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43 2020 sueßkartoffel
Eine vielseitige Bereicherung für den Bio-Ackerbau bietet die Süßkartoffel. Durch große Nachfrage am Markt, Abwechslung in der Fruchtfolge und als gute Einkommensquelle ist sie als neue Kultur für viele Betriebe interessant. Wie man damit umgeht und was dabei zu beachten ist, darüber klärt der folgende Artikel auf.

Luquasta bearb
Aktuell findet, unter der Leitung des Diagnostik- und Forschungsinstituts für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin der Med. Univ. Graz, in Kooperation mit dem Amt der Stmk. Landesregierung Abteilung 15 und unter Beteiligung der Abteilung Tierhaltungssysteme, Technik & Emissionen der HBLFA Raumberg-Gumpenstein das österreichweit erste Forschungsprojekt zu Bioaerosolen in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung statt (Projekt-Akronym Luquasta).

Bei Bioaerosolen handelt es sich im Allgemeinen um luftgetragene Teilchen biologischer Herkunft – im Speziellen sind dies im Luftraum befindliche Ansammlungen von Partikeln, denen Bakterien, Pilze, Viren, Pollen, Zellwandbestandteile oder Stoffwechselprodukte (bspw. Mykotoxine)..

Die Vorgehensweise

Im Rahmen der dreijährigen Projektlaufzeit werden zwei Mastschweine- und zwei Mastgeflügelbetriebe je neun Mal durch ein Messteam besucht und Bioaerosole in der Emission (direkt im Abluftkamin) und in der Immission (in definierten Abständen im Umfeld der Stallungen) erhoben; von Relevanz ist hier die Erfassung von als Leitparameter definierten Bakterien und Pilzen. Die Abteilung Tierhaltungssysteme, Technik & Emissionen zeichnet innerhalb des Projektes für die Akquirierung der Betriebe, das zeitliche Management der Betriebsbesuche, die Betreuung der Emissionsmessstelle sowie die Erhebung relevanter Randparameter (Haltungssystem, Güllemanagement, Anzahl und Gewicht der eingestallten Tiere an den Erhebungstagen etc.), verantwortlich.

Ziel des Projektes

Ziel des Projektes ist die Generierung von spezifischen, österreichischen Datensätzen, die den Status Quo potenzieller Emissionen wiederspiegeln und eine Abschätzung erlauben, ob und in wie weit das nachbarschaftliche Umfeld von Schweine- und Geflügelmastbetrieben mit aus der Tierhaltung stammenden Bioaerosolen belastet ist.

Grundlage für Prognoseberechnungen

Im Rahmen landwirtschaftlicher Bau- bzw. Beschwerdeverfahren kommt dem Thema Bioaerosole – neben der Beurteilung von Geruchs-, Staub-, Schadgas- und Lärmimmissionen – zunehmend größere Bedeutung zu. Luquasta bildet hier, u. A. durch Ableitung von Emissionsfaktoren für Leitkeime, eine Grundlage für zukünftige, realitätsnahe Prognoseberechnungen. Die ermittelten Emissionsfaktoren dienen im Ausbreitungsmodell GRAL als Basis zur Berechnung der flächenhaften Verteilung der fokussierten Bakterien und Pilze im Zielgebiet; von besonderer Bedeutung ist hier die Konvergenz der Ergebnisse des Berechnungsmodells mit den im Felde ermittelten Bioaerosoldaten. Die Modellierung mittels GRAL erfolgt durch die Abteilung 15 des Amtes der Stmk. Landesregierung.

Im Sommer 2020 finden die letzten Vor-Ort-Erhebungen auf den vier Projektbetrieben statt; die Abschlussberichtlegung ist für Frühjahr 2021 geplant.

Ansprechpersonen:       Michael Kropsch Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

                                   Eduard Zentner  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Stressfreie Schlachtung 1
Reduzierung von Stressfaktoren und Verbesserung der Fleischqualität durch Hofschlachtung

Ungewohnte Situationen, wie das Verladen auf einen Anhänger, verursachen beim Tier Stress, wodurch das Hormon Adrenalin ausgeschüttet wird. Sowohl Tierwohl als letztendlich auch die Fleischqualität leiden darunter.

