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Schafe komp
Weidehaltung ist die natürlichste Form der Schafhaltung, und auch die kostengünstigste Möglichkeit die Tiere mit Nährstoffen zu versorgen. Mit der Weidehaltung geht aber auch das Risiko der Belastung durch Weideparasiten (Magen-/Darmwürmer, Leberegel) einher. Ein starker Befall mit diesen Parasiten ist immer mit einer Leistungsminderung verbunden. Denn die Milchleistung der Mutterschafe lässt dadurch nach, und so sind auch die Tageszunahmen der Lämmer niedriger.

Im  Zuge des Projektes "Parasitenbelastung bei Schafen während der Weideperiode" wird einerseits untersucht ob die Genetik der Schafe Einfluss auf die Belastung hat, und andererseits, ob auch umweltbedingte Einflüsse - damit sind etwa die Körperkonditition der einzelnen Schafe sowie die verschiedenen Jahreszeiten gemeint -  eine unterschiedliche Belastung hervorrufen können. Ein genetischer Einfluss kann sowohl innerhalb einer, als auch zwischen zwei Rassen bestehen. 

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Die Pflanzenartenvielfalt ist von vielen Faktoren abhängig.

Dazu gehören:

  • regionaler Artenpool 
  • Stress und Störung am Standort (Intensität der derzeitigen und ehemaligen Nutzung) 
  • Standortsheterogenität 
  • Nährstoffverfügbarkeit im Boden 
  • Produktivität (oberirdische Phytomasseproduktion)
  • Wuchsform der dominierenden Art 

 

Pflanzenartenvielfalt ist ein wichtiges Bewertungskriterium für den Naturschutz

Eine hohe Pflanzenartenvielfalt ist ein Indiz für eine hohe naturschutzfachliche Wertigkeit einer Grünlandfläche. Die Pflanzenartenvielfalt ist auch ein Maß für die ökologische Nachhaltigkeit der Grünlandbewirtschaftung. Eine standortangepasste Bewirtschaftung trägt zur Erhaltung oder Steigerung der Pflanzenartenvielfalt bei.

 

 
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Nachhaltigkeitsbewertung in der Landwirtschaft als richtungsweisender Aspekt in der Lebensmittelproduktion soll künftig (noch) mehr Gewicht im Unterricht bekommen. Um unsere Schülerinnen und Schüler der fachlichen Ausrichtung Umwelt- und Ressourcenmanagement entsprechend zu unterstützen und mit der Forschung zu vernetzen, wurde von der Forschungsgruppe Ökoeffizienz der HBLFA Raumberg-Gumpenstein, in mehrjähriger Projektarbeit, eine kompetenz- und praxisorientierte Bildungsbox rund um unser Betriebsmanagement-Tool FarmLife entwickelt.

 

 

Die Bildungsbox besteht aus 3 Teilen:

  • Das Online-Tool FarmLife ist ein Betriebsmanagement-Werkzeug für landwirtschaftliche Betriebe, das in der Bewertung sowohl ökonomische als auch ökologische Aspekte berücksichtigt. Das für Landwirte erstellte Tool wurde einer eingehenden Überarbeitung und Anpassung für die Verwendung im Unterricht unterzogen.
  • Ein umfassendes Paket an Unterrichtsmaterial: 12 Module – untergliedert in einführende und vertiefende Module – vernetzen unterschiedliche Fächer des Lehrplans landwirtschaftlicher Schulen. Erstere informieren allgemein über Umweltgeschichte, Nachhaltigkeitsbewertung und Ökobilanzierung, während zweitere sich praxis- und betriebsbezogen der Anwendung und dem Nutzen des FarmLife-Tools widmen und Strategien für eine standortangepasste, nachhaltige Landwirtschaft entwickeln helfen. Broschüren, Präsentationen, Arbeits- und Merkblätter zu jedem Modul werden ergänzt durch vertiefende Literatur und die notwendigen Materialien für die entwickelten lehrreichen Aktivitäten.
  • "FarmLife-Tactics" – ein eigens für den FarmLife-Unterricht erdachtes Denk- und Rollenspiel – soll den Unterricht auflockern und Zusammenhänge sichtbar machen. Zusätzlich werden noch andere Spiele und Aktivitäten für den Unterricht rund um FarmLife zur Verfügung gestellt.

Die Bildungsbox, bestehend aus dem Spiel FarmLife-Tactics und einem (nachhaltigen Holz-)USB-Stick mit sämtlichen Unterlagen zu den Modulen, Spielen und Unterrichtsanregungen sowie vertiefender Literatur und einem Informationsvideo, wurde den Lehrkräften des Hauses im Rahmen der Abschlusskonferenz zur fächerübergreifenden Verwendung im Regel-Unterricht überreicht. Ein offizielles Roll-Out für die FarmLife-Bildungsbox durch das BMLRT ist für den Herbst 2020 bei der Direktorenkonferenz in Elmberg geplant.

