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Heugala 2013024
Heugala 2013 – Österreichs Heuqualität am Prüfstand
In Zeiten steigender Kraftfutterpreise wird die Orientierung hin zu optimaler Grundfutterqualität immer wichtiger. Qualitativ hochwertiges, hygienisch einwandfreies Heu und Grummet ist für die österreichischen Viehbauern von großer Bedeutung.
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Heuprojekt

Die Fütterungsreferenten der Landwirtschaftskammern aus ganz Österreich organisierten gemeinsam mit dem LFZ Raumberg-Gumpenstein, Arbeitskreisberatung Milchproduktion, Maschinenring bzw. LKV sowie der ARGE Heumilch ein Heuprojekt mit interessierten Landwirten. Insgesamt wurden 817 Heu- und Grummetproben im Futtermittellabor Rosenau (LK Niederösterreich) auf Trockenmasse-, Nährstoff-, Zucker und Energiegehalt sowie Mineralstoffe untersucht Das Management der Heukonservierung wurde mittels Fragebogen erhoben, um dessen Einfluss auf die Heuqualität statistisch auswerten zu können.

Österreichs Premium-Heuqualitäten

Aus 54 Top-Favoriten wurden in 6 Kategorien die Sieger durch eine 6-köpfige Expertenjury mit Hilfe der ÖAG-Sinnenprüfung (Bewertung von Geruch, Gefüge, Farbe und Verunreinigung) ermittelt. Auf der großen Heugala im Kitzkongress Kitzbühel wurden am 1. Februar 2013 die besten drei Heuproben aus jeder Kategorie unter Beisein von Bundesminister Nikolaus Berlakovich, Tirols Agrarlandesrat Anton Steixner und Landwirtschaftskammerpräsident Josef Hechenberger prämiert. Die Preisträger mit den besten Heupartien kamen vorwiegend aus den westlichen Bundesländern Vorarlberg und Tirol.

Tabelle: Preisträger der Heugala 2013

Preiskategorien:
Energieheu – Pflanzenbestände mit hoher Nutzungsintensität (4 Schnitte oder mehr/Jahr)
Heu – Raufutter 1. Aufwuchs aus Dauergrünland
Grummet – Raufutter 2. oder Folgeaufwüchse aus Dauergrünland
Bodenheu – Raufutter ohne künstliche Belüftung
Ballenheu – Raufutter das in Form von Rund- oder Quaderballen konserviert wurde
Händische Heuwerbung – Bearbeitung und Einfuhr des Raufutters per Handarbeit ohne Maschinen

Heuqualität der Ernte 2012


Die Durchschnittswerte vom Heu des Jahres 2012 zeigten mit sehr guten 5,88 MJ NEL/kg TM im 1. Aufwuchs, um 0,36 MJ NEL höhere Energiegehalte als im Projektjahr 2010, obwohl sich der Erntzeitpunkt kaum unterschied. Interessant war, dass die Rohfasergehalte im 2012er Heu mit 264 g/kg TM auf gleicher Augenhöhe mit den Silagebetrieben lagen (290 g im Heu 2010). Nur eine statistische Auswertung wird klären können, welchen Anteil die Wettersituation im Frühjahr und welchen das Management der Landwirte an dieser Situation hatte.

Grundfutterqualität weiter verbessern


Wer die Schwachstellen in seinem Management vom Pflanzenbestand über die Konservierung bis zum Futtertisch erkennt, der kennt auch jene Faktoren auf seinem Betrieb mit den größten Verbesserungspotentialen. Die Landwirtschaftskammern und die Forschung des LFZ Raumberg-Gumpenstein (Lehr- und Forschungszentrum des BMLFUW) bemühen sich gemeinsam mit der ARGE Heumilch Österreich einen aktuellen Wissensstand um die Grundfutterqualität durch Organisation von Qualitätsprojekten in Österreich gemeinsam mit den Landwirten zu erarbeiten und damit die systematische Professionalisierung zu fördern. „Gute Heuqualität auf der Basis einer optimalen standortangepassten Grünlandbewirtschaftung bringt eine gute Grundfutterleistung und ist ein Garant für die hohe Qualität der Heumilch-Produkte", sagt Karl Neuhofer, der Obmann der ARGE Heumilch. Einwandfreie Heuqualität entsteht nicht zufällig, sondern ist das Ergebnis von konsequenter und gewissenhafter Arbeit.

Über die Heumilch


Die ARGE Heumilch Österreich vereinigt mehr als 8.000 Heumilchbauern und rund 60 Verarbeiter und ist die Nummer 1 bei der Erzeugung und Vermarktung von Heumilch. Als einzige weltweit arbeiten die Mitglieder der ARGE nach einem strengen Regulativ, dessen Einhaltung von unabhängigen, staatlich zertifizierten Stellen kontrolliert wird. Nur Produkte mit dem Heumilch-Logo „Die reinste Milch" erfüllen diese sehr strengen Bestimmungen. Sämtliche Produkte werden kontrolliert gentechnikfrei hergestellt. In Österreich liegt der Heumilchanteil an der Gesamtproduktion bei 15 Prozent, in Europa bei lediglich drei Prozent.

Hier finden sie auch einen Film zur Heugala.