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IRIS-Radwandertag und Schutz vor Naturgefahren am Fuße des Grimmings am 21. Mai 2014

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Die SchülerInnen und PädagogInnen der ersten Klassen der Neuen Mittelschule Irdning und die naturinteressierte Bevölkerung konnte heute ein Erlebnis der besonderen Art genießen. Der erste Iris Radwandertag rund um die Naturschutzflächen am Fuße des Grimmings fand bei traumhaftem Wetter statt. Das Teilprojekt von BE-NATUR ist eine Kooperation des LFZ Raumberg-Gumpenstein mit der Neuen Mittelschule Irdning, dem Naturschutzbund Steiermark, Bezirksstelle Liezen, und der Wildbach- und Lawinenverbauung Liezen.

Die tief blauen Irisblüten (Sibirische Schwertlilie) entfalten gerade ihre volle Pracht, dazwischen blühen die wunderschönen Sternnarzissen als weißer Kontrast. Auf der Naturschutzbundfläche in Trautenfels, auf dem Aussichtsturm, konnten diese Wiesen genau überblickt werden. Die Pflanzenartenvielfalt auf den Flächen beeindruckte die Kinder. Auf einer kleinen ca. 60 Quadratzentimeter großen Fläche als Rahmen konnten in der Kürze der Zeit über 30 Arten bestimmt werden. Diese Artenvielfalt kann aber nur durch eine nachhaltige landwirtschaftliche Bewirtschaftung erhalten und verbessert werden. Deshalb hat das LFZ Raumberg-Gumpenstein in Trautenfels Versuchsflächen, um die Auswirkung der extensiven Bewirtschaftung genau zu beobachten und zielgerichtete Maßnahmen für die Praxis empfehlen zu können. Fast jedes Jahr werden die Flächen am Talboden der Enns auch regelmäßig überschwemmt.

Neben der Flora, wurde auch die Fauna des Europaschutzgebietes genau unter die Lupe genommen. Die Kinder sammelten interessante Wasserlebewesen. Im Freiluftklassenzimmer wurden die vielen Tierchen, die zuerst aus einem Tümpel mit Kescher eingefangen wurden, dann mit dem Mikroskop bestimmt. So konnten Liebellenlarven, Gelbrandkäferlaven, Rückenschwimmer, Muschelkrebse, Köcherfliegenlarven, Wasserfloh, Teichmolch, Kaulquappen und vieles mehr entdeckt werden. Die Wasserbiotope wurden erst vor kurzem wiederbelebt.

In Niederstuttern erklärte Markus Mayerl von der Wildbach- und Lawinenverbauung Liezen die Gefahren durch Hochwasser und Lawinen durch den Grimming. 2005 war ein besonders lawinenreiches Jahr und die Lawinen reichten bis zur Bundesstraße bzw. Bahntrasse. Auch alte Hochwasserbilder zeigten die Naturgewalten, die von den kleinen Bächen ausgehen können. Entsprechende Schutzbauten sind daher notwendig, um den Siedlungsraum zu schützen.

Eine Abschlusspräsentation der SchülerInnen vor Publikum soll das gesammelte Wissen bündeln und die Erfahrungen rund um Naturschutz und Landwirtschaft, wertvolle Lebensräume und Artenvielfalt vor der unmittelbaren „Haustüre“ stärken.

Das Wissen einerseits rund um den Schutz der Natur, der Artenvielfalt und der Lebensräume und andererseits dem Schutz vor Naturgefahren wurde in Theorie und Praxis gemeinsam im Rahmen des Projektes BE-NATUR umgesetzt.

  • Für die Neue Mittelschule Irdning: Kinder der 1A Klasse und 1B Klasse mit ihren KlassenlehrerInnen
  • Für das LFZ Raumberg-Gumpenstein:Claudia Plank und Renate Mayer
  • Für den Naturschutzbund: Edith Fuchs und Gerhard Schmiedhofer
  • Für die Wildbach- und Lawinenverbauung: Markus Mayerl