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Ein Schwerpunkt im Rahmen der "Be-Natur Science Week für Irdninger Volksschulkinder 2012"

Programm Be-Natur Science Week 2012
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BE-NATUR Science Week 2012 - Kinder forschen und entdecken zum Thema Artenvielfalt - MOORERLEBNIS ÖDENSEE

Die ursprüngliche See- und Flusslandschaft rund um den Ödensee ist ein Paradies – nicht nur für Botaniker sondern auch für Kinder, die die Natur hautnah erleben können. Die große Artenvielfalt in der Natur ist auf diesem Moorstandort von großer Bedeutung. Daher ist der Ödensee als Europaschutzgebiet ausgewiesen worden. Das Naturschutzgebiet bietet ein breites Angebot an Lebensräumen sowohl für die unterschiedlichsten Tiergattungen als auch für die Pflanzenwelt, die sich in dieser geschützten Zone entfalten können. Neben anderen Lebensräumen sind vor allem die kalkreichen Niedermoore von großer Bedeutung.

Im Rahmen der "BE-NATUR Forscherwoche 2012" erklärten die einheimischen Expertinnen, Karin Hochegger und Herta Plasenica Suarez am Dienstag, dem 7. August den jungen NaturforscherInnen, welche Bedeutung die Tiere und Pflanzen für unsere Umwelt haben und wie wichtig es ist, dass ihr Lebensraum geschützt wird.
Weinbergschnecken, fleischfressende Pflanzen wie der Sonnentau und das Alpen-Fettkraut, Baby-Eidechsen, Heil- und Gewürzpflanzen faszinierten die 22 Kinder aus Irdning. Aus dem Mädesüß wurde früher auch Aspirin hergestellt und Maiglöckchen soll man nicht mit dem schmackhaften Bärlauch verwechseln. Auch die Trollblume, typisch für feuchte Wiesen, tauchte am Wegrand auf. Herta Plasenica Suarez, Naturexpertin vom Naturerlebnis Ödensee, erzählte allerhand Interessantes über Pflanzen und ihre Gifte. So wurde früher aus dem Weißen Germer das Lauspulver hegestellt und die Pflanze war auch geeignet als Pfeilgift für die Jäger der Steinzeit. Sie erklärte den Kindern, dass auch die wilde Natur genug zum Essen anbietet, wie zum Beispiel die Kohldistel.
Karin Hochegger, Natura 2000 Gebietsbetreuerin und Moorexpertin, erklärte die Wasseraufnahmefähigkeit des Moorbodens. Der Vergleich zwischen Putzschwamm und Moorboden ging eindeutig für den Moorboden aus, auch wenn fünf kräftige Kinder den „Naturschwamm“ erst aus dem Boden stechen mussten. Bis in die 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde am Ödensse sehr intensiv Torf abgebaut. Darüber hinaus ist das Moor auch durch Entwässerungsgräben, Nährstoffeinträge und Aufforstungen gefährdet.
Mit dem Natur-Lego aus Schachtelhalm spielten die Kinder genauso gern, wie sie am Bachufer der Traun im Schlamm stapften und im Bachbett Steinskulpturen errichteten. Nur die Steinkrebse konnten leider nicht entdeckt werden. Sie haben sich wahrscheinlich in Sicherheit gebracht.
Im nächsten Jahr wollen die Kinder wieder kommen und für BeNatur ein Schutzprojekt starten.

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 Kontakt: DI Renate Mayer, Claudia Plank, Bettina Plank BSc.