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ClimGrass
Zurzeit herrscht Hochbetrieb auf der Gumpensteiner ClimGrass-Anlage, auf der zukünftige Klimaszenarien unter Freilandbedingungen simuliert werden.

Aktuell geht es um die Auswirkungen einer mehrwöchigen Dürrephase auf das Ökosystem Grünland. Dazu wurden 12 unterschiedlich behandelte Versuchsparzellen seit Ende Mai niederschlagsfrei gehalten und nun werden kurz vor der Ernte umfangreiche Erhebungen und Analysen durchgeführt. Die Gruppe der Universität Innsbruck führt dazu unter Leitung von Prof. Michael Bahn ein technisch äußerst aufwändiges „pulse labelling“ mit 13C durch – durch dieses Markierungsverfahren lassen sich wichtige Fragen zur Kohlenstoffdynamik und -verlagerung in Pflanzen und Boden bearbeiten. Dazu werden von der UNI Innsbruck kontinuierliche Messungen der Flüsse des wichtigen Treibhausgases CO2 durchgeführt und von einer Gruppe der UNI Wien nach der 13C-Markierung in vordefinierten Zeitabständen entsprechende Pflanzen- und Bodenproben gezogen und vor Ort aufbereitet – auch hier ist der verantwortliche Projektpartner, Prof. Andreas Richter,  persönlich vor Ort und koordiniert die umfangreichen Beprobungsschritte. Ergänzt werden die beiden Forschungsgruppen durch zwei Kollegen vom Max Planck Institut für Biogeochemie in Jena, die feldspektroskopische Messungen und pflanzenphysiologische Erhebungen durchführen. Natürlich ist auch die Gumpensteiner ClimGrass-Gruppe mit ihrem umfangreichen Messprogramm aktiv und unterstützt zugleich die externen Projektpartner.

Diese intensive Messkampagne, die sich über mehrere Wochen erstrecken wird, ist ein wichtiger Abschnitt im 2015 von Prof. Bahn eingereichten und genehmigten FWF-Projekt (P 28572) „ClimGrass: Grasland carbon dynamics in a changing climate“. Gumpenstein ist damit nicht nur Schauplatz eines weltweit einzigartigen Freilandexperiments sondern beherbergt für einige Wochen äußerst engagierte Wissenschafter und studentischen Nachwuchs aus Indien, Italien, Spanien, Portugal, Deutschland und Österreich.

 

 Das pulse labelling erfordert präzise Vorbereitung, viel Konzentration und Teamwork sowie einen hohen messtechnischen Aufwand

 Über speziell angefertigte, zylindrische Kammern erfolgt die 13C-Markierung der vorgesehenen Flächen

Die Markierungspulse werden exakt protokolliert und nachverfolgt

 

 
In vordefinierten Zeitabständen werden von den markierten Flächen Pflanzen- und Bodenproben gezogen und vor Ort aufbereitet