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BM Rupprechter, LR Seitinger und zahlreiche Vertreter aus Politik und Landwirtschaft nahmen an der Spatenstichfeier zum neuen Schweineforschungsstall an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein teil.

 

 

 

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Im Rahmen dieser Spatenstichfeier überreichte BM Rupprechter Herrn Direktor Hausleitner das "L" für besondere Leistungen in Lehre und Forschung

 

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Pressekonferenz - Videomittschnitt

 

An der HBLFA Raumberg-Gumpenstein in Irdning-Donnnersbachtal wird im Frühjahr 2017 der Baubeginn für einen in Österreich einzigartigen Schweine-Forschungsstall sein. Neben der erzielbaren Geruchsreduktion gibt es den fachlichen Hintergrund, dass aus Ammoniakemissionen unter bestimmten klimatischen Bedingungen auch sogenannte sekundäre Partikel im Bereich Feinstaub entstehen. In einem breit aufgestellten Gemeinschaftsprojekt von Land Steiermark, dem BMLFUW sowie der Styriabrid als Erzeugergemeinschaft sollen forschungsseitig entsprechende Minderungsmaßnahmen untersucht werden.

Im Speziellen sollen sogenannte Abluftreinigungsanlagen in Form von Wäscher- und Filteranlagen bzw. einer Kombination von beidem, untersucht werden. Diese Anlagen werden in einigen europäischen Ländern im Bereich großer Stallungen bereits eingesetzt. Sie gelten aber allein unter wirtschaftlichen Aspekten als „Nicht Stand der Technik“! Für jedes der drei Abteile mit theoretisch möglichen 138 Mastschweinen soll ein unterschiedliches Produkt bzw. Fabrikat deutscher Firmen zum Einsatz kommen.

Die Kosten derartiger Anlagen stehen im direkten Zusammenhang mit dem Ammoniakaufkommen im Tierbereich. Raumberg-Gumpenstein beschäftigt sich unter der Leitung von Eduard Zentner mit seinem Team seit mehr als 10 Jahren mit Geruchs- und Ammoniakminderungen im Tierbereich.

Der Ansatz, dass mit positiv getesteten Produkten auch eine Verbesserung der Tiergesundheit und des Wohlbefindens einhergeht, bedarf einer wissenschaftlichen Absicherung. Daraus ergibt sich die Fragestellung, mit welchen Kosten der Abluftreinigung haben die heimischen Betriebe bei bereits optimierten Bedingungen im Tierbereich zu rechnen.

Bei den beschriebenen Untersuchungen gilt der neue Forschungsstall für die nächsten Jahre als ausgebucht. Neben Anfragen von prominenten Firmen soll der neue Forschungsstall auch zu internen ethologischen Untersuchungen verwendet werden. Die Ergebnisse aus den Projekten sollen unmittelbaren Einfluss auf die Förderabwicklung und auf nationale Empfehlungen finden!

Raumberg-Gumpenstein beschäftigt sich in einem weiteren internationalen Projekt mit einem völlig neuen umwelttechnischen Ansatz für die Schweinehaltung. In einem neuen Tierwohlstall, der in der Südsteiermark errichtet werden soll, werden erstmals alle emissionsmindernden Maßnahmen für Geruch und Ammoniak integriert. Dabei sollen erstmals Tierhalter, Firmen, Sachverständige, Mediziner und die Forschung kooperieren.

Auch in der Lehre der HBLFA Raumberg-Gumpenstein wird auf die künftigen Herausforderungen für unsere kleinstrukturierte heimische Landwirtschaft eingegangen. Im Rahmen der neuen 5-jährigen Ausbildung „Umwelt- und Ressourcenmanagement“ werden die bereits etablierten landwirtschaftlichen Unterrichtsfächer um viele Kernthemen ergänzt werden: Effizienz der Produktion, Umweltwirkungen, Schutz von Boden, Luft und Wasser, Genehmigungsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebsstätten, Emissionen, Immissionen, Tierwohl, Nutzung von Bioressourcen, Nutzung erneuerbarer Energie, stoffliche Nutzung und Verwertung landwirtschaftlicher Produkte, Folgen des Klimawandels, Stoffkreisläufe udgl. mehr.

In logischer Konsequenz fließen auch in diesem Fachbereich die Ergebnisse aus der Forschung sowie auch die Erkenntnisse aus dem neuen Schweine-Forschungsstall wieder direkt in die Lehre ein und kommen somit unseren Schülerinnen und Schülern zu Gute.