wolfszahlen im Alpenraum und gleichen jährlich die Daten aus den teilnehmenden Ländern ab. Dadurch kann die Wolfspopulation in den Alpen auf Populationsebene beurteilt werden, eine Aussage die in Bezug auf den EU-rechtlichen Schutzstatus des Wolfes maßgeblich ist. Zusätzlich ist die Entwicklung und Verfeinerung neuer Genetikmethoden im Projekt inkludiert und umfasst dabei die Involvierung aller bisher mit Wolfsgenetik im Alpenraum befassten Institute. Ein weiterer Schwerpunkt an der Vetmeduni liegt bei der Reduktion von illegaler Verfolgung auf nationaler und internationaler Ebene.   

Projektziele

Die allgemeinen Projektziele auf EU-Ebene umfassen einerseits ein grenzüberschreitendes (DNA-) Monitoring, Management und Schutz des Tieres. Anderseits sollen durch die Erarbeitung und Verbreitung von unterschiedlichen Präventionsmaßnahmen Konflikte verringert werden und durch die Verbreitung von Wissen über Wölfe, das auf Fakten basiert, die Koexistenz verbessert werden.

 

Kontaktdaten 

Albin Blaschka (Österreichzentrum für Bär, Wolf und Luchs) Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Theresa Walter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Verena Mayer: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!