Bestmögliche Unterstützung für Lehrkräfte

Einige der landwirtschaftlichen Schulen in Österreich – im Land Salzburg u. a. - fungieren hier als Pilot-Schulen, da sie schon Unterrichtserfahrung mit dem Tool besitzen und damit sowie mit den online verfügbaren Bildungsmaterialien erfolgreich arbeiten. Wir von der Forschungsgruppe Ökoeffizienz freuen uns über rege Verwendung und häufige Rückmeldungen aus den Schulen, um die Qualität der Unterlagen sichern und laufend bestmögliche Unterstützung für die Lehrkräfte bieten zu können.

FarmLife Train-the-Trainer Seminar

Grundsätzlich soll die FarmLife-Bildungsbox denjenigen landwirtschaftlichen Schulen Österreichs überreicht werden, deren Lehrkräfte (zumindest eine/r) ein FarmLife Train-the-Trainer-Seminar (oder Webinar) besucht haben. Fundiertes Wissen und Umsetzungsideen aus unseren Seminaren, aber vor allem die motivierte Umsetzung durch engagierte Lehrkräfte bilden das Fundament für eine erfolgreiche Implementierung des Unterrichtskonzepts an den Schulen. Die jährlichen Termine für die Fortbildungsseminare („FarmLife für PraktikerInnen – Train the Trainer“) sind im Fortbildungsplan der HS für Agrar- und Umweltpädagogik sowie auf dem Veranstaltungskalender der HBLFA Raumberg-Gumpenstein ersichtlich.

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Mit 01.06.2020 wurde DI Lukas Gaier zum neuen Leiter des Referats Pflanzenbauliche Alternativen und genetische Ressourcen im Grünland bestellt.

Neben den klassischen Versuchsarbeiten in den Fachbereichen Grünlandwirtschaft und Vegetationsmanagement liegen die Schwerpunkte vor allem in den Bereichen der Futterpflanzenzüchtung und der Sortenwahl.

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DI Andreas Klingler wurde mit 01.06.2020 zum neuen Leiter des Referats Agrar- und Umweltinformatik bestellt.
Neben den klassischen Versuchsarbeiten im Fachbereich der Grünlandwirtschaft werden im Referat vor allem innovative Technologien wie Satellitenfernerkundung und nicht-invasive Messtechniken eingesetzt und für die praktische Grünlandwirtschaft aufbereitet.

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In Österreich ist die Schweinerasse Berkshire, die als älteste Rasse Großbritanniens gilt, relativ unbekannt. Der Name leitet sich von der Grafschaft Berkshire ab, die westlich von London im Süden Englands liegt.

Optisch fällt sofort der Knick im Rüssel auf, die Tiere sind auch kleiner als unsere heimischen, weißen Rassen. Als besonders delikat gilt das Fleisch, weil es einen hohen Marmorierungsgrad (Fettadern im Fleisch) aufweist. Manche behaupten sogar, Berkshire seien das Kobe-Rind unter den Schweinen. An der HBLFA Raumberg-Gumpenstein gibt es Tiefgefriersamen von den Berkshire Ebern Randy (Foto) und Richie. Nachwuchs aus einer Anpaarung mit weißen Schweinen wird in den nächsten Wochen erwartet.

 
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Unsere Pflanzenbaumitarbeiter sind derzeit in ganz Österreich unterwegs um unterschiedlichste Wildblumenwiesen zu bonitieren. Wildblumenwiesen sind nicht nur schön anzuschauen, sondern auch ein wichtiger Lebensraum sowie Nahrungsquelle für eine Vielzahl von Insekten.

Es ist Hauptblütezeit für unsere Wildblumenwiesen 

Derzeit sind unsere Mitarbeiter in ganz Österreich unterwegs um die verschieden Flächen zu bonitieren. Diese Bonituren sind eine wichtige Grundlage für die Erstellung neuer Mischungen, da man die Entwicklung der einzelnen Arten über die Jahre sehr gut beobachten kann. Blühmischung können auf verschiedensten Flächen verwendet werden, egal ob als Begrünung von Straßenrändern, als Ackerrandstreifen oder als Blickfang im Garten. Die verwendeten Blühmischungen sind ausschließlich aus heimischen Wild- und Feldblumen zusammengesetzt. Einmal angelegt kann eine Blühmischung bei richtiger Bewirtschaftung viele Jahre überdauern. Neben den klassischen Bienenweiden gibt es auch verschiedene Möglichkeiten extensive Grünlandbestände wieder mit Wildkräutern aufzuwerten.

 
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2020 1 Bild Nutztierschutztagung bearb
Mitte Mai 2020 fand an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein die traditionelle Nutztierschutztagung statt, die in diesem Jahr aus gegebenem Anlass erstmals als Webinar durchgeführt wurde. Namhafte Vortragende aus dem In- und Ausland boten rund 150 Online-Teilnehmern ein interessantes Programm.