„Initiative für die stressfreie Hofschlachtung“

Aus diesem Grund hat der Verein „Initiative für die stressfreie Hofschlachtung“ aus dem Bezirk Deutschlandsberg einen mobilen Schlachtanhänger entwickelt, der per Anhängevorrichtung eines Autos transportiert werden kann und die Möglichkeit bietet, das Tier in gewohntem Umfeld zu betäuben und am Anhänger zu entbluten.

Durch die Zusammenarbeit mit der HBLFA Raumberg-Gumpenstein ergibt sich für den Verein die Chance, bei der Schlachtung von 15 Rindern, die Stresshormone, Adrenalin und Cortisol im Blut zu untersuchen und die Fleischqualität der Schlachtkörper zu beurteilen.

Genauer Infos vom Verein „Initiative für die stressfreie Hofschlachtung“ unter:

www.stressfrei.st

 

Iriswiese1
Iriswiesen mit der Sibirischen Schwertlilie und Sternnarzisse als Leitarten waren einst prägende Elemente der Kulturlandschaft im Mittleren Steirischen Ennstal. Die farbenprächtigen, kräuterreichen Wiesen besiedelten mäßig feuchte bis mäßig nasse, nährstoffarme Böden, vorwiegend am Talboden der Enns. Sie zählen in der Obersteiermark zu den artenreichsten Pflanzengesellschaften und sind wertvolle Lebensräume für zahlreiche seltene und gefährdete Tierarten. Das Projekt ReKult-Iriswiesen der HBLFA Raumberg-Gumpenstein zeigt vor, wie Naturschutz und Landwirtschaft funktionieren kann. Rechtzeitig zur Woche der Artenvielfalt zeigen sich die Blühwiesen am Fuße des Grimmings in ihrer ganzen Pracht.  

Aufgrund von Trockenlegungen und Bewirtschaftungsänderungen wurden und werden diese typischen Streuwiesen mit der Sibirischen Schwertlilie (Iris sibirica) und Sternnarzisse (Narcissus radiiflorus) immer mehr zurückgedrängt und sind leider nur noch auf einigen Restflächen zu finden. Umso erfreulicher ist das Interesse einiger LandbewirtschafterInnen, diese Flächen zu erhalten und entsprechend zu pflegen. 

Die Trautenfelser Blühwiesen sind ein gutes Beispiel dafür, wie der Schritt zurück zu mehr Artenvielfalt (grüne Infrastruktur) gelingen, und sie gleichzeitig als Retentionsräume für den Hochwasserschutz (blaue Infrastruktur) dienen können. Die Zusammenarbeit von Landbewirtschafterinnen und -bewirtschaftern und Naturschutz hat im Projekt „ReKultivierung Iriswiesen“ der HBLFA Raumberg-Gumpenstein die vorrangigen Ziele, Brachflächen für die Landwirtschaft wieder nutzbar zu machen und gleichzeitig wertvolle Lebensräume mit einer standortstypischen Artenvielfalt auf den Flächen wieder herzustellen und aufzuwerten. 

Eine Diplomarbeit von den Schülern Andreas Fokter und Martin Hillinger der HBLFA Raumberg-Gumpenstein dokumentiert die wesentlichen Voraussetzungen und die wichtigsten Arbeitsschritte für dieses ambitionierte Vorhaben. Die Maßnahmen auf den Feuchtflächen sind sowohl hinsichtlich der Witterungsverhältnisse durch sanfte Bodenbearbeitung zum richtigen Zeitpunkt und in Bezug auf das Bioinventar auf die einzelnen Arten, wie z.B. Brutvögel, Amphibien oder Haselmaus abzustimmen. Zu berücksichtigen ist, dass die Natur auch Zeit braucht sich wieder zu entfalten. Eine Umfrage zeigt das große Interesse der Bevölkerung und  LandnutzerInnen an der Erhaltung dieser traditionellen Kulturlandschaft am Fuße des Grimmings. 


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Gewässer- und Waldrandstreifen werden in der Kulturlandschaft meist vernachlässigt. Häufig sind sie von Neophyten überwuchert oder werden abgemäht. Durch fehlende oder unregelmäßige Gewässerrandstreifen werden Gewässer unzureichend beschattet, die Wassertemperatur erhöht sich und bringt das natürliche Gefüge aus dem Gleichgewicht. Gemäß der EU-Wasserrahmenrichtlinie befinden sich derzeit etwa 60% der österreichischen Gewässer in einem schlechten Zustand.

Lebensraum für Insekten und Kleinstlebewesen

Im Mittleren Steirischen Ennstal hat die Grünlandwirtschaft eine lange Tradition und prägt das Landschaftsbild. Durch die Regulierung der Enns sind unzählige Entwässerungsgräben entstanden, die den Verlauf des Flusses drastisch beeinflusst haben. Lückenhafte Gewässerrandstreifen führen zu Problemen. Dazu gehören der Verlust der pflanzlichen Artenvielfalt durch die Ausbreitung von invasiven Neophyten (insbesondere Drüsiges Springkraut und Japanischen Staudenknöterich), einer erhöhten Wassertemperatur, Stoffeinträge und Erosionen. Neben der pflanzlichen Biodiversität wird durch die Etablierung und Pflege blühender Gewässerrandstreifen, den Insekten und Kleinstlebewesen in der Erde, an Land, in der Luft und im Wasser ihr Lebensraum zurückgegeben.

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Die Eignung einer Grünlandfläche für eine bestimmte Art der Bewirtschaftung und Intensität der Nutzung ist entscheidend vom Boden abhängig. Die einzelnen Grünlandböden unterscheiden sich in Bezug auf Ertragspotenzial, Ertragssicherheit, Tritt- und Verdichtungsempfindlichkeit, Neigung zur Verunkrautung, Kalk- und Düngerbedarf sowie Düngeeffizienz. Die Beurteilung der Bodenqualität und des aktuellen Bodenzustands sowie die Feststellung ertragsbegrenzender Faktoren haben daher eine große praktische Bedeutung.

Qualität und Zustand von Grünlandböden können im Gelände mit einfachen Hilfsmitteln beurteilt und bewertet werden.

Nähere Informationen dazu erhalten Sie an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein.

 
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LK-Silageprojekt_Homepage Forschungnews 2016

Für die heurige Grundfuttersaison wurde das LK-Silageprojekt 2020 initiiert, um gemeinsam mit den LandwirtInnen an der Verbesserung der Gärfutterqualität zu arbeiten, aktuelle Erkenntnisse zu gewinnen und zu verbreiten sowie um eine systematische qualitative Professionalisierung der Betriebe zu fördern. Organisiert wird das LK-Silageprojekt von den Fütterungsreferenten der Landeslandwirtschaftskammern, gemeinsam mit den Projektpartnern Arbeitskreis Milchproduktion, Landeskontrollverband (LKV), Maschinenring, dem Futtermittellabor Rosenau der LK Niederösterreich und der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft (HBLFA) Raumberg-Gumpenstein.

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Modellierung der Ausbreitung und Bekämpfungsmaßnahmen des Japanischen Staudenknöterichs

Ursprünglich in Asien heimisch, konnte sich der Staudenknöterich in Nordamerika und Europa innerhalb kurzer Zeit sehr stark ausbreiten. Einmal ausgesetzt als Sichtschutzhecke oder Zierpflanze sowie über Arbeitsgeräte oder Erdmaterial ungewollt am eigenen Grundstück gelandet, ist der Japanische Staudenknöterich (Fallopia japonica) kaum mehr zu bändigen. Die Wurzeln wachsen 3-4 Meter in die Tiefe, die Wurzelausläufer können in Bauwerke aller Art eindringen und große Schäden verursachen. Die schnellwüchsigen Stauden wachsen bis über 2,50 Meter hoch, sind extrem invasiv und bilden Massenbestände aus, sodass die autochthone, standortangepasste, böschungsstabilisierende Vegetation verdrängt wird. Durch das Absterben der oberirdischen Pflanzenteile im Herbst steigt die Erosionsgefahr entlang von Gewässern. In naturschutzfachlich wertvollen Flächen, vor allem an Gewässern, in Auwäldern, Feuchtlebensräumen und -brachen aber auch entlang von Bahntrassen oder Straßen stellt die Pflanzenart ein erhebliches Problem dar. In vielen Regionen Europas, besonders in Schutzgebieten, werden Maßnahmen zur aktiven Bekämpfung des Staudenknöterichs getestet, das Thema des Forschungsprojektes hat daher europäische Relevanz.