Es wurden aktuelle Themen im Tierschutz und wesentliche Fachinformationen für die Anwendung von tierschutzrechtlichen Bestimmungen in der Praxis vermittelt und Zusammenhänge zwischen Haltungsumwelt, Tiergesundheit, Stallklima und verfahrenstechnischen Aspekte in der Nutztierhaltung aufgezeigt. In diesem Jahr widmete sich die Tagung unter anderem den Themen Digitalisierung und Tierwohl, Lebensmittelvermarktung im Spannungsfeld, stressfreie Hofschlachtung, Schutz von Schafen in Almhaltung, sowie Tierverhalten und stallklimatischen Aspekten in der Rinder- und Schweinehaltung.

Die Tagungsbeiträge, Präsentationen und Videos zur Tagung können unter www.nutztierschutztagung.at abgerufen werden.

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Auch Grünland- und Feldfutter-Saatgut muss ständig an die sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst werden. In Österreich geprüfte und zugelassene ÖAG-Mischungen zeichnen sich durch einen hohen Qualitätsstandard aus. Die HBLFA Raumberg-Gumpenstein und die ÖAG arbeiten darüber hinaus auch am Ausbau der heimischen Saatgutvermehrung. Jetzt sind erstmals Bio-Feldfuttermischungen in ÖAG-Qualität verfügbar, wobei auch dieses Saatgut bereits überwiegend von heimischen Bio-Bäuerinnen und Bauern vermehrt wird!

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Eine vielseitige Bereicherung für den Bio-Ackerbau bietet die Süßkartoffel. Durch große Nachfrage am Markt, Abwechslung in der Fruchtfolge und als gute Einkommensquelle ist sie als neue Kultur für viele Betriebe interessant. Wie man damit umgeht und was dabei zu beachten ist, darüber klärt der folgende Artikel auf.

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Aktuell findet, unter der Leitung des Diagnostik- und Forschungsinstituts für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin der Med. Univ. Graz, in Kooperation mit dem Amt der Stmk. Landesregierung Abteilung 15 und unter Beteiligung der Abteilung Tierhaltungssysteme, Technik & Emissionen der HBLFA Raumberg-Gumpenstein das österreichweit erste Forschungsprojekt zu Bioaerosolen in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung statt (Projekt-Akronym Luquasta).

Bei Bioaerosolen handelt es sich im Allgemeinen um luftgetragene Teilchen biologischer Herkunft – im Speziellen sind dies im Luftraum befindliche Ansammlungen von Partikeln, denen Bakterien, Pilze, Viren, Pollen, Zellwandbestandteile oder Stoffwechselprodukte (bspw. Mykotoxine)..

Die Vorgehensweise

Im Rahmen der dreijährigen Projektlaufzeit werden zwei Mastschweine- und zwei Mastgeflügelbetriebe je neun Mal durch ein Messteam besucht und Bioaerosole in der Emission (direkt im Abluftkamin) und in der Immission (in definierten Abständen im Umfeld der Stallungen) erhoben; von Relevanz ist hier die Erfassung von als Leitparameter definierten Bakterien und Pilzen. Die Abteilung Tierhaltungssysteme, Technik & Emissionen zeichnet innerhalb des Projektes für die Akquirierung der Betriebe, das zeitliche Management der Betriebsbesuche, die Betreuung der Emissionsmessstelle sowie die Erhebung relevanter Randparameter (Haltungssystem, Güllemanagement, Anzahl und Gewicht der eingestallten Tiere an den Erhebungstagen etc.), verantwortlich.

Ziel des Projektes

Ziel des Projektes ist die Generierung von spezifischen, österreichischen Datensätzen, die den Status Quo potenzieller Emissionen wiederspiegeln und eine Abschätzung erlauben, ob und in wie weit das nachbarschaftliche Umfeld von Schweine- und Geflügelmastbetrieben mit aus der Tierhaltung stammenden Bioaerosolen belastet ist.

Grundlage für Prognoseberechnungen

Im Rahmen landwirtschaftlicher Bau- bzw. Beschwerdeverfahren kommt dem Thema Bioaerosole – neben der Beurteilung von Geruchs-, Staub-, Schadgas- und Lärmimmissionen – zunehmend größere Bedeutung zu. Luquasta bildet hier, u. A. durch Ableitung von Emissionsfaktoren für Leitkeime, eine Grundlage für zukünftige, realitätsnahe Prognoseberechnungen. Die ermittelten Emissionsfaktoren dienen im Ausbreitungsmodell GRAL als Basis zur Berechnung der flächenhaften Verteilung der fokussierten Bakterien und Pilze im Zielgebiet; von besonderer Bedeutung ist hier die Konvergenz der Ergebnisse des Berechnungsmodells mit den im Felde ermittelten Bioaerosoldaten. Die Modellierung mittels GRAL erfolgt durch die Abteilung 15 des Amtes der Stmk. Landesregierung.

Im Sommer 2020 finden die letzten Vor-Ort-Erhebungen auf den vier Projektbetrieben statt; die Abschlussberichtlegung ist für Frühjahr 2021 geplant.

Ansprechpersonen:       Michael Kropsch Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

                                   Eduard Zentner  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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