Das Team der HBLFA Raumberg-Gumpenstein erforscht gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern das Ausbreitungsverhalten der Pflanze unter verschiedenen Bedingungen. Die dabei gewonnenen Erfahrungen und die erprobten unterschiedlichen Bekämpfungsmethoden werden in einer Maßnahmenanleitung gesammelt. Bisher konnten zwei Maturaarbeiten an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein zu diesem Thema erfolgreich abgeschlossen werden.

 

Kuhflade
Gesunde, fruchtbare und leistungsbereite Tiere sind der Wunsch einer jeden Landwirtin und eines jeden Landwirtes. Um dieses Ziel zu erreichen, muss vieles am Betrieb zusammenpassen bzw. optimiert werden. Komfortable, gut klimatisierte Stallungen, qualitativ hochwertiges Grundfutter und eine darauf abgestimmte Kraft- und Mineralfutterergänzung sind wesentliche Voraussetzungen. Die Bekömmlichkeit der Ration sollte dabei laufend überprüft werden, da dies wesentlich für die Tier- und Pansengesundheit sowie Futtereffizienz und Wirtschaftlichkeit ist. Eine sehr einfache, dennoch aber höchst aussagekräftige Kontrollmöglichkeit stellt dabei die Kotbeurteilung dar.

Kotbeurteilung als aussagekräftige Kontrollmöglichkeit

Futter- und Rationsumstellungen sind an Milchmenge, Klauengesundheit oder anderen Gesundheitsparametern erst nach wenigen Tagen bis Wochen sichtbar. Veränderungen am Kot können dagegen nach 12 bis 48 Stunden erkannt werden. Dies, und die Tatsache, dass Kühe alle 2 bis 4 Stunden Kot absetzen, machen den Kot zu einem wertvollen Instrument um die Fütterung zu überprüfen. Bewertet werden Farbe, Geruch und die Konsistenz des Kotes sowie unverdaute Futterpartikel aus der Kotsiebung. So lässt sich beispielsweise eine verminderte Wiederkauaktivität anhand langer Futterreste im Kotsieb feststellen. Auch der Zerkleinerungsgrad von Getreide- und Maiskörnern kann überprüft werden. Über die Farbe und den Geruch des Kotes bzw. über Darmhautablösungen aus der Kotsiebung lassen sich Rückschlüsse auf den Gesundheitsstatus der Tiere ziehen.

Der Kot sollte also nicht nur als Dünger oder gar als Abfallprodukt der Rinderhaltung gesehen werden, sondern viel mehr als Chance einen Einblick in das Verdauungssystem des Rindes zu bekommen.

Fachbroschüre erhältlich

In einer neuen Fachbroschüre der ÖAG werden Grundsätze der Wiederkäuerernährung mit praxisorientierten Hilfsmittel der Rations- und Gesundheitskontrolle gegenübergestellt. Im Mittelpunkt steht dabei die Kotbeurteilung. Diese sowie weitere interessante Fachbroschüren zu dem Thema sind direkt auf der ÖAG-Homepage erhältlich.  Hier gehts zur Broschüre. 

 

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Neue ÖAG Infos zum Themenschwerpunkt

Nachhaltiger Bio-Silomais Anbau
Empfehlungen zu Pflanzenbau, Ernte und Fütterung

Der Maisanbau auch auf Bio-Betrieben nimmt zu. Eine Ursache dafür ist die höhere Ertragssicherheit bei trockenen Witterungsbedingungen. Darüber hinaus liefern gut silierte Maispflanzen ein sehr schmackhaftes Grundfutter.

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WolfAlps EU: CO-finanziertes LIFE+-Projekt WolfAlps EU arbeitet an Maßnahmen für ein erleichtertes Zusammenleben von Wolf und Mensch

Die Wolfszahlen im Alpenraum zeigen eine steigende Tendenz. Da der Wolf eine grenzüberschreitende Art ist, nimmt die Zahl der Wölfe auch in Österreich zu. Derzeit gibt es in Österreich zwar erst drei Wolfsrudel aber die Tendenz ist vor allem durch Durchzieher steigend, weshalb sich zurzeit in etwa 20-30 Wölfe in Österreich aufhalten. Im Jahr 2019 wurden in Österreich 40-45 Wölfe nachgewiesen. Mit der Zahl der Wölfe korreliert auch die Zahl der Angriffe, wodurch es vermehrt zu Spannungsfeldern zwischen Wolf und Mensch kommt. Der Wolf ist gemäß der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (92/43/EWG) eine geschützte Art; daraus ergeben sich bestimmte Konsequenzen, die beinhalten, dass ein günstiger Erhaltungszustand des Wolfes und seines Lebensraumes gesichert werden muss.

Neues Projekt zur Verbesserung der Koexistenz von Wolf und Mensch im Alpenraum

Im September 2019 startete deshalb das Projekt WolfAlps EU mit 18 Projektpartnern aus vier Nationen, darunter Italien, Slowenien, Frankreich und Österreich. Koordiniert wird das Projekt vom italienischen Projektpartner Parco Naturale delle Alpi Marittime, weshalb das Kick-Off-Meeting des Projekts Anfang November 2019 auch in Valdieri, Region Piemont, stattfand. Zu den österreichischen Projektpartnern zählen die HBLFA Raumberg-Gumpenstein und die Veterinärmedizinische Universität Wien. Durch eine enge Zusammenarbeit ist auch das Österreichzentrum Bär, Wolf, Luchs stark in das Projekt involviert.

Aufgabengebiet HBLFA Raumberg-Gumpenstein

An der HBLFA Raumberg-Gumpenstein wird derzeit an der Entwicklung sogenannter Wolf - Notfallteams (Wolf Prevention Intervention Units) gearbeitet. Dabei handelt es sich um geschulte Teams, die im Falle eines Angriffs durch den Wolf innerhalb weniger Stunden zum Einsatz kommen, um vor Ort den betroffenen und benachbarten Bauern erste Hilfe zu leisten. Diese erste Hilfe beinhaltet unter anderem die Errichtung von Nachtpferchen und Zäunen oder auch den Einsatz von Vergrämungsmaßnahmen (Blinklichter, etc.). Die Mitglieder dieser Teams sollen über einen landwirtschaftlichen Background verfügen und erhalten eine Schulung zur Biologie des Wolfes, zur Errichtung von Herdeschutzzäunen und zur Verbesserung ihrer Kommunikationskompetenzen. Es ist geplant, dass an drei Standorten in Österreich je ein Team installiert wird. Jedes Team sollte bis zu acht Mitglieder haben, wobei aber bei einem Einsatz, je nach Bedarf, zwischen einer und vier Personen ausrücken werden. Bis Herbst 2020 finden erste Schulungen und Probeeinsätze an der HBLFA Raumberg–Gumpenstein statt. In Zukunft sollen auch Sensor- und GPS-Systeme eine Rolle spielen.Eine weitere Aufgabe der HBLFA Raumberg-Gumpenstein ist die Etablierung thematischer Plattformen zum faktenbasierenden Informationsaustausch für Jäger und Landwirte, wo auch neueste Erkenntnisse in Managementpläne miteinfließen können. Geplant ist auch die Abhaltung thematischer Seminare, Konferenzen und Vorträge für wichtige Key-Stakeholder.

Aufgabengebiet Vetmeduni Wien

Forschende an der Vetmeduni Wien beschäftigen sich im Rahmen des Projektes mit der Entwicklung von Monitoringstandards für eine einheitlichere Erhebung der Wolfszahlen im Alpenraum und gleichen jährlich die Daten aus den teilnehmenden Ländern ab. Dadurch kann die Wolfspopulation in den Alpen auf Populationsebene beurteilt werden, eine Aussage die in Bezug auf den EU-rechtlichen Schutzstatus des Wolfes maßgeblich ist. Zusätzlich ist die Entwicklung und Verfeinerung neuer Genetikmethoden im Projekt inkludiert und umfasst dabei die Involvierung aller bisher mit Wolfsgenetik im Alpenraum befassten Institute. Ein weiterer Schwerpunkt an der Vetmeduni liegt bei der Reduktion von illegaler Verfolgung auf nationaler und internationaler Ebene.   

Projektziele

Die allgemeinen Projektziele auf EU-Ebene umfassen einerseits ein grenzüberschreitendes (DNA-) Monitoring, Management und Schutz des Tieres. Anderseits sollen durch die Erarbeitung und Verbreitung von unterschiedlichen Präventionsmaßnahmen Konflikte verringert werden und durch die Verbreitung von Wissen über Wölfe, das auf Fakten basiert, die Koexistenz verbessert werden.

 

Kontaktdaten 

Albin Blaschka (Österreichzentrum für Bär, Wolf und Luchs) Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Theresa Walter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Verena Mayer: